Dungeon Lords
Dungeon Lords
Das neueste Werk von Entwicklerlegende D.W. Bradley ist fertig. Erwartet uns Segen oder Fluch?
06.07.05 um 18:49 von Thomas
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Wer war gleich noch dieser D.W. Bradley?
Für manche mag er noch ein unbeschriebenes Blatt sein, doch für andere löst allein der Name strahlende Gesichter, melancholische Erinnerungen an damalige Spielabende und vorfreudige Erwartungen aus. Die Rede ist von D.W. Bradley, einer Entwicklerlegende, die vor allem im RPG-Bereich eine größere Fangemeinde hinter sich herzieht. Zu seinen bekanntesten Projekten gehören die Teile V- VIII der Wizardy Reihe, Wizards& Warriors…Zugegeben, D.W. Bradley ist nicht ganz unumstritten als Entwicklerlegende, aber mag dies besonders an einer Tatsache liegen, denn die meisten Rollenspiele, die er bis dahin veröffentlicht hat, sind immer schon für ein bestimmtes Zielpublikum gemacht worden: Den Hardcore Rollenspieler. Die wenigen, die zugeben noch an komplexen Rollenspielen ihren Spaß zu haben, in denen nicht zwangsläufig die geballte Action oder die glänzende Grafik einem das Staunen entreißen lässt, fanden bei im ihren geistigen Vater.
Nein, bei seinen bisherigen Werken standen bisher immer ganz andere Mimen im Rampenlicht. Zum einen war da jedes Mal die sehr ausgewogene und spannende Geschichte, die jeden in seinen Bann gerissen hatte, und andererseits die ebenso fesselnde wie auch süchtig machende Charakterentwicklung mitsamt dazugehörigen Quests. Die älteren erinnern sich da gerne mal zurück an Wizardry VI: Bane of the Cosmic Forge oder Wizardry VII: Crusaders of the Dark Savant, die damals so manchem den Schlaf geraubt haben dürften. Das schier unglaubliche daran ist für heutige Verhältnisse jedoch eines: Die Programme fesselten damals an den Monitor, wie heute nur ein World of Warcraft.

Heute allerdings hat sich sehr viel in der Rollenspiellandschaft geändert und das damals als fast tot geglaubte Teil-Genre tritt nun immer häufiger in den meisten Games in abgewandelter oder abgespeckter Form wieder auf. Immer mehr vermischt sich nun dieser Spielezweig mit der Action der Hack&Slash Produkte alá Diablo, sodass auch ähnliche Entwicklungen, wie z.B. das aus deutschen Landen stammende Sacred, ebenso in kürzester Zeit eine feste Fangemeinschaft und einen längst angekündigten Nachfolger verzeichnen können. In der 3D Szene findet sich ein ähnliches Bild. Immer noch thronen RPGs wie Gothic 2 als im Bereich der dreidimensionalen Actionrollenspiele, sodass nun mal die Frage aufgeworfen wird, ob nicht dieser D.W. Bradley noch etwas zu ändern vermag. Mit Dungeon Lords, seinem neuesten potentiellen Meisterwerk, versucht er zumindest an diesem Image zu rütteln.

Eine neue Bedrohung bricht heran
Wie jedes andere klassische Rollenspiel präsentiert auch Dungeon Lords eine ausgefeilte Hintergrund Geschichte. Es herrscht Krieg zwischen den Armeen von König Davenmor, dem Streiter des Lichtes, und Grimmgrab, dem Herrscher der Düsternis. Trotz der Niederlage König Davenmors schickt er weiter seine Armeen in die Schlacht, um die Horden des Terrors zurück halten zu können und so sein Land weiter zu beschützen. Ursache des eigentlichen Kampfgetümmels war nämlich die Vorherrschaft im Magierzirkel. Die beiden Zauberer Galdryn und Volga schüren zwischen sich einen erbitterten Streit, deren Hintergedanke schon immer die Relikte der Macht waren. Derjenige nämlich, der das Geheimnis der Relikte besitzen sollte, wird Macht über die Kräfte des Himmels und der Hölle erhalten. Dem Magier Volga jedoch, dem der Zwist nach geraumer Zeit und langem Kampf viel zu kompliziert wird, veranlasst die anderen Magier im Zirkel dazu sich gegen Galdryn aufzuhetzen und ihn so in eine Falle zu locken, in der er letztendlich doch noch erliegt. Ohne die Unterstützung Galdryns sind die Armeen Davenmors aber chancenlos und würden Grimmgrab unterliegen. Die einzige Hoffnung besteht lediglich noch darin, Ellowyn, die Tochter Davenmors, Grimmgrab zur Frau zu geben. Diese jedoch bricht über dieses Urteil erzürnt in einem Streit mit ihrem Vater und schwört ihm Grimmgrab niemals zu heiraten, da sie einzig und allein Valdane, den königlichen Hauptmann der Wache, liebt und nichts sie davon abhalten könne. Damit schien die letzte Hoffnung, das Königreich doch noch zu retten. Unterdessen mobilisierten sich die Armeen des Terrors wieder vor den Landen und drohen alles zu zerstören. Ein Seher des Celestinischen Ordens hat unseren Helden auserwählt, um alle vor dem Dunkel zu retten. Die Rettung der Welt liegt somit in des Spielers Händen. Wer hätte es auch anders erwartet?

Abenteuer Charaktererschaffung
Bevor jedoch die Welt von dem Bösen befreit werden darf, tiefe Dungeons erforscht oder heldenhafte Taten vollbracht werden dürfen, steht immer erst die Generierung eigener Recken auf den Plan. Allein da steht einem schon die Qual der Wahl bevor. Soll es ein flexibler Mensch sein, oder gar ein hart gesottener Zwerg? Elfen hingegen sind weise Wesen und verstehen sich gut mit Magie oder Fernwaffen, wie dem Bogen. Wem das alles nicht gefällt, der darf wiederum die riesigen, rustikalen Urgoth wählen. Doch mit der Wahl des für den Spieler sympathischsten Völkchens ist es lange nicht getan, denn gleich darauf steht die Bestimmung einer Charakterklasse an, dessen Möglichkeiten sich jedoch stark in Grenzen halten. Zu Beginn des Spieles lassen sich gerade mal vier verschiedene Klassen (Adept, Kämpfer, Magiebegabter, Schurke) wählen, im gesamten Spiel können jedoch bis an die 33 erreicht werden.
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 Facts
Name: Dungeon Lords
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Heuristic Park/Crimson Cow
Genre: RPG/Hack&Slash
Spieler: n/a
HDTV bis zu: -
Speicher: Keine Angabe
Altersfreigabe: 16
Sprache/Texte: Deutsch/Deutsch
Geeignet für: Die Gothic oder Diablo mochten
Release:21.06.05
 Pro + Cons
 PRO:
+ Ausgefeiltes Charaktersystem
+ Kniffliges Schlösserknacksystem
+ Interessante Hintergrund Geschichte
+ Vielzahl an Gegenständen
+ Bosskämpfe recht unterhaltsam
+ Spiel hat riesiges Potenzial
+ Wird weiterhin gepacht
 CONTRA:
- Veraltete Grafik
- Zu wenig Abwechslung in den Dungeons
- Zu häufig vorkommende Monsterhorden nerven
- Zu leere Städte und Wälder
- Schlechtes Questbuch
- Zu wenig Nebenaufgaben
- Viele fehlende Features
- Kein Online-Modus verfügbar
- Schlechtes Handelssystem
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