Weltgesundheitsorganisation klassifiziert exzessives Videospielen offiziell als Krankheit und das regt das Internet auf

Ist exzessives Videospielen eine Krankheit oder nur ein intensives Hobby? Ein Beruf für Pro-Gamer? Die Weltgesundheitsorganisation WHO wird ausgiebiges Spielen offiziell als ernst zunehmende Krankheit einstufen und das regt das Internet total auf.

Die 11. Ausgabe der „International Classification of Diseases“ (ICD-11) wird 2018 von der WHO veröffentlicht und darin wird eine Gaming-Störung zu finden sein. Der Diagnose-Ratgeber wurde zuletzt 1990, also vor mehr als 27 Jahren aktualisiert.

Der genaue Wortlaut für das Kriterium, ob laut WHO eine Gaming-Krankheit vorliegt, ist noch nicht finalisiert. Nach aktuellem Stand liegt ein Krankheitsbild vor, wenn jemand Gaming bis zu dem Ausmaß priorisiert, dass es Vorrang vor anderen Lebensinteressen bekommt.

Laut Vladimir Poznyak von der Abteilung für Psychische Erkrankungen und Drogenmissbrauch bei der WHO würden zwar viele Leute Videospiele spielen und unter keiner Erkrankung leiden, exzessives Spielen könne aber  negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben.

Im Internet sorgt die Ankündigung der WHO für große Aufregung, viele stellen sogar in Frage, ob eine Gaming-Störung überhaupt als ernsthafte Erkrankung klassifiziert werden sollte, weil es die Aufmerksamkeit von „wirklich“ ernsten Störungen ablenken könne oder andere psychischen Störungen weniger ernst wirken könnten.


Und es kommt noch schlimmer für Gamer: Laut einer neuen Studie, die in „Molecular Psychiatry“ veröffentlicht wurde, können Ego-Shooter die graue Substanz innerhalb des Hippocampus im Gehirn reduzieren. Allerdings fand die selbe Studie auch heraus, dass Jump & Run Games die graue Substanz im Gehirn erhöhen können.

Was denkt ihr? Ist exzessives Videospielen eine ernste Erkrankung oder sollten Ärzte und die WHO den Fokus auf die Behandlung anderer psychischer Störungen legen?

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