Dr. LovePire: 4 Tipps, wie du deinen Schatz für Gaming begeisterst

Du genießt Videospiele? Tauchst gerne in fremde, virtuelle Welten ab, aber deine bessere Hälfte teilt diese Leidenschaft nicht? Diese Situation ist nicht selten und kann sogar in den besten Beziehungen zu Spannungen führen. Nach der Arbeit, Uni oder der Schule wirfst du zur Entspannung erst mal deine Konsole an und ballerst in DOOM ein paar Dämonen über den Haufen oder erledigst in The Witcher 3 die nächste Quest, aber Bae will lieber mit dir kochen oder zusammen mit dir die neuste Folge der Lieblingsserie schauen. Kurz: Dein Schatz findet dein Hobby uninteressant.

Dabei kann gemeinsames Gaming eure Beziehung sogar intensivieren und festigen! Sich zusammen durch dunkle Dungeons zu kämpfen, in fremde Rollen zu schlüpfen oder gemeinsam knackige Rätsel zu lösen, das lässt euch nicht nur neue Seiten am jeweiligen Gegenüber entdecken, es kreiert auch ganz spezielle Momente und Erinnerungen zwischen euch. Und die bestehen dann ausschließlich zwischen euch beiden! Dir ist das klar, denn du daddelst schon solange du denken kannst. Viele Menschen aber haben Hemmungen, sich auf Games einzulassen. Das kann verschiedene Gründe haben, etwa wenn jemand aufgewachsen ist, ohne viel mit Games zu tun gehabt zu haben und Videospiele durch gesellschaftlichen Einfluss immer noch als „Kinderkram“ ansieht. Diese Menschen kennen meist auch die einsteigerfreundlichen Games nicht, für die man kein Pro-Gamer sein muss. Und davon gibt es eine Menge!

Wir haben hier einige Tipps, wie du deinen Schatz für Gaming begeisterst. Sei dir immer bewusst, dass Kompromissbereitschaft der Schlüssel zum Erfolg ist. Wenn dein Partner sich darauf einlässt, mit dir zusammen Videogames auszuprobieren, solltest du auch offen für die Hobbys deiner besseren Hälfte sein.

1: Nutze die Interessen des Anderen

Den Freund/die Freundin oder den Mann/Frau zum Daddeln zu drängen, wird das Thema Games mit „Gegenwehr“ und somit negativen Gedanken assoziieren. Wenn du es deinem Schatz so angenehm wie möglich machst, wird er oder sie auch lieber mit dir zocken. Nutze die Interessen des anderen und verknüpfe diese mit passenden Spielen. Wenn sich dein Schatz beispielsweise für Fantasy-Filme oder -Romane interessiert, erzählt von einem passenden Rollenspiel und wie gut dieses zu eurem Partner passen würde. Übertragt die allwöchentliche Freude auf den neuen Tatort auf ein Krimi- oder Detektivspiel. Du verstehst das Prinzip…

2: Stelle den Spaß des Partners in den Vordergrund

Wenn du deinen Schatz für Gaming begeistern willst, dann muss zunächst dessen Spaß im Fokus stehen, nicht deiner. Wenn der andere vorher nicht viel mit Videospielen in Kontakt gekommen ist, wird die Angst vorm Scheitern für Ablehnung sorgen. „Ich kann das nicht“ oder „Dafür bin ich zu schlecht“ werden anfänglich häufige Ausreden sein, denn Nicht-Gamer glauben oft, man muss sich über Jahre spezialisiert haben, um Spaß am Daddeln zu haben. Du musst unbedingt klar machen, dass Können für den Spaß am Gaming keine Rolle spielt. Suche für den Anfang einfache Spiele mit sehr guten Tutorials aus oder setze auf Genres, in denen man nicht viel falsch machen kann. Die Telltale-Adventures bieten sich hier beispielsweise an, denn man benötigt nur etwas Timing (das kommt mit 2-3 Versuchen von ganz alleine) oder ändert einfach die Handlung, wenn man bei gewissen Entscheidungen nicht schnell genug reagiert und das Tempo ist auch noch niedrig. Wichtig ist, dass ihr eurem Partner die Dinge selbst herausfinden lasst und keinen Druck aufbaut, indem ihr alles vorweg nehmt.

