Diablo III – Reaper of Souls – Ultimate Evil Edition

Das perfekte Koop-Spiel! Als wäre es allein für Konsolen gemacht!

Es hat lange gedauert bis Blizzard sein Action-RPG Diablo III im vergangenen September auf die Konsolen PS3 und Xbox 360 brachte. Dabei wurden Änderungen an der Steuerung vorgenommen, um das Spiel mit einem Controller spielbar zu machen. Im März 2014 erschien dann die Erweiterung Reaper of Souls für PC und Mac und nun ist mit Diablo III – Reaper of Souls – Ultimate Evil Edition für die neuen Konsolen PS4 und Xbox One (sowie PS3 und Xbox 360) die Version mit dem definitiv coolsten Namen erhältlich. Das ist aber nicht das einzige Highlight. Nach diversen Durchgängen auf dem PC war zumindest für mich nach dem Einlegen der PS4-Version schnell klar: Die Ultimate Evil Edition ist insbesondere auf den New-Gen-Konsolen die beste Version von Diablo III und es metzelt sich auf der Couch mit einem Controller in der Hand einfach am entspanntesten. Als wäre Diablo III allein für Konsolen gemacht! Schon immer.

Reaper of Souls

Inhaltlich haben wir sowohl Diablo III als auch Diablo III – Reaper of Souls bereits besprochen, doch Blizzards Konsolenumsetzung kommt einem Geniestreich gleich. In der Ultimate Evil Edition ist das Addon Reaper of Souls schon von Haus aus integriert. Neben einem fünften Akt, einem erhöhten Level-Cap und der neuen Charakterklasse „Kreuzritter“ gibt es diverse weitere Anpassungen und Details, die das Metzeln im Vergleich zur Ursprungsversion deutlich verbessern. Natürlich fehlt das Auktionshaus und es gibt auch auf PS4 und Xbox One das Loot-System 2.0, durch das es fortan zum Beispiel öfter legendäre Gegenstände zu finden gibt, sowie neue Mächte und unzählige Gameplay- und Balancing-Anpassungen. Die vom PC bekannten Nephalemportale sind ebenso zu finden wie der Abenteuermodus, doch für diesen muss man das Spiel zunächst mal beenden. Das alles in lupenreiner 1080p-Auflösung mit 60 Frames in der Sekunde. Zumindest auf einer der beiden neuen Konsolen, doch dazu später mehr.

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Damit Diablo III mit einem Controller entspannt spielbar ist, hat Blizzard einige Spielsysteme angepasst. Anders als auf dem PC steuert ihr den Charakter direkt mit dem Controller. Außerdem gibt es nur auf den Konsolen eine Ausweichrolle, die euch über den rechten Analog-Stick schnell aus brenzligen Situationen befreit. Mächte und Fähigkeiten wurden auf die Face-Buttons und Schultertasten gelegt, so dass ihr ohne groß nachzudenken immer schnell die richtige Fähigkeiten aktivieren könnt.
Die Übersicht über euer Inventar, Fähigkeiten oder Quests ist auf den Konsolen kompakter und unserer Meinung nach nicht ganz so bequem wie auf dem PC, dafür könnt ihr neu aufgesammelte Objekte direkt durchschalten, seht deren Verbesserungen oder Verschlechterungen bei euren Skills und könnt sie direkt anlegen lassen. Ebenfalls nur auf den Konsolen findet ihr das Nemesis-System. Geht euer Charakter im Kampf unter und stirbt, wird jenes Monster stärker und taucht ohne Vorwarnung im Spiel eurer Online-Freunde auf. Ist euer Freund in der Lage, das Monster zu töten, erhält er eine Überraschung, die er euch schicken kann.

Durch die Hölle in messerscharfer 1080p/60-Grafik

Diablo III – Reaper of Souls – Ultimate Evil Edition ist das perfekte Koop-Spiel und bietet natürlich auch auf den Konsolen einen lokalen wie auch Online-Multiplayermodus für bis zu vier Spieler. Metzeln und Aufleveln hat noch nie soviel Spaß gemacht und die Power der neuen Konsolen hat es Blizzard ermöglicht, das komplette Effektfeuerwerk mit den gleichen Grafikeinstellungen in 1080p-Full-HD-Auflösung darzustellen (auf Xbox One erst nach einem Patch), die auch die PC-Version bei maximalen Grafik-Einstellungen nutzt. Die PS4 füllt den Bildschirm mit unerschütterlichen 60 Frames in der Sekunde, während die Xbox-One-Version nicht mit einer festen, sondern dynamischen Framerate läuft, die meistens zwischen 50 und 60 Frames liegt, abhängig davon, wie sehr die Engine unter Druck gerät.

Pro & Cons

Pros:

+ abwechslungsreicher fünfter Akt
+ neue Charakterklasse (Kreuzritter)
+ Beute-Loot-System 2.0
+ sehr flüssiges Gameplay
+ hervorragend für Konsolen angepasst
+ wunderbare Hintergrundmusik
+ wuchtige Sound-Kulisse
+ gut abgestimmte Schwierigkeitsgrade
+ hervorragende Bosskämpfe
+ mehr Zufallsereignisse und Mini-Questreihen
+ neuer Abenteuermodus
+ Nemesis-System

Cons:

- Elitemonster immer noch etwas zu stark
- statische Dialoge
- nur eine neue Fähigkeit für Classic-Charaktere

Wertung

  • Grafik: 8.5/10
    8.5/10
  • Sound: 9/10
    9/10
  • Story: 8.5/10
    8.5/10
  • Umfang: 8.5/10
    8.5/10
  • Steuerung: 9/10
    9/10
  • Spaß: 9.5/10
    9.5/10
  • Gameplay: 9/10
    9/10
  • Multiplayer: 9/10
    9/10

Closing Comment

Bedenkt man den PC-Hintergrund von Diablo, dann muss man sich schon wundern, wie es Blizzard geschafft hat, an genau den richtigen Schrauben zu drehen, um das Spielerlebnis von Diablo III an Konsolen anzupassen. Sobald man die Ultimate Evil Edition einlegt, müssen sich selbst PC-Spieler eingestehen, dass man komfortabler kaum metzeln kann.

Ein grandioses Spiel mit grandiosem Suchtfaktor und einer hervorragenden Spielbarkeit hat ein neues Zuhause!

9/10

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