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Wie schön hätte das Leben auf Mittelerde sein können. Dank des mutigen Einsatzes tapferer Menschen, Zwerge und Elben war es letztendlich doch gelungen den dunklen Herrscher Sauron zu besiegen, den Ring der Macht zu zerstören und Mittelerde vor dem Dunkel zu bewahren. Doch wer meint, die Regionen von Mittelerde nunmehr als einen Ort besseren Abenteuerurlaubs zu sehen, der irrt. Dank EA darf der Spieler nun endlich wieder zurückkehren in die Welt von Frodo und Gandalf und sich dem Bösen abermals zu wehr setzen.
Doch wie setzt man eine Geschichte fort, die eigentlich schon beendet ist? Die Entwickler von Schlacht um Mittelerde haben es sich nicht nehmen lassen, ein wenig in den Büchern von Tolkien nach neuem Geschichtsstoff zu suchen und sind tatsächlich fündig geworden, denn während der Ringkrieg im Süden Mittelerdes tobte, waren im Norden noch vereinzelt Angriffe auf andere große Festen der Elben und Zwerge im Buch vermerkt. Genau diese Thematik hat sich Electronic Arts zunutze gemacht und innerhalb kürzester Zeit einen Nachfolger entwickelt. Aber wie spielt sich der zweite Teil eines der besten Strategiespiele des Jahres 2004 wirklich?
Neues und Altes
Neben einer Menge altbewährtem aus dem ersten Teil haben auch etliche Neuerungen ihren Weg ins Spiel gefunden. Die wichtigste Neuerung dürften die drei neuen spielbaren Parteien (Elben, Zwerge und Goblins) sein. Jede dieser Parteien fügt sich spielerisch glänzend in das Spiel ein. Die Zwerge, die als hervorragende Verschanzungsmeister glänzen, sind genau so stimmig wie die flinken und geschickten Elben, die besonders im Umgang mit Pfeil und Bogen ihre Paradedisziplin sehen. Die Goblins auf Seiten der Bösen bilden eine gute Kombination qualitativ minderer Einheiten und großen Kreaturen wie Riesen oder Drachen. Ebenso interessant klingt auch der Ringkrieg Modus, der es erlaubt, den gesamten Ringkrieg im Stile von “Risiko“ nachzuspielen. Dies darf allein oder mit einigen Freunden per LAN oder Internet gemacht werden.
Um Held zu sein, bedarf es wenig
Und so ist es wirklich. Dank EA darf nämlich nun jeder an der Seite von Aragon oder Gandalf kämpfen und durch den im Spiel integrierten Editor ist es möglich, frei nach Wunsch eigene Recken zu erschaffen. Ob nun Mensch, Zwerg oder gar Ork oder Troll, jegliche Rasse und Klasse kann bestimmt werden und ähnlich einem Hack & Slash können passend zur Charakterklasse die gewünschten Skills pro Stufe ausgesucht und verbessert werden.
Während der Testphase fiel jedoch auf, dass die selbst kreierten Helden oftmals ein wenig zu stark werden können, wie überhaupt die Helden im Spiel sehr stark ausgefallen sind, wodurch einige Balancing-Problemen auftreten.
Allerdings kann vor jeder Partie bestimmt werden, ob mit oder ohne eigens erstellten Helden gespielt werden soll. An und für sich eine tolle Idee, doch wirkt die Umsetzung, trotz umfangreichem und gutem Skillsystem, viel zu aufgesetzt und hat im Wesentlichen keinen tieferen Sinn, dienst deshalb nur als super Gimmick.
Aus alt mach neu
Aber nicht nur die neuen Parteien bilden Abwechslung im Spielgeschehen, sondern auch die bekannten Parteien haben allesamt eine Generalüberholung erhalten. Bei den Menschen gibt es nun eine Fraktion, die die beide Stärken und Schwächen von Rohan und Gondor miteinander vereint und sich "Menschen des Westens" betitelt. Isengart und Mordor kommen mit gänzlich neuen Helden daher und so hat Mordor nun drei Nazgul-Helden zu Pferde, zwei auf Fellbestien, den Hexenkönig und Saurons Mund. Isengart bekam nunmehr den Führer der Wargreiter Grisnak und Schlangenzunge hinzu, inklusive einer neuen Level 10 Fähigkeit für Saruman, die allerdings immer noch nicht mit der Macht eines Gandalfs konkurrieren kann.
Gänzlich neu, und zudem alle Fraktionen betreffend, ist , dass das Hauptgebäude nun eine Festung darstellt, in der je nach Volk individuelle Upgrades erforscht werden können, außerdem steht eine Superwaffe zur Verfügung, die jedoch einige Zeit zur Regeneration benötigt.
Gollum und der Ring der Macht
Auch sehr interessant ist die Präsens von Gollum im Gefechtsmodus. Dieser streunt bisweilen unbemerkt auf der Gefechtskarte herum, wird dieser jedoch gefunden und besiegt, wird der Ring der Macht von ihm entwendet und somit frei. Auf diese Weise kann dieser von jeder beliebigen Einheit eingesammelt werden.
Sobald der Ring in Besitz genommen wurde, sollte dieser in der nächsten eigenen Festung deponiert werden. Ist dies geschehen, steht dem Spieler nämlich einer der Super-Helden zur Verfügung. Bei den drei Völkern der Guten Seite handelt es sich um Galadriel, auf der dunkeln Seite um Sauron, dem dunklen Herrscher. Selbstredend handelt es sich hierbei um außerordentlich starke Helden mit einer jeweiligen Supermacht, welche in kürzester Zeit alles in Schutt und Asche legen können, das sich ihnen in den Weg stellt. In der Regel kann so das Finden des einen Ringes eine Partie entschieden haben, da die Super-Helden nur noch schwer zu stoppen sind, selbst wenn diese völlig allein auf die gegnerische Basis zustürmen.
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