Dissidia Final Fantasy NT

Nicht mehr lange, dann ist es endlich soweit und Square Enix und Koei Tecmo’s Team Ninja liefern mit Dissidia Final Fantasy NT den lange erwarteten Nachfolger der Dissidia Reihe für die PlayStation 4. Schon etwas länger kämpfen wir uns durch die geschlossene Beta des Spiels und nach einem Hand-On Presse-Event von Square Enix in Hamburg dürfen wir nun endlich auch über unsere Eindrücke berichten. Wer die Dissidia Reihe kennt weiß: Es erwartet euch kein RPG wie man es von der klassischen Final Fantasy Serie kennt, sondern ein strategisch betontes Arena-Kampfspiel.

Klassentreffen der Final Fantasy Stars

Bei Dissidia Final Fantasy NT, einer Neuauflage und von Grund auf überarbeiteten Konsolen-Portierung des bereits 2015 in Japan veröffentlichten Arcade-Hits, handelt es sich selbstverständlich wieder um einen sogenannten Brawler. Eine exakte deutsche Genre-Übersetzung für Brawler gibt es eigentlich nicht, Square Enix hat sich für seinen Titel auf die Bezeichnung „teambasiertes Action-Spiel“ entschieden. Das fasst es ganz gut zusammen, denn in Dissidia NT habt ihr die Möglichkeit, euch mit den Helden und Lieblingen aus dem Final Fantasy Multiversum in Kämpfen gegeneinander zu duellieren.

Auch wenn es zentral darum geht, seinen Mitstreitern auf die Mütze zu geben, bietet Dissidia NT einige Story-Elemente. Marteria, die Göttin des Schutzes, und Spiritus, der Gott der Zerstörung, stehen nämlich in einem Konflikt und lassen diesen über euch austragen. Anders als in den beiden Vorgängern Dissidia und Dissidia 012 kämpft ihr dabei zusammen mit anderen Spielern entweder online oder offline in 3 vs. 3 Player-Matches in einer der 11 überschaubaren Arena-Maps – inspiriert durch beliebte Schauplätze der Final Fanatsy Spiele. Anders als bei Tekken oder Soul Calibur bewegt ihr euch nicht nur auf Achsen, sondern innerhalb der Arenen frei im Raum.

Bei Dissidia NT könnt ihr euch natürlich auf ein Wiedersehen mit bis dato 28 Charakteren aus über 30 Jahren Final Fantasy freuen. So stehen angefangen mit dem Krieger des Lichts aus Final Fantasy I über Ace aus Type-0 bis hin zu Noctis aus Final Fantasy XV eine breite Palette unterschiedlicher Protagonisten zu Wahl. Dabei wird es allerdings nicht bleiben, denn Square Enix plant per DLC auf bis zu 50 spielbare Charaktere aufzustocken. Ein feuchter Traum für alle Final Fantasy Fans!

Die Charaktere wiederrum sind in vier verschiedene Klassen unterteilt und unterscheiden sich natürlich in den Fähigkeiten von der restlichen Kämpferriege. Des Weiteren kann jeder Charakter durch Stufenaufstieg neue Skills und Abilities freischalten und dann für jede Situation individuell angepasst werden. Unterstützung im Kampf bekommen die kämpfenden Charaktere dann außerdem von den bei Fans beliebten Guardians (Beschwörungen). Jedes Team kann sich vor Spielbeginn nämlich auf eine Beschwörung einigen und dann, wenn die Zeit reif ist im Kampf gegen den Gegner einsetzen, um dem Gegner enormen Schaden zu zufügen. Zur Verfügung stehen Euch hier Alexander, Bahamut, Ifrit, Leviathan, Odin, Ramuh und selbstverständlich Shiva. Um eine der gewaltigen Beschwörungen zu rufen, muss man dann im richtigen Moment das Touchpad des DualShock 4 Controllers betätigen. Je besser dies die Mitspieler aus dem eigenen Team im richtigen Timing das Touchpad gedrückt halten, desto schneller kann die Beschwörung in den Kampf eingreifen.

Auf in den Kampf

Nachdem alle Einstellungen getätigt wurden, ihr euch also für einen Charakter und seine Fähigkeiten entschieden habt, geht es los. Beide Teams starten auf einer der beiden Seiten der Map und gehen auf Konfrontationskurs. Je nach Kämpferklasse greift ihr entweder an vorderster Front an, unterstützt eure Mitstreiter mit Buffs und Heilzaubern, gebt dem Gegner aus der Entfernung Saures oder nutzt eine der vielen speziellen Fähigkeiten für euren Vorteil.

