Evolve

Evolve eröffnet als einer der ersten Blockbuster das Spielejahr 2015. Mit dem Multiplayer-Hit Left4Dead haben sich die Turtle Rock Studios einen Namen gemacht und haben sich asymmetrische Gameplay-Szenarios auf ihre Fahne geschrieben. Immerhin ist Evolve das erste Spiel des Studios seit sechs Jahren, zugeschnitten auf die Power der neuen Hardware-Generation und ambitioniert genug, das Multiplayer-Genre zu revolutionieren. Es ist genau das, was man von dem neusten Titel der Turtle Rock Studios erwartet. Nach zahlreichen Stunden mit Evolve erklärt unser Monster-Test, warum der Shooter tatsächlich eine Revolution ist, aber auch, warum die Ambitionen der Entwickler zu gewissen Stolperfallen geworden sind.

Evolve-Goliath-Fire-Breath

Vier-gegen-Einen: unfair und trotzdem genial!

Evolve ist ein reiner Multiplayer-Shooter. Es gibt zwar einen Solo-Modus für Offline-Spiele, dann treten eben K.I.-Charaktere an eure Seite. Bei dem asymmetrischen Szenario des Action-Krachers gibt es ein Team aus vier Jägern, auf der anderen Seite gibt es ein Monster. Sowohl die Jäger als auch das Monster werden von menschlichen Spielern gesteuert. Vier-gegen-Einen, das klingt unfair. In Wahrheit sorgt dieses Spielprinzip für actionreiche Schlachten und jede Menge Spaß! Zugrunde liegt Evolve eine rudimentäre Hintergrundhandlung, die sich um den Planeten Shear dreht. Ein Außenposten der Menschen erforscht dort die Tierwelt und das vielfältige Ökosystem, was jedoch von einer Plage von Alienmonstern gestört wird, die schon auf anderen Planeten für Chaos und Zerstörung sorgten. Ein Team von vier Jägern soll das Monster erledigen und möglichst viele Kolonisten von dem Planeten holen.

Ein gutes Szenario für Vier-gegen-Einen-Kämpfe, denn das ist das Kernstück von Evolve. Die geheime Zutat für grandiosen Spielspaß ist die Imbalance zwischen den Jägern und dem Monster. Das vierköpfige Jägerteam besteht nämlich aus vier unterschiedlichen Klassen, die alle vier in jeder Partie besetzt sein müssen: Assault, Support, Medic und Trapper. In jedem Match können also inklusive Monster fünf Spieler teilnehmen, zwei Assault-Spieler oder zwei Medics sind nicht möglich. Schlüssel zum Sieg ist nämlich das Zusammenspiel der unterschiedlichen Klassen und deren individuellen Waffen und Fähigkeiten. Die Assault-Klasse sorgt für den Schaden und kämpft an vorderster Front. Trapper sind in erster Linie dafür zuständig, das Ziel aufzuspüren und durch Fallen festzusetzen oder kurzzeitig sogar in einer Energiearena einzusperren. Support-Spieler sorgen ähnlich wie die Assault-Klasse für heftigen Schaden beim Monster, können ihre Teammitglieder allerdings auch schützen. Medics kümmern sich natürlich um frische Lebensenergie und holen tote Spieler wieder zurück in den Kampf. Insgesamt gibt es 12 Jäger, drei in jeder Klasse. Grundsätzlich beherrschen die Jäger einer Klasse die gleichen Fähigkeiten, allerdings auf etwas unterschiedliche Art und Weise. Während Trapper Maggie beispielsweise mit Hilfe einer Kreatur namens Daisy dem Monster folgt, nutzt Griffin dafür Bewegungssensoren. Zu Beginn steht euch pro Klasse jeweils ein Charakter zur Verfügung, weitere müssen erst freigespielt werden.

Evolution

Auf der anderen Seite steht das Monster, das auf sich alleine gestellt ist. Während die Jäger zu Beginn des Matches an einem Startpunkt auf der Map ausgesetzt werden, beginnt das Monster in einer anderen Ecke der Karte mit seiner Evolution. Für das Monster ist das Ökosystem des Planeten sehr wichtig und es muss dieses Ökosystem zu seinem Vorteil nutzen, um zu wachsen, sich weiterzuentwickeln (engl. „evolve“) und im Kampf gegen die Jäger zu bestehen. Herumlaufende Tiere kann das Monster riechen, somit jagen und fressen, um so zunächst auf Stufe 2 und dann Stufe 3 aufzusteigen. Jene Tiere des Ökosystems verhalten sich autonom und gehen ihrem eigenen Leben nach, alleine oder in Rudeln. Manche sind aggressiv, andere nicht. Einige greifen auch die Jäger an, wenn diese zu nah kommen und auch fleischfressende Pflanzen können den Jägern gefährlich werden. Andererseits lockt das Monster Aasvögel an, wenn es frisst, wodurch die Jäger wiederum auf den Standort des Monsters aufmerksam gemacht werden. Evolve bietet eine überaus komplexe Welt, die sich beide Parteien zunutze machen können.

Einfach dem Monster nachrennen können die Jäger nicht, sie sind zu langsam und müssen sich ihrer lebenden Umgebung bewusst sein, wenn sie nicht von der Tier- oder Pflanzenwelt angegriffen werden wollen. Als Monster bedient man sich der umherlaufenden Nahrung, um Evolutionsstufen aufzusteigen. Damit einher gehen mehr und bessere Fähigkeiten, außerdem steckt das Monster auf höheren Stufen deutlich mehr Schaden ein. Ähnlich wie die verschiedenen Jäger-Charaktere pro Klasse gibt es verschiedene Monster-Typen. Goliath ist eine bullige Nahkampf-Kreatur, spuckt Feuer und wirft mit Felsen. Kraken kämpft besser aus einiger Distanz und kann beispielsweise Blitze abfeuern, während es durch die Gegend fliegt. Geist schlägt im Gegensatz zu Goliath und Kraken trotz effektiver Nahkampf-Attacken den Stealth-Weg ein, kämpft eher verdeckt und kann sich teleportieren – dabei kann es sogar einen Jäger mitnehmen und so von seinem Team separieren. Außerdem kann es zur Ablenkung ein Geist-Ebenbild für sich kämpfen lassen.

Ich bin seit 2004 Chefredakteur und Leiter von GamePire. Als Evil Genius hinter den Kulissen und Gaming/Tech-Nerd gehört FIFA für mich nach 15 Jahren in der Gaming-Industrie immer noch genauso jedes Jahr zu den Highlights wie krachende Action- und Horror-Games oder super-schnelle Racing-Titel. Über innovative Hardware freue ich mich immer sehr und bin zudem ausgesprochener Fan der VR-Technologie. Auf Social Networks bin ich zuhause! See you there!

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