Dead Space 2
Dead Space 2
Isaac Clarke dachte, der Horror sei vorbei... Doch die Necromorphs sind zurück!
27.03.11 um 16:45 von Stefan
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Wie es sich für einen gewaltigen Nachfolger wie Dead Space 2 gehört, stehen außerdem einige neue Abbauwerkzeuge zur Verfügung, mit denen ihr den alten und neu hinzugekommenen Necromorphs, darunter Babies, die sich tarnenden Stalker oder die schleimspuckenden Puker, zu Leibe rücken könnt. Selbst Minen erweitern nun Isaacs Waffenrepertoire und geben euch neue strategische Möglichkeiten im Kampf.

Strategisches Zerstückeln
Dead Space 2 ist ein Action-geladener Shooter, dennoch macht ihr euch ohne einigermaßen kalkuliertes Vorgehen das Leben nur selber schwer. Strategic Dismemberment (strategisches Zerstückeln) spielt bei der schnell einsetzenden Munitionsknappheit - ballert man zu wild herum - nämlich auch dieses Mal eine wichtige Rolle. Wie schon im Vorgänger gilt es, die Necromorphs nach allen Regeln der Kunst fachgerecht zu zerlegen und heran sprintenden Gegnern beispielsweise die Beine abzuschießen, um diese zu stoppen. Schließlich haben die Necromorphs dazugelernt und agieren intelligenter als noch im Vorgänger. In einem Hangar voller großer Container im sechsten von insgesamt 15 Kapiteln greifen diese zum Beispiel aus allen möglichen Richtungen an, nachdem man vor sich zunächst nur schnell eine Kreatur durch das Taschenlampenlicht hat huschen sehen und ein seltsames Kratzen und umstürzende Gegenstände erst in der einen, dann in der anderen Ecke und schließlich hinter sich hörte.
Neben den neuen Necromorphs lassen Visceral Games auch regelmäßig von ihrer reinen Körpergröße deutlich überlegenere Boss-Gegner auf euch und Isaac los. Diese beeindrucken durch ihr abstoßendes, aber cooles Design und sind manchmal nur durch den Einsatz der Umgebung zu stoppen. Dafür muss man die garstigen Viecher aber zunächst mal schwächen, doch wir wollen das schwierige Rätsel, wie man dies genau bewerkstelligt, nicht vorwegnehmen und ihr solltet schon selbst herausfinden, wieso alle Boss-Gegner mit riesigen, auffällig gelb-leuchtenden Stellen am Körper herumrennen.
Natürlich gibt es auch wieder sporadische Rätsel, die zwar nicht wirklich viel Gehirnschmalz erfordern, aber dennoch über das "Schlüssel holen – Schlüssen woanders verwenden"-Prinzip hinaus gehen. So müssen oft Isaacs Stase- oder Kinese-Fähigkeiten genutzt werden, um Dinge zu verlangsamen oder Objekte wie defekte Batterien auszutauschen. An einer Stelle im Spiel gelangt ihr in ein Zero-G-Areal, in dem euch ein Feuer den Weg versperrt. Hier müsst ihr mit euren Fähigkeiten die Sauerstoffversorgung deaktivieren, um das Feuer zu ersticken.

Die Sprawl
Enorm bereichert wurde darüber hinaus das Level- und Missionsdesign. Statt ausschließlich durch die engen Gänge der USS Ishimura zu laufen und jede größere Aufgabe mit dem Weg zur Monorail abzuschließen, bietet die riesige Sprawl-Raumstation nun deutlich weitläufigere und variantenreichere Areale, während sich das Design eurer Aufgaben nicht mehr ganz so missionsbasiert zeigt. So führt euch eure Flucht beispielsweise in eine Art Space-Einkaufszentrum, ihr kämpft euch durch die Church of Unitology, fliegt über das Solarfeld und stattet der CEC-Anlage einen Besuch ab, um mit Isaac lebend dem Horror zu entkommen. Die Monorail muss nicht mehr zum Schluss eines jeden Kapitels aufgesucht werden, während die nützliche Richtungsanzeige zum nächsten Aufgabenziel geblieben ist.
Des Weiteren wurde das Backtracking, das im ersten Teil noch sehr präsent war, stark reduziert und ihr müsst nicht mehr ständig die gleichen Gänge wieder und wieder ablaufen, nur um die Spielzeit zu strecken. Zwar hat sich die Spielzeit der Singleplayer-Kampagne mit etwa zehn bis elf Stunden nicht großartig erhöht, doch da das Levelrecycling nicht mehr so oft zum Strecken der Spielzeit eingesetzt wird, ist das Gefühl der Befriedigung nach dem Beenden des Spiels viel größer und ihr fühlt euch wie nach einem atemberaubend rasanten und schaurig schönen Traum, bei dem ständig frische Eindrücke auf euch einprasseln. Spektakulärer könnten diese auch kaum sein.

Geteilte Furcht ist halbe Furcht
Neben dem packenden und schweißtreibenden Singleplayer-Modus könnt ihr in Dead Sapce 2 zum ersten Mal in der Geschichte der Serie auch in 4vs4-Online-Multiplayermatches antreten. Ihr wählt dabei entweder das Team der Menschen oder übernehmt im anderen Team die Kontrolle über die Necromorphs.
Das menschliche Team schlüpft dabei in die Rolle eines Sprawl-Sicherheitsteams und ist mit dem Sprawl-Sicherheitsanzug ausgestattet. Ihr könnt außerdem den Look des Anzugs anpassen und festlegen, welche Waffen ihr mitnehmen wollt. Über ein progressives System schaltet ihr außerdem nach und nach neue Waffen und andere Anzugteile frei.
Im Gegensatz dazu übernimmt das Team der Necromorphs die Kontrolle über Spitter-, Lurker-, Puker- oder Pack-Monster, die allesamt über eigene individuelle Angriffe verfügen, welche von Nahkampfattacken bis hin zu Team-Angriffen reichen.
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 Facts
Name: Dead Space 2
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Visceral Games/EA
Genre: 3rd-Person-Action/Horror
Spieler: 1-8 (online)
HDTV bis zu: 1080p
Xbox Live: Onlinespiele/Ranglisten/Content-Download
Altersfreigabe: Ohne Jugendfreigabe gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Horror- und Action-Fans.
Release:24.02.11
 Pro + Cons
 PRO:
+ Exzellente Optik
+ Sehr persönliche und nachvollziehbare Story
+ Beklemmende Atmosphäre
+ Spektakuläre Inszenierung
+ Erstklassige Schockmomente
+ Abwechslungsreicher in allen Bereichen
+ Verbesserte Zero-G-Abschnitte
+ 360-Grad Zero-G-Steuerung
+ Button für schnelle Heilung und Stase-Aufladung
+ Verbesserte Nachkampfangriffe
+ Gegner können nun aufgespießt werden
+ Neue Abbauwerkzeuge
+ Schaurig schönes Gegnerdesign
+ Neue Necromorphs
+ Größere Areale als im Vorgänger
+ Multiplayer-Modus
+ Grandioses Sounddesign
+ Uncut in Deutschland (abgesehen von Friendly Fire im MP)
 CONTRA:
- Zu simple Rätsel
- Nur fünf Multiplayer-Maps
- Menschliche NPCs optisch etwas hinter Isaac
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