USA: Trump schiebt Schuld für Schul-Amokläufe auf Videospiele und Filme

Nach immensen Protesten von Schülern in den Vereinigten Staaten, die nach dem letzten Schul-Amoklauf in Florida mit 14 Toten endlich schärfere Waffengesetze fordern, scheint in den USA nun eine intensive Debatte um den viel zu einfachen Zugang zu Waffen – darunter halb-automatische Waffen – in Gang zu kommen. Präsident Donald Trump hat sich nun zur Diskussion um blutige Massaker zur Wort gemeldet und macht vor allem Videospiele und Filme mit Gewaltinhalten verantwortlich.

„Wir müssen vielleicht etwas dagegen tun, was sie sehen und wie sie es sehen, und auch gegen Videospiele“, sagte Trump während einer Diskussion über Schulsicherheit im Weißen Haus. „Ich höre mehr und mehr Leute, die sagen, dass Gewalt in Videospielen sehr die Gedanken von jungen Leuten beeinflusst.“

Andere Politiker, besonders aus dem republikanischen Lager, schlagen in die gleiche Kerbe. Der Gouverneur von Kentucky, Matt Bevin, hat die Schuld in mehreren Interviews ebenfalls auf Videospiele geschoben.

„Es gibt Videospiele, die zwar für Erwachsene eingestuft sind, aber Kids spielen sie und jeder weiß es und es gibt nichts, um Kinder daran zu hindern, das Abschlachten von Leuten in Spielen zu feiern“, so Bevin in einem Radio-Interview.

Nach der Aussage von Trump haben die Kollegen von CNN einen Schüler der betroffenen Schule in Florida befragt und dieser wurde ziemlich deutlich:

„Das ist nur eine wirklich erbärmliche Entschuldigung im Namen des Präsidenten“, sagte Chris Grady. „Ich wuchs mit Videospielen auf – Call of Duty, all diese Ego-Shooter-Spiele – und ich würde niemals, niemals davon träumen, einem meiner Mitschüler das Leben zu nehmen. Es ist einfach nur erbärmlich.“

Nachdem Trump mit dem Finger auf Gewalt in Videospielen zeigte, sagte Trump, dass der Amoklauf dazu geführt habe, dass seine Administration politische Maßnahmen erwäge, um den Zugang zu Gewehren zu erschweren.

„Jeder in diesem Raum, kann ich Ihnen sagen“, so Trump mit Verweis auf die Bundes-, Landes- und Kommunalbeamten, die bei der Versammlung anwesend waren, „sind dabei, Prüfungen durchzuführen, an die sie vor zwei Wochen vielleicht noch nicht mal im entferntesten gedacht haben.“

Der Präsident sagte außerdem, er arbeite daran, das Alter für Waffenkäufe von 18 auf 21 zu erhöhen. Ein Kommentar, der sich auf Vorschläge bezieht, das Mindestalter für den Kauf bestimmter Waffentypen zu erhöhen. In den USA kann ein Erwachsener nahezu Problem in ein Geschäft gehen und sich dort Waffen kaufen. Trump wies außerdem darauf hin, dass er das Justizministerium angewiesen habe, sogenannte Bump-Stocks zu verbieten. Diese Aufsätze lassen halbautomatische wie vollautomatische Waffen feuern.

Trump hatte aber auch noch strenge Worte für Gewalt in Filmen übrig. Seiner Meinung nach ist das System der Altersfreigaben in den USA möglicherweise unzureichend.

„Sie sehen diese Filme, sie sind so gewalttätig, und doch ist ein Kind in der Lage, den Film zu sehen, wenn es darin keinen Sex gibt. Aber das Töten hat damit zu tun. Und vielleicht muss dafür ein Bewertungssystem her.“

Auch nach dem jüngsten Amoklauf in Florida ging die Abstimmung im dortigen Parlament über ein Verbot von Waffen deutlich aus. Das Verbot wurde mit 71 zu 36 Stimmen abgelehnt. Die Waffen-Lobby NRA in den USA ist extrem mächtig und tief in der Politik verwurzelt. Trump soll im Wahlkampf rund $US 30 Mio. von der NRA angenommen haben und hat angedeutet, dass Lehrer bewaffnet werden sollen, um zurückschießen zu können. Gott bewahre …

Ich bin Dennis und wenn ich hier nicht für News und Artikel sorge, sitze ich gespannt vor Netflix und ziehe mir die neusten Marvel-Serien rein, verfolge den Zombie-Ausbruch bei The Walking Dead oder cruise mit meinem Auto über die Landstraßen.

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