3: Wähle die richtigen Spiele

Alles steht und fällt mit der Wahl der richtigen Games, die ihr gemeinsam spielen wollt. Viele Hobbies oder Aktivitäten bieten Analogien zu Videospielen. Denke aber nicht zu sehr in Hobby-Schubladen, sondern lasse dich von Geschmäckern oder der Denkweise des anderen inspirieren. Wer morgens mit Freude die Früchte für Müsli schnibbelt, hat vielleicht auch Lust auf eine Runde Fruit Ninja an der Xbox One mit Kinect. Passionierte Köche finden möglicherweise mit Cooking Mama ihren Gaming-Counterpart. Wie denkt mein Freund oder meine Freundin, was mag er oder sie? Mag er oder sie gerne Rätsel? Mag er oder sie den Wettkampf? Je besser du die Spielewahl auf die Charakterzüge deines Schatzes abstimmst, desto größer sind deine Erfolgschancen, Bae ebenfalls zum Gamer zu machen.

Dafür eignen sich anfänglich natürlich besonders Spiele mit lokalen Kooperativ- oder Multiplayer-Modi. Auf diese Weise hat jeder seine Aufgabenbereiche im Spiel. Der Koop-Modus von Portal 2 zum Beispiel ist leicht verständlich, erfordert sehr viel Zusammenarbeit beider Partner und bietet einen moderat steigenden Schwierigkeitsgrad und jede gelöste Aufgabe fühlt sich nach einer tollen Belohnung an. Das fesselt einfach sehr viele Menschen. Andere Games wie der Goat Simulator können durch ihren Sinn für Humor helfen, die mentale Mauer bei deinem Schatz einzureißen und dein Partner geht fortan offener mit dem Thema Gaming um. Für manche Paare funktionieren auch gemeinsame Horror-Erfahrungen, wie etwa Resident Evil 5 mit seinem Koop-Modus.

Für Fernbeziehungen können sich beispielsweise MMORPGs wie Final Fantasy XIV anbieten, die eine einfache Möglichkeit bieten, auch über weite Distanzen gemeinsam mit dem wichtigsten Menschen im Leben virtuelle Welten zu erkunden. Die Möglichkeiten, bei seiner großen Liebe mit Games zu Punkten sind reichhaltig, ebenso aber auch die Chancen, die Sache falsch anzugehen.

4: Konditionierung des Partners

Wenn du es geschafft hast und dein Lieblingsmensch sitzt mit dir vor der Konsole oder dem PC und lässt sich auf Gaming ein, dann ist dein Verhalten während des Zockens der Faktor, der darüber entscheidet, ob ihr in der Zukunft öfter zusammen daddelt oder nicht. Jetzt bloß nichts falsch machen, du hast es fast geschafft! Sei nicht herablassend. Dein Partner ist beim Thema Games noch unerfahren. Lache ihn oder sie nicht aus. Jeder hat eines Tages schließlich mal mit Gaming angefangen. Überschüttet ihn oder sie aber auch nicht zu sehr mit Lob. Bewahre einfach die Fassung, sei cool und gechillt und sei zwischendurch mal motivierend. Deine Gaming-Erfahrung heraushängen zu lassen, ist das Schlimmste, was du tun kannst.

Bei Multiplayer-Spielen, insbesondere bei kooperativen Games, solltet ihr die Verantwortlichkeiten ausgeglichen auf euch beide verteilen. Lass deinen Schatz ab und zu mal die Führung übernehmen, Dinge entdecken und Belohnungen sammeln, wie es die Entwickler für jeden Spieler vorgesehen haben. So etwas motiviert ungemein und sorgt dafür, dass dein Partner demnächst die Zeit öfter mit Gaming verbringen will. Ihr könnt auch Singleplayer-Games zusammen erleben, dabei solltest du deinem Partner aber nicht wie eine Helikopter-Mutter im Nacken hängen. Beobachtet zu werden ist unangenehm und schüchtert ein. Gebe zwischendurch Bestätigungen wie „Wow, coole Aktion“ oder „Das hast du unheimlich schnell gelöst“. Darüber hinaus bleibe im Hintergrund, lese zwischendurch auf deinem Smartphone, checke Snapchat oder Facebook oder erledige kurze, unangenehme Arbeiten wie das Ausräumen der Spülmaschine. Diese Arbeiten muss Bae dann auch nicht mehr erledigen, was einen netten Nebeneffekt hat und Gaming für deinen Partner nur noch attraktiver macht.

Das ist es! Wenn du diese Herangehensweise etwas personalisierst und für deinen Schatz maßgeschneidert adaptierst, wird du ihn oder sie bestimmt für Gaming begeistern können und ihr taucht in Zukunft öfter gemeinsam in virtuelle Welten ab. Gebt uns Bescheid, wenn Dr. LovePire dich und deinen Schatz beim Gaming zusammengeführt hat!

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