Aus für League of Legends EM-Finale 2021 in München: Stadtrat lehnt ab

Es ist das Aus für das League of Legends EM-Finale 2021 in München: Trotz Bestrebungen der bayerischen Landesregierung, eine Bewerbung für München voranzutreiben, wird der Münchner Stadtrat die Bewerbung nicht weiter verfolgen.

In der heutigen Sitzung hat der Stadtrat Münchens den Antrag von Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) mehrheitlich abgelehnt. Damit ist seit heute klar: München wird sich nicht für das League of Legends EM-Finale im Jahr 2021 bewerben.

CSU, FDP und der parteilose Fritz Schmude (einst für die AfD in den Stadtrat gewählt) stimmten für den Antrag, die SPD-Fraktion von Oberbürgermeister Dieter Reiter, Die Grünen, Die Linke und weitere kleine Parteien stimmten dagegen. Und das obwohl Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und sein Kabinett im Herbst 2019 beschlossen hatten, dass sich Bayern für eine eSport Großveranstaltung bewerben werde.

Problem waren wohl vor allem die Kosten. Ausrichter Riot Games hatte bei einer Bewerbung verlangt, die Miete für die große und kleine Olympia Halle in Höhe von rund 160.000 Euro nicht tragen zu müssen. München wollte hier keinen Präzedenzfall schaffen und einem gewinnorientierten Unternehmen, wie es Riot Games ist, kein Geld „schenken“. Für Fußball-Großereignisse wie das Champions League Finale oder EM-Vorrundenspiele macht die Stadt München einen zweistelligen Millionenbetrag locker, wie von der UEFA gefordert.

Es wurde noch versucht, Sponsoren an Land zu ziehen, aber laut Beschluss-Vorlage sei dies gescheitert. Um das League of Legends EM-Finale bewerben sich mehrere europäische Städte, darunter auch weitere deutsche Städte.

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