Eine überaus taktische Komponente ergibt sich durch das Kampfsystem von Dissidia Final Fantasy NT, denn ihr könnt dem Gegner keinen direkten Schaden zufügen. Zuerst müsst ihr durch sogenannte Bravery/Mut-Angriffe das Bravery-Meter in die Höhe treiben. Dieses zeigt euch an, welchen Schaden ihr beim Feind anrichten würdet. Erst wenn ihr dann die sogenannten HP-Attacken startet, werden die Lebenspunkte des Gegners in der zuvor gesammelten Höhe dezimiert. Werdet ihr allerdings zwischenzeitlich von einem Angriff getroffen, wird das Bravery-Meter wieder auf Null gesetzt und somit verursachen HP-Angriffe auch keinen Schaden. Diesen Augenblick kann der Gegner wiederum nutzen, um euch den entscheidenden Schlag zu versetzen. Es gilt also strategisch ranzugehen und im richtigen Moment zuzuschlagen.

Ein bloßes, unkontrolliertes Vorwärtsstürmen bringt euch und eurem Team also überhaupt nichts. Strategie und Team-Work sind immens wichtige Faktoren für den Sieg und ihr solltet viel kommunizieren, sonst verliert Ihr schnell den Überblick und lenkt euch und eure Teammitglieder in eine sichere Niederlage. Beim Hands-On Event in Hamburg hatte Square Enix mit dem „Unglückrad“ eine lustige Ergänzung parat, denn die Teams durften an dem Rad drehen und bekamen so unterschiedliche Handicaps verpasst, unter anderem Augenbinden oder Backofen-Handschuhe, die das Spielen von Dissidia NT nochmals deutlich erschwerten, ebenso aber auch für lustigen Spaß sorgten.

Das HUD wirkt am Anfang ziemlich überladen und erschlägt vor allem neue Spieler, allerdings macht bekanntlich Übung den Meister und sämtliche Bildschirminformationen werden für einen erfolgreichen Kampf auch benötigt. Nach ein paar Kämpfen gehen die Steuerung und die Kämpfe in Fleisch und Blut über und die Nutzung des HUD funktioniert immer intuitiver. Außerdem soll es ein neues HUD geben, welches zwar immer noch alle Informationen enthält, aber eine kompaktere Darstellung mit sich bringt. Auch die Spielgeschwindigkeit wird Einsteiger zu Beginn erstmal überfordern. In stressigen Situationen beispielsweise verliert ihr schnell den Überblick oder sogar einen der Gegner ganz aus den Augen, nur um im nächsten Augenblick von diesem den alles entscheidenden Schlag zu kassieren. Nach etwas Einspielzeit legt sich allerdings auch das und ihr werdet viel Spaß daran haben, euch mit Freunden und Gegnern zu messen.

Fazit:

Square Enix und Team Ninja sind auf dem richtigen Weg und liefern mit Dissidia Final Fantasy NT einen gelungenen Brawler. Aber nicht nur Fans der Serie, sondern auch Freunde schneller, strategischer Gruppenkämpfe werden voll auf ihre Kosten kommen und Gefallen an diesem Brawler finden. Denn auch wenn der ein oder andere Punkt zunächst etwas verwirrend und überfordernd erscheint, finden sich selbst Einsteiger sehr schnell mit der Spielmechanik zurecht. Und wer weiß, vielleicht schafft es Final Fantasy Dissidia NT auf lange Sicht sogar in den eSport Olymp und einer von euch gleich mit dazu.

Wir freuen uns jedenfalls schon jetzt sehr auf dieses Action-Spektakel! Markiert euch den 30. Januar 2018 rot im Kalender zu markieren, denn dann steht Dissidia Final Fantasy NT für die PlayStation 4 im Handel. Solltet nicht bis dahin warten wollen, habt ihr schon am 16. Dezember in Berlin die Möglichkeit, euch in den Kampf zu stürzen. Dort werden nämlich bei der ersten offiziellen Dissidia Fight Night hierzulande schon vor dem Release die Controller zum glühen gebracht. Wir wünschen viel Spaß!

Ich bin Daniel und bereits seit 2009 als freier Redakteur für GamePire unterwegs. Ich kümmer mich hauptsächlich um Reviews und schreibe ab und zu mal eine News. Hier und da lege ich auch mal Pausen ein und bin eher weniger aktiv, aber lange geht das auch nicht. Denn Videospiele sind eine Leidenschaft, der ich schon seit meiner frühsten Kindheit verfallen bin. Von Amiga bis Xbox bin ich immer voll dabei. Am liebsten spiele Ich Rollenspiele, Shooter und Horror-Survival Games, aber auch eine Runde Super Mario ist immer gerne gesehen. Wir sehen uns online!

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