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Auf der E3 2006 zeigte Quantic Dream eine Technologie-Demo für die PlayStation 3, genannt The Casting, die viele vom Hocker haute. Zu sehen war eine Frau, die in einer Küche einen Monolog abhielt und das mit sehr viel Emotion und kinoreifen Animationen. Alles wirkte einfach so realistisch, dass man gespannt war, in welchem Spiel dies alles Verwendung finden würde. Sony kündigte später Heavy Rain an, dass von Quantic Dream exklusiv für die PlayStation 3 entwickelt werden sollte. Doch weitere Details zum Spiel gab es nicht, niemand wusste wie das Gameplay des Spiels funktionieren würde. Bis jetzt!
Das Warten auf Neuigkeiten zu Heavy Rain hat ein Ende, denn wir haben die ersten Informationen zum Gameplay von Heavy Rain! David Cage, Writer und Director des Spiels und Chef von Quantic Dream präsentierte uns eine erste Demo von Heavy Rain und erklärte uns, welche Ideen hinter dem Game stehen und demonstrierte uns auf der Games Convention hinter verschlossenen Türen die Spielmechanik des Titel.
Wie David sagte, stehen einige ganz simple Ideen hinter Heavy Rain. Man will einen Thriller für Erwachsene schaffen, eine von der Story vorangetriebene Erfahrung bieten. Die Entwickler von Quantic Dream finden, dass Spiele mittlerweile auch Geschichten für Erwachsene erzählen können. Heavy Rain hat keine Zwischensequenzen, denn man soll die Story nicht anschauen, man soll sie spielen und erleben. Der Spieler soll sich voll und ganze mit dem Charakter identifizieren, soll sich um ihn kümmern. Daher basiert die Spielmechanik und das Gameplay auch nicht wie gewöhnlich auf Springen, Schießen, Fahren oder Gegner töten.
Die uns gezeigte Demo wird nicht Teil des Spiels sein, denn man will von der Story noch nichts verraten und hat diese Demo lediglich zur Pressevorführung entwickelt, um das Gameplay von Heavy Rain zu erklären. Im Hauptmenü der Demo sieht man im Hintergrund den Kopf des weiblichen Hauptcharakters. Die visuelle Qualität ist unglaublich, jede Menge Details wo man nur hinsieht. In den Augen erkennt man kleine Äderchen und einen sehr realistisch wirkenden Glanz. Die Augen bewegen sich ultrarealistisch und wie David später bestätigt, ist man besonders stolz auf die Augen und hat Motion Capture-Aufnahmen dafür verwendet. Eine fotorealistische Optik, die kaum noch einen Unterschied zur Realität erkennen lässt. Alles, was man sieht, ist Echtzeit und das gleiche Charakter-Modell wird auch im Spiel selber verwendet!
Laufen, interagieren und sprechen gleichzeitig
Als die Demo startet, sieht man nach einer kurzen Ladezeit den weiblichen Hauptcharakter, der auf einem Motorrad den Highway hinunter fährt. Heavy Rain spielt in den USA in einer Stadt an der Ostküste. Das Motorrad biegt in eine Wohngegend ab und hält dort vor einem Haus. Der weibliche Charakter untersucht das Verschwinden von Frauen und hat einen Hinweis erhalten, dass in dem Haus, vor dem sie steht, etwas zu finden sei.
Auch hier ist der Charakter unglaublich detailliert, ebenso die Umgebung. Regentropfen prasseln auf ihre Schulter und der Hintergrund mit der Nachbarschaft (die man komplett erkunden kann) und dem besagten Haus ist nicht minder entzückend. Was sofort auffällt ist, dass es kein HUD gibt. Alles sieht nach Zwischensequenz aus, doch eben das ist ein Aspekt von vielen, der Heavy Rain ausmacht: Es sieht nach Zwischensequenz aus, doch man spielt längst selber! Wie das genau funktioniert, verraten wir nun.
Die Steuerung ist recht innovativ: Ihr steuert quasi nur den Kopf und die Schultern des Charakters über den rechten Analog-Stick, die Kamera bewegt sich dann leicht mit und erst durch das Betätigen der R2-Taste läuft der weibliche Star des Spiels in die entsprechende Richtung. Auf diese Weise könnt ihr euch fortbewegen, das Spiel gleicht eure Bewegungen automatisch aus, so dass ihr an keinen Ecken und Kanten hängen bleibt. Geht ihr beispielsweise eine Treppe hinauf, greift der Charakter an das Geländer oder stützt sich an Wänden ab.
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