Fable - The Lost Chapters
Fable macht den Sprung auf den PC! Die Umsetzung bei uns im Test.
16.10.05 um 22:01 von Thomas
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Nebensächlichkeiten als Motivation
Neben den ganzen Missionen aus der Heldengilde und dem Erforschen der Spielwelt, ist es dennoch auch möglich, weit weg von der Schlacht ihre Präsenz weiter auszubauen. Wer Spaß hat, der darf sich an beliebiger Stelle mit einer Frau trauen und mit ihr ein Haus beziehen, falls nach dem gefährlichen Abenteuer ein trautes Heim auf den geplagten Abenteurer warten soll. Ganz den Vermögensständen angepasst, wird die Innenausstattung des Hauses stark variieren. Durch nicht geringe Geldbeträge lassen sich nämlich die eigens erkauften Immobilien ein wenig elitärer einrichten, bis letztendlich eine nahezu aristokratische Behausung auf einen wartet. Da es unmöglich scheint mehrere Häuser gleichzeitig zu bewohnen, lässt Fable – The Lost Chapters noch die Aussicht, seine weiteren Häusle gegen ein wenig Geld zu vermieten. Wirklich Sinn machen diese Gimmicks im Spielverlauf allerdings nur bedingt. Zwar gilt man mit einem Haus als fest ansässig und längst in Besitz gebrachte Trophäen lassen sich so in Ruhe zuhause betrachten, doch ändert dies euren Ruf zum Beispiel wenig.
So lässt sich ebenso in einer Kneipe frei nach Regeln der Völlerei einen über den Durst trinken, bis schließlich irgendwann die Wahrnehmung stark eingeschränkt verbleibt und grades Laufen schwer wird. Dies ist mit den späteren Folgen des Erbrechens ebenso zu beschließen, als mit der Erfahrung einmalig seinen Spaß gehabt zu haben. Als mehr als ein nettes Gimmick kann man solch Features jedoch nicht bezeichnen.

Etwas sinnvoller erscheint da schon die Möglichkeit sich Häuser in allen Städten als Immobilien anzueignen und somit dank der Zinsen in bestimmten Zeiträumen sein Konto füllen zu lassen. Doch zwingend notwendig ist auch dies nicht, da man auch ohne nutzen dieser Eventualitäten stets einen gefüllten Geldbeutel aufweisen kann.

Die Qual der Wahl
Im Spiel gibt es drei unterschiedliche Arten von Aufträgen, die anhand von Questkarten im Heldeninventar dargestellt werden. Zum einen die goldenen, die für die Hauptaufgaben stehen, welche die eigentliche Handlung des Spieles voran bringen. Dann sind da noch die silbernen Gegenstücke. Sie stellen sekundär Aufgaben dar, die in Verbund einer kleinen Nebenhandlung stehen, jedoch nichts mit der eigentlichen Hauptgeschichte des Spieles zu tun haben. Wenn es goldene und silberne Questkarten gibt, gibt es auch bronzene. Sie stehen für die einfachste Art der Aufgaben und bringen somit auch den wenigsten Ruhm und die geringste Belohnung bei einem erfolgreichen Abschluss. Egal, denn wer ein großer Held sein will und alles entdecken möchte, wird so oder so alle bestreiten müssen und wollen.

Die Aufgaben an sich gehören jedoch nicht zu den komplexesten die das Genre je gesehen hat. Häufig sind es sogar recht einfache Probleme die einem gestellt werden. Oft heißt es zu einem bestimmten Ort zu reisen, der durch die Minimap im Interface sehr einfach gefunden werden kann, um dort dann die Aufgabe durch das Töten eines oder mehrerer Monster zu erledigen, oder eine Gruppe von Händlern in ein bestimmtes Gebiet zu eskortieren. An und für sich lassen sich die meisten Quests in geringer Zeit lösen und stellen für erfahrene Spieler keine große Herausforderung dar, weil es sich zumeist um bekannte Schemen handelt, die bereist aus anderen Spielen mehr als gut bekannt sein dürften. Die Ausnahme sind Aufgaben, bei denen die Suche auf bestimmte Gegenstände beschränkt ist und jene nur an bestimmten Orten aufzufinden sind. Die Aufgaben der Hauptgeschichte gestalten sich im Umfang zwar spannender, doch lassen auch sie sich im Prinzip der Reihe nach erledigen, ohne vorher viel in der Welt erkundschaftet zu haben.

