Prey

Prey hat eine lange Geschichte hinter sich. Nachdem die Human Head Studios 2009 mit den Arbeiten zum Nachfolger des erfolgreichen Shooters begannen, stoppte der neue Markeninhaber Bethesda die Entwicklung überraschend im Jahr 2011. Zu dem Zeitpunkt hatte GamePire schon eine spielbare Version des Spiels gesehen. Lange war es dann still um Prey 2 und es gab Gerüchte, Bethesda habe die Entwicklung des Spiels an seine internen Arkane Studios gegeben, die mit Dishonored weltweit gefeiert wurden. Im letzten Jahr dann die Ankündigung: Prey 2 heißt nur noch Prey und wird tatsächlich von den Arkane Studios entwickelt.

Jetzt ist Prey endlich fertig und überrascht als ein Genre-Mix auf den Pfaden von Half-Life oder System Shock und bietet eine packende Geschichte. Leider gibt Bethesda vor dem Start eines Spiels prinzipiell keine Review-Versionen mehr heraus, daher gibt es unseren Test erst heute. Wir haben uns den Shooter darin genau angesehen und waren nicht enttäuscht!

Alternative Realität

Prey handelt in einer alternativen Realität. John F. Kennedy ist gar keinem Attentat erlegen, so wie wir die Geschichte gewohnt sind, sondern hat den Anschlag überlebt. Er pumpt danach sehr viele Forschungsgelder in das Weltraumprogramm um das Wettrennen gegen die UDSSR zu gewinnen. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2032 und das Vermächtnis von Kennedy ist eine Forschungsstation namens Talos 1, die im All installiert wurde und nach all den Jahren der privaten Organisation TransStar Corporation gehört. Auf Talos 1 wird aber vor allem eine außerirdische Spezies namens Typhon gefangen gehalten und an ihnen erforscht, wie man ihre Fähigkeiten auf den Menschen übertragen kann. Dabei werden Probanden Geräte ins Auge gesetzt – genannt Neuromods. Mit diesen Neuromods können die Probanden eigene Fähigkeiten verbessern und Fähigkeiten der Aliens übernehmen. Natürlich laufen solche Tests nicht wie geplant und die Neuromods führen auch noch zum Verlust des Gedächtnis.

Ihr schlüpft in die Rolle von Morgan Yu, der oder die genau in dieser Situation aufwacht. Als Wissenschaftler hat Morgan natürlich irgendwie mit den Experimenten zu tun und Bruder Alex Yu, der die Experimente leitet, scheint seine eigene Agenda zu verfolgen. Antworten auf die vielen daraus resultierenden Fragen, bekommt ihr im Laufe der rund 17 Stunden langen Story.

Die Gestaltenwandler

Zu Beginn des Spiels entscheidet ihr, ob euer Charakter männlich oder weiblich sein soll, und beschäftigt euch dann sehr stark mit den außerirdischen Fähigkeiten. Diese sind nämlich nicht so leicht zu kontrollieren und wollen erst mal beherrscht werden. Dafür müsst ihr die fremden Kräfte zunächst erlernen und auf der Talos 1 rennen mittlerweile genug Typhon herum, die euch zwar angreifen, aber dabei dennoch unterstützen werden.

Es gilt also, möglichst viele Informationen über die Fähigkeiten der Typhon sammeln. Dazu scannt ihr die Biester mit dem Psychoskop, das ihr allerdings erst nach eine Weile im Spiel findet. Die Typhon greifen an, sobald sie jemand bemerken, weshalb ihr euch am besten unentdeckt anschleicht und sie dann abscannt. Oft trefft ihr auf deutlich stärkere Aliens, doch ihr habt es auf deren Fähigkeiten abgesehen und so bleibt oft nur die Flucht, um später einen neuen Scan-Anlauf zu starten. Neben den aus den Trailern bekannten Spinnen-ähnlichen Mimics trefft ihr später noch auf ganz andere Kaliber. Packt euren ganzen Mut zusammen!

Tödlicher Krimskrams

Nicht nur, dass es die Typhon auf Morgan abgesehen haben, sie stellen euch auch vor ein weiteres Problem. Sie sind Gestaltenwandler und können daher die Gestalt von fast jedem Gegenstand an Bord der Talos 1 annehmen. Von der Banane bis hin zum Schrank oder der Zange, hinter allem kann ein gieriger Außerirdischer auf euch warten.

Da scheint es ganz hilfreich, dass ein paar Waffen und nützliche Fähigkeiten zur Verfügung stehen. Direkte Auseinandersetzungen gegen die Gestaltenwandler verliert man meist nach wenigen Treffern. Praktisch, dass man kurz die Zeit verlangsamen kann, um die Typhon beispielsweise mit der Gloo-Kanone zu verkleben und ihnen die Beweglichkeit zu nehmen, um sie anschließend zu zerschlagen. Mit der Gloo-Kanone sind darüber hinaus noch einige andere Dinge möglich. Ihr könnt ganze Räume verkleben oder euch vor offenem Strom schützen.

Seit 2014 für GamePire am Start und irgendwie Mädchen für alles. Mein Fokus ist aber vor allem die News-Redaktion und Artikel-Features. Ich probiere gerne Games jeder Art aus, wenn es gefällt, dann gefällt es!

News

Anzeige