Da-Da-dümm dümm-dümm! Man nennt ihn Ruuuuhuuufuus. Rufus ist zurück und damit auch das namensgebende Chaos auf Deponia. Daedalic bringt die Fortsetzung ihres sehr erfolgreichen Point & Click-Adventures Deponia, das erst im Januar dieses Jahres auf den Markt kam. Der erste Teil tummelte sich unter anderem für lange Zeit auf den oberen Plätzen der Amazon-Charts und versammelt noch immer eine stetig wachsende Fan-Gemeinde um sich. Die Spiele-Macher von Daedalic konnten auch die nahezu fanatischen Forderungen der Fans nach einer weiteren Edna bricht aus-Ausgabe erfüllen und die bisherigen beiden Deponia-Spiele der geplanten Trilogie stehen dem bestbewerteten Spiel von Daedalic in nichts nach!
Höher, schneller und noch viel weiter
Chaos auf Deponia, wie der zweite Teil der als Trilogie angelegten Serie offiziell heißt, ist größer, schwerer, witziger, intensiver, härter und farblich weniger trist als sein Vorgänger. Mit solchen Standardfloskeln und Superlativen werden Fortsetzungen gerne umschrieben. Im zweiten Teil wird noch ein Pfund draufgelegt, Kritik wird sich zu Herzen genommen und alles soll besser gemacht werden. Daedalic hält sich zwar vorbildlich an diese Spielregel, zeigt aber gleich zu Beginn des Spiels, dass man sich dabei keinesfalls zu ernst und selbst gerne auf die Schippe nimmt. Hemmungslos wird über das Ende des ersten Teils hergezogen, welches für viele Spieler einfach zu abrupt kam. Der Hauptcharakter Rufus kündigt dann auch noch höchstpersönlich an, dass es sich bei Deponia um eine Trilogie handelt.
Wer jetzt aus Erfahrung heraus eine Fortsetzung mit offenem Ende für das große Finale erwartet, irrt sich! Chaos auf Deponia hat eine in sich geschlossene Handlung, die nahtlos an den ersten Teil anknüpft und den Spieler mit einem runden Ende sehr feinfühlig zum dritten Teil hinführt. Ein Durchspielen des ersten Teils ist nicht zwingend notwendig, man findet sich nämlich auch so zurecht, dennoch legen wir euch den ersten Teil wärmstens ans Herz, da sonst eine Menge Spielwitz und Anspielungen verloren gehen und euch gewisse Informationen fehlen. In jeder Ecke gibt es nämlich solche Anspielungen, Running-Gags und ein Wiedersehen mit bereits bekannten Charakteren. Davon abgesehen ist Deponia wirklich ein Spiel, das ihr gespielt haben solltet.
Previously on Deponia...
Chaos auf Deponia ist ein Point & Click-Adventure ganz nach alter Schule. Dies bedeutet, dass euch von spielerischer Seite aus vor allem - meist bizarre - Kopfarbeit abverlangt wird. Mit der Maus klickt ihr euch durch die verschiedenen und handgezeichneten Orte, woraufhin Rufus mit schönen und flüssigen Animationen diverse Gegenstände sammelt und kombiniert und dabei so manches hartnäckige Rätsel knackt. Im Gegensatz zum Vorgänger, bei dem die Rätsel stellenweise etwas abfielen, hält Chaos auf Deponia das großartige Niveau der Denkaufgaben sehr viel konstanter. Darüber hinaus werden die Rätsel auch noch etwas logischer aufgelöst und besser in die Handlung integriert als es beim Vorgänger der Fall war.
Im Vordergrund bei der Lösung stehen die genialen Dialoge im Spiel, in denen ihr dem Gegenüber Tipps zum Weiterkommen entlocken könnt. In erster Linie geht es bei den meisten Point & Click-Adventures um eine gute Unterhaltung und so klickt man sich mit viel Spaß bis zum Sieg über die gestellten Aufgaben. Es ist ein Genre, das sich selbst nie wirklich ernst genommen hat, was jedoch nicht heißen soll, dass nur Klamauk herrscht. Kein anderes Videospielgenre spielt so geschickt mit Klischees und sorgt seit den späten 80er Jahren für unzählige Lacher vor den Rechnern. Die beiden bisherigen Deponia-Spiele treiben diese Unterhaltung auf einem unerhört hohen Niveau. Was im ersten Teil von Deponia geschah, wollen wir daher mal kurz zur Auffrischung oder zur Übersicht erzählen, ohne aber zu viel vorwegnehmen zu wollen.
Was bisher geschah: Der selbsternannte Bastler Rufus lebt auf dem Müllplaneten Deponia. Von einer selbstzerstörerischen Motivation getrieben, versucht er immer wieder die Flucht von dem Planten. Jene Flucht zur Raumstation Elysium, die Deponia als Mülldeponie nutzt, misslingt ihm dabei stets auf spektakuläre Art und Weise, doch mit Hilfe einer Rakete schafft er es zumindest bis auf einen Luftkreuzer, der auf dem Weg nach Elysium ist. Dort trifft er auf die Elysianerin Goal und landet ungeschickterweise mit ihr wieder auf Deponia. Während man sich mit den Einheimischen herumschlägt, versucht man die bewusstlose Goal mit einer ganz besonderen Kaffee-Mixtur zu wecken und deckt nebenbei eine große Verschwörung auf. Das ist, in aller Kürze und mit vielen unverzeihlichen Aussparungen, erst der Anfang der Geschichte von Deponia, an die Chaos auf Deponia natürlich anknüpft. Mehr über den ersten Teil von Deponia könnt ihr auch noch in unserem Review nachlesen.
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Facts
Name:
Chaos auf Deponia
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller:
Daedalic Entertainment
Genre:
Adventure
Spieler:
1
HDTV bis zu:
1080p
Zusatz-Info:
min. 5.0GB freier Festplattenspeicher
Altersfreigabe:
Ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte:
Deutsch
Geeignet für:
Adventure-Fans, Liebhaber des Vorgängers und anderer Daedalic-Spiele.
Release:
12.10.12
Pro + Cons
PRO:
+ Deutlich spürbare Charakter-Entwicklung
+ Charaktere mit Tiefe
+ Genialer Wechsel zwischen Komik zu Tragik
+ Hervorragende Dialoge
+ Konstant hohes Rätsel-Niveau
+ Rätsel sehr gut in die Handlung integriert
+ Schöne und flüssige Animationen
+ Wiedersehen mit bekannten Charakteren
+ Sehr viele Schauplätze
+ Tipps zur Eroberung jedes Frauen-Typs
+ Interessante Story-Twists
+ Sidekicks über Sidekicks über Sidekicks
+ Ausgezeichnete deutsche Sprecher
+ Schnabeltiere
+ Mini-Games können übersprungen werden
+ Poki singt wieder
+ Über 8 Stunden Spielzeit
CONTRA:
- Ein paar Bugs
- Einige Aufgaben zu langwierig
- Kein Journal
- Geringer Wiederspielwert
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