Dungeon Lords
Dungeon Lords
Das neueste Werk von Entwicklerlegende D.W. Bradley ist fertig. Erwartet uns Segen oder Fluch?
06.07.05 um 18:49 von Thomas
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Weiterhin besonders ärgerlich sind mehrere Punkte. So fehlen bestimmte Features vollständig, obwohl sie ausführlich im Handbuch genannt werden. Die Rede ist zum Beispiel von dem Reparieren und Identifizieren von Gegenständen. In der Steuerungskonfiguration lässt sich die Taste für die Automap bestimmen, doch ist auch diese Funktion absolut funktionslos, da es die so genannte Karte noch gar nicht in das fertige Spiel geschafft hat. Wenigstens arbeiten die Entwickler noch an dem Spiel, denn während unserer Testphase wurde die Automap mittels Patch 1.3 hinterher geschoben. Die Händler sind ebenfalls sehr mühselig zu bedienen. Jeder Dolch muss einzeln verkauft werden, sodass ein gestapelter Verkauf nicht möglich ist. Schade deswegen, weil es einen Regler gibt, der diese Menge hätte einstellen sollen, aber sich nicht höher als eins regulieren lässt. Sehr, sehr ärgerlich!

Abrakadabra, drei mal fieser Zauber
Mehr als manches anderes 3D Rollenspiel bietet Dungeon Lords ein gewaltiges Sammelsurium an Zaubersprüchen. Insgesamt 109 Stück an der Zahl macht diese enorme Sammlung aus, welche sich jedoch in vier Hauptrichtungen der Magie unterteilt. Da wäre zum einen die arkane Magie. Diese Kunst lässt bei gekonnter Handhabung den zaubernden die Kräfte der Elemente nach seinen wünschen manipulieren. Ob grausame Eissperre oder feurige Feuerbälle, die Natur verhält sich nach euren Wünschen. Bei weitem gilt sie als die tödlichste von allen Magie Arten.
Einen andern Weg beschreitet da die celestinische Magie. Sie beschäftigt sich mehr mit der Konstitution der Zielperson. Heilzauber oder Schutzummantelungen sind die klassischste Form der Anwendung, aber auch die Beschwörungen von Angstzuständen oder die Vertreibung des untoten Gesindels machen die eigentliche Kernfähigkeiten aus. Anders dagegen die Höllenmagie, deren Anwendung nur über das Hinzufügen und Zusammenmischen des so genannten Hellen-Kataals möglich ist. Grundsätzlich ist Sinn und Zweck der dunklen Schule, die Beschwörung von gefallenen Kreaturen, die dem Meister als untote Scharen wieder beiseite stehen sollen. Außerdem steht die Runenmagie zur Verfügung. Diese wird auch als die vielseitigste Form der Magie beschrieben, deren Repertoire eine Vielzahl von offensiven und defensiven Zaubern in sich birgt. Durch die Kombination von zwei oder mehreren Runen wird ein Zauber gemixt, der je nach Anwender in den Stufen eins bis zwölf variieren kann.

Mein Auge sah weite Lande
Seit etlichen Stunden schon wandern wir durch die breite Flur des Kontinents, sehen Berge und Flüsse auf unseren reisen, waten durch die tiefsten Sümpfe und schlagen uns durch die dichtesten Wälder. Überwältigt von den großen Städten, ihren Schenken, Händlern, Schlössern und Gefängnissen, lassen uns daraufhin selbst die grausamsten Monster kein staunen mehr von uns geben. Richtig. Denn eines merkt man Dungeon Lords trotz seines recht unfertigen Zustandes an. Das Spiel ist nämlich schon seit längerem in der Mache und schon damals hatten die Screenshots qualitativ große Ähnlichkeit mit dem was wir heute zu sehen bekommen.
Zugegeben, vor zwei Jahren mag die Grafik wirklich noch gut ausgesehen haben, aber ist diese, verglichen mit dem heutigen Standard, recht veraltert. Möchte man sich alles dennoch noch schön malen und einreden, dass wirklich gute Rollenspiele vor Jahren auch keine Edeloptik wie in Shootern gebraucht haben, wird man trotz alledem die eindeutigen optischen Schwächen nicht ganz ausblenden können. Gleich zu Beginn mag der Wald nicht wirklich wie einer wirken, da die gesamte Fauna wie aufgepappt wirkt. Im ersten Dungeon und auch in den Folgenden glänzen die Wandtexturen nicht gerade mit Vielfältigkeit. Zudem ist das Design der Flure und Innenstädte an sich recht sporadisch gehalten, die Menge der Objekte wurde außerdem sehr gering gehalten.
Viele Gänge stehen einfach wie leer da. Keine kaputten Stühle, kein Kellerflair, rein gar nichts, was etwas Abwechslung auf den Bildschirm zaubert. Die Städte wirken teilweise wie tot, obwohl es sich im Grunde um eine brummende Metropole handeln sollte. Einzig allein die Stadtwachen und einige wenige NPC, die jedoch nichts Wichtiges zu melden haben, trudeln auf den ansonsten sehr einsamen Straßen umher. Manchmal sind es wirklich mehr Räuber und Banditen, die die Gassen bevölkern, als ehrliche Bürger selbst.

 Screenshots
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 Facts
Name: Dungeon Lords
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Heuristic Park/Crimson Cow
Genre: RPG/Hack&Slash
Spieler: n/a
HDTV bis zu: -
Speicher: Keine Angabe
Altersfreigabe: 16
Sprache/Texte: Deutsch/Deutsch
Geeignet für: Die Gothic oder Diablo mochten
Release:21.06.05
 Pro + Cons
 PRO:
+ Ausgefeiltes Charaktersystem
+ Kniffliges Schlösserknacksystem
+ Interessante Hintergrund Geschichte
+ Vielzahl an Gegenständen
+ Bosskämpfe recht unterhaltsam
+ Spiel hat riesiges Potenzial
+ Wird weiterhin gepacht
 CONTRA:
- Veraltete Grafik
- Zu wenig Abwechslung in den Dungeons
- Zu häufig vorkommende Monsterhorden nerven
- Zu leere Städte und Wälder
- Schlechtes Questbuch
- Zu wenig Nebenaufgaben
- Viele fehlende Features
- Kein Online-Modus verfügbar
- Schlechtes Handelssystem
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