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Strategiespiele sind auf Konsolen rar gesät, nur wenige Spiele füllen dieses Genre aus. Ganz anders auf dem PC: Erst Anfang des Jahres veröffentlichte EA mit Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde II für den PC den sehnlichst erwarteten Nachfolger zum Strategiehit. Die Technik wusste zu begeistern und der Der Herr der Ringe-Hintergrund lockte die Fans. Aber auch inhaltlich konnte Teil 2 überzeugen. Taktik- und Strategien wurden gefordert, auch der Aufbau-Anteil war gut gelungen.
Der große Erfolg der PC-Version war für EA also wenig überraschend und das Potential der Next Generation-Konsolen groß genug für eine adäquate Umsetzung des Spiels auf eben solche. Da bisher nur die Xbox 360 erhältlich ist, kündigte EA also Die Schlacht um Mittelerde II für die 360. Wie wird sich das Game mit dem GamePad steuern? Kommt man auch ohne Maus gegen Sauron an? Wir klären auf…
Der Spielinhalt ist größtenteils unverändert zur PC-Fassung geblieben. Deshalb wollen wir in diesem Test vor allem auf die konsolenspezifischen Unterschiede eingehen. Diese betreffen besonders die Steuerungsmechanik sowie die technische Umsetzung. Wer mehr zum genauen Spielablauf wissen möchte, dem legen wir unseren Test von Schlacht um Mittelerde II für den PC ans Herz, Pro- und Contra-Punkte könnt ihr nahtlos übernehmen.
Was ist anders?
Bei der Portierung hat das Team von EA - abgesehen von der Steuerung - nur wenig verändert, dennoch fällt dem Kenner auf, dass die Planungsphase sowie der der Helden-Creator (es gibt aber genug freischaltbare Heldentypen) gestrichen wurden. Beide waren auf dem PC zwar nicht zu 100% ausgereift, dennoch hätten wir diese lieber in überarbeiteter statt in fehlender Form auf der Konsole gesehen. Mit diesen beiden Kürzungen kann man noch leben, jedoch verwundert die Tatsache, dass auch der Risiko-Modus zum Opfer des Skalpells wurde.
Der sehr dynamische Risiko-Modus erlaubte es dem Spieler, sich vollkommen auf der Karte von Mittelerde auszutoben, wo man schalten, walten und bauen konnte wie einem gerade lieb war. Das Fehlen dieses Features schmerzt daher schon deutlich mehr als die beiden vorangegangenen Punkte.
Während man die K.I. weiter auf schwachem Niveau beließ und die Story noch genauso unspektakulär auf den Spieler prasselt wie im PC-Original, hat man für die 360-Version dennoch den Multiplayer-Modus gestärkt. Ganze vier exklusive Modi mit insgesamt rund 40 Maps schmücken die Xbox Live-Unterstützung aus. In "König des Hügels" kämpft ihr um Gebäude wie etwa eine Festung, in "Besetzen und Halten" ist der Name Programm: Ihr besetzt eine Festung und müsst diese auf Zeit halten. Hier sind Mauern auch endlich besetzbar, man kann also endlich Personal stationieren und Mauern können auch nur noch von Katapulten eingerissen werden.
Im Modus "Rohstoffsammler" wird der beste Rohstoffsammler gesucht und in "Held gegen Held" zieht ihr mit euren vier Helden in den Kampf. Damit wäre der sehr flüssig laufende Multiplayer-Kampf auch schon gut beschrieben, den ihr mit bis zu vier Spielern im World Wide Web austragen könnt.
Die Steuerung: Ein Problem das zu lösen war?
Auf jeden Fall! Viele hatten bei Ankündigung Angst, EA könnte Manöver und Befehle streichen, um die Steuerung mit GamePad für den Benutzer komfortabler zu gestalten. Davon ist jedoch nichts zu sehen! EAs Devise: Umsetzung ohne jegliche Abstriche. Und tatsächlich, mit dem Pad lässt sich das Spiel besser kontrollieren als vermutet.
Man muss jedoch deutlich sagen, dass es sich anders steuert als mit der Maus, die ohne Zweifel auch die bessere Kontrollmöglichkeit darstellt. Doch nach etwas Eingewöhnungszeit und dem Tutorial hat man seine Männer im Griff.
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