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Auf leider nur fünf aufgabenbasierten Multiplayer-Maps treten beide Teams gegeneinander an, wo es dann Aufgaben ähnlich des Singleplayer-Modus zu erfüllen gilt. So soll das Team der Menschen die Necromorphs mit Hilfe einer Brennstoffzelle auslöschen, während das Team der Necromorphs dies natürlich verhindern und die Menschen töten soll. Wie erwähnt gibt es leider nur fünf Maps, dafür sind die Locations auf der Sprawl für den Multiplayer-Modus völlig neu kreiert worden und kein Levelrecycling aus der Solo-Kampagne.
Dead Space 2 punktet trotzdem mehr durch seinen Einzelspieler-Modus, denn zum einen ist der Multiplayer-Part lange nicht so angsteinflößend wie der Story-Modus, da man nicht mehr alleine durch die Level streicht, zum anderen kann es der Multiplayer-Modus vom Tiefgang her nicht mit Mehrspieler-Schwergewichten wie Call of Duty aufnehmen. Daher ist der Mehrspieler-Part von Dead Space 2 eine gelungene Beigabe, die auch durchaus kurzweiligen Spaß bringt - aber eben nur kurzweilig.
Schaurig schöne Präsentation
Visuell feuert Dead Space 2 ein echtes Feuerwerk ab und präsentiert sich in einer grandiosen Optik. Die Texturen sind erstklassig und beeindrucken durch viele Details, so dass selbst solch filigrane Dinge wie mit Blut ganz klein an Wände geschriebene Warnungen gut lesbar sind. Auch die überall hängenden Werbeposter wie im Einkaufszentrum sind klar erkennbar und beinhalten keine pixeligen Stellen. Ebenso optisch beeindruckend zeigt sich Isaac, dessen Gesicht oder Anzug die visuelle Klasse von Dead Space 2 nochmals unterstreichen. Im Gegensatz zu Isaac müssen die NPCs (Non-Playable-Characters) in Sachen Optik jedoch kleine Abstriche hinnehmen, während die Necromorphs wieder voll auftrumpfen. Mit dem verstörenden Design der außerirdischen Wesen haben sich die Entwickler wirklich selbst übertroffen. Schlichtweg krank wirkende Animationen, blutige und eitrige Stellen am Körper und aus Wundöffnungen austretende Flüssigkeiten lassen das Ekellevel rasant ansteigen.
So furchterregend schön wie die Necromorphs sind auch die Umgebungen. Die von euch besuchten Areale sind detailverliebt kreiert worden und zeigen sich sehr viel abwechslungsreicher als noch beim Vorgänger. Umgebungen voll von Leichen, Zerstörung und Bränden schaffen eine derart dichte und bedrückende Atmosphäre, dass diese zusammen mit den Schockmomenten bisher unerreicht bleibt. Kein Spiel versprüht so viel Horror und Ekel wie Dead Space 2!
Unterstützt wird die düstere und wirklich beklemmende Atmosphäre durch tolle Lichteffekte und zwar nicht nur dann, wenn ihr den Flammenwerfer einsetzt. In den Gängen flackert das Deckenlicht und scheint durch Rauch und Nebel, während auf dem Schuldeck das Licht durch die bunten Fenster strahlt und die Sonne auf dem Solarfeld enorm blendet.
Sehr cool sind auch die Physikeffekte in der Schwerelosigkeit, wenn beispielsweise Leichen und Gegenstände durch den Raum schweben, von euch physikalisch korrekt beeinflusst werden können oder beim Einschalten der Schwerkraft alles gleichzeitig zu Boden fällt. Ohnehin nimmt die Physik dieses Mal eine größere Rolle ein, denn wie bereits erwähnt können Gliedmaßen der Gegner nun zum Aufspießen genutzt oder Gegner durch ein Vakuum in den Weltraum gesogen werden.
Ohne das grandiose Sounddesign, wäre Dead Space 2 nur halb so gruselig
Der Sound besitzt bei Dead Space 2 wie schon beim Vorgänger für die Atmosphäre einen mindestens ebenso großen Stellenwert wie die Optik. Wenn man nur den Geräuschen lauscht und seine Augen schließt, bekommt man es schon mit der Angst zu tun. Den Soundtechnikern bei EA gebührt hier großes Lob, denn die Soundkulisse präsentiert sich einfach überragend, was Geräusche ebenso einschließt wie die Laute, die die Necromorphs von sich geben.
Auch die deutsche Synchronisation ist gelungen, was wichtig ist, da Isaac im Gegensatz zum Vorgänger nun auch eine Sprechrolle erhalten hat, dieses Mal seinen Senf dazu geben und ausdrücken darf, wie beschissen seine Lage doch ist. Die Qualität des englischen Originals erreicht die deutsche Ausgabe jedoch nicht, wer dem Englischen also mächtig ist, sollte auf das Original setzen.
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