HTC Vive ist das Virtual Reality-Headset von Valve

Valve setzt voll auf VR (Virtual Reality) und veröffentlicht sein eigenes VR-Headset. HTC wird es fertigen, es heißt HTC Vive und wird Ende diesen Jahres erscheinen. Echt jetzt! Oculus sollte sich ein wenig beeilen, um seinen aktuellen Vorteil nicht zu verspielen.

Anders als andere VR-Headsets, die zunächst als erste Prototypen mit Entwicklerversionen am Horizont auftauchten, ist das HTC Vive quasi fertig. Entwickler-Kits sind zwar auf dem Weg, HTC und Valve schwören aber um die Wette, dass das Headset noch dieses Jahr in den Handel kommt.

HTC-Vive-front

Das Headset bietet aktuell mit zwei 1200×1080 Bildschirmen, die bis zu 90 Frames pro Sekunde darstellen können, sogar bessere Specs als das Development Kit 2 für Oculus Rift, welches aktuell einen einzigen 1080p-Bildschirm besitzt und bis zu 75 Frames pro Sekunde unterstützt. Zum Vergleich, das Gear VR hat zwar ein 2560×1440 Display, dieses unterstützt jedoch nur 60 Frames. Das HTC Vive ist also ein GROßER Fortschritt zu allen anderen VR-Headsets, die es im Moment da draußen gibt. Die fertige Version von Oculus Rift soll allerdings noch bessere Specs bieten, sogar 4K soll hier wohl angepeilt sein.

Das HTC Vive ist darüber hinaus mit einer Basis-Station ausgestattet, die eure Bewegungen in einem bis zu ca. 4,5×4,5 Meter großen Raum erkennen kann. Bisherige Versionen von Valves Headset nutzen am Headset montierte Kameras, die über überall an den Wänden verteile QR-Codes die Position bestimmten. Das HTC Vive scheint dennoch auch am Headset Kameras zu haben, während das Oculus Rift genau entgegengesetzt funktioniert, denn die Kameras befinden sich in Front des Headsets von Oculus und bestimmen die Position anhand von Markierungen.

SteamVR-QR-Room

Valve und HTC scheinen zudem die Schwierigkeiten mit dem Controller in den Griff bekommen zu haben. Oculus gibt offen zu, nicht zu wissen, wie man einen VR-Controller baut. Das HTC Vive wird jedenfalls mit zwei kabelosen “VR Controllern” ausgeliefert, die laut HTC simpel und intuitiv zu bedienen sind. Weitere Details nennt HTC nicht, von der Beschreibung her könnten es aber sogar Handschuhe sein. Wer weiß?

Das HTC Vive und SteamVR sollen nämlich anscheinend stärker in Richtung Holodeck-Erfahrung gehen, während Oculus schon mehrfach betont hat, dass das Rift zunächst ein Gerät wird, das man im Sitzen nutzt. Spätere Generationen könnten trotzdem in die gleiche Kerbe schlagen wie das HTC Vive. HTC und Valve wollen, dass ihr aufsteht und herumlauft, wenn ihr das Vive nutzt. Derzeitig war augenscheinlich nur eine kabelgebundene Version des HTC-Vive zu erkennen, was das Ganze etwas schwierig machen würde.

HTC und Valve geben aktuell auf dem Mobile World Congress in Barcelona und auf der GDC (Game Developers Conference) nächste Woche erste Demos.

Der VR-Krieg scheint nun mächtig Fahrt aufzunehmen. Oculus hatte einen großen Zeitvorsprung und andere Virtual Reality-Headsets wie Sonys Morpheus oder Microsofts Hololens wurden zwar ebenfalls schon als Prototypen gezeigt, bis zur Marktreife und ein VR-Headset in den Handel gebracht, das hat aktuell noch keiner schafft. Wenn HTC und Valve wirklich Ernst machen und das Vive noch dieses Jahr in den Handel bringen, werden sie sicherlich alle anderen Anbieter mit sich ziehen. Der VR-Markt (der im Moment ja nur theoretisch existiert) wird nun sehr, sehr interessant.

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