Geheimnisse und versteckte Schätze
Das die Welt nicht nur aus vorgefertigten Heldenmission besteht, sondern frei für jedem zur Verfügung steht, der einfach mal zwanglos die Luft eines Reisenden genießen möchte, der wird schnell auf das Dasein mysteriöser Dämonportale stoßen. Jäh und grimmig dreinblickend erscheinen an ihrem Portal jedes Mal ein dämonischer Kopf eines Altes Mannes, der einem je nach Tor, eine bestimmte Bedingung stellt, ohne die das Tor nicht betreten werden darf. Mal sind es recht einfache Bedingungen wie sich zum Beispiel als extrem böser oder guter Held zu präsentieren, andererseits verlangen die Torwächter trotzdem auch recht knifflige Gegebenheiten, die im Normalfall nicht so einfach zu besorgen sind. So werden entweder bestimmte Personen verlangt oder besondere Imagewerte des Helden vorausgesetzt, die oft nur nach dem Erkunden des größten Teils der Phantasiewelt Albions zu erlangen sind. Recht amüsant ist ein Tor, dass vom Helden verlangte der durchtriebenste Typ des Landes zu sein, woraufhin sich nach gründlichem Besuch des Bordells gleich Befriedigung für unser Alter-Ego wie auch für den grantigen und peniblen Wächter breit machte.

Feste Straße auf schönem Bild
Rein optisch ist Fable – The Lost Chapters eine gelungene Umsetzung der Konsolenvorgabe. Wo Konsolenportierungen meist in grafischer Schlamperei ausarten, überzeugt die Umsetzung des Molyneux Rollenspiels auf ganzer Linie. Auflösung, Effekte und Detailtiefe lassen sich auf dem heimischen PC natürlich sehr viel höher einstellen, wodurch Fable – The Lost Chapters visuell noch schöner wirkt, als auf der Xbox-Konsole. Insgesamt wurde die Grafik der PC-Umsetzung noch einmal etwas aufgebohrt, sodass etwa die Wassereffekte nun die Unterstützung der aktuellen Grafikkarten Generation bekommen. Auch die Ladezeiten wurden verkürzt, treten in der Summe aber trotzdem noch zu häufig auf.
Schade ist allerdings, dass sämtliche Modelle recht Polygonen arm wirken und auch einige Texturen ziemlich unscharf und verschwommen wirken. Dennoch wirkt die komplette Optik sehr atmosphärisch, genau wie die Soundkulisse. Ruhige Klänge erwarten den Spieler zum Beispiel in den Städten und Vögel zwitschern in den Wäldern. Die deutschen Synchronsprecher machen allerdings einen sehr durchwachsenen Eindruck. Einige Sprecher wirken etwas lieblos oder unpassend besetzt. Die englische Originalfassung lässt hier noch ein wenig mehr Atmosphäre entstehen.
 Screenshots
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 Facts
Name: Fable - The Lost Chapters
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Lionhead Studios
Genre: 3rd Person Rollenspiel
Spieler: 1
HDTV bis zu: -
Speicher: Keine Angabe
Altersfreigabe: 12
Sprache/Texte: deutsch / deutsch
Geeignet für: Fans von Gothic
Release:23.09.05
 Pro + Cons
 PRO:
+ Sehr motivierende Charakterentwicklung
+ Möglichkeit gut oder böse zu spielen
+ ... motiviert zum wiederholten durchspielen
+ Ansehnliche Grafik
+ Viele versteckte Goodies zu entdecken
 CONTRA:
- Allzu übliche Hintergrundgeschichte
- Schnell durchgespielt
- Wenig Gegenstände
- Polygonen arm
- Wenig innovative Aufgaben
- Dumme NPC
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