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Der Sprung von Xbox auf PC
Schon lange ist es üblich, kommerziell erfolgreiche Produkte ebenfalls auf andere Plattformen zu übertragen. Im Falle von Fable ist dies nicht anders. Vor gut einem Jahr, im Herbst 2004, erschien das Rollenspiel Fable für die Xbox und war zur damaligen Zeit nicht nur einer der Toptitel, sondern zugleich eines der Aushängetitel, die exklusiv für Xbox erscheinen sollten. Schon lange vor der Veröffentlichung bildete sich ein großer Hype um die Schöpfung des Kultentwicklers Peter Molyneux. Der damalige Exklusivtitel hat sich jedoch aufgrund des Erfolges zu einem Plattform übergreifenden Rollenspiel-Hit-Aspiranten gemausert und so erfreuen sich auch die PC-Besitzer bald das erste Rollenspiel mit Peter Molyneux als Chef Designer anspielen zu können. Systemübergreifend schließt jedoch andere Konsolen aus, da Microsoft als Publisher fungiert.
Doch damit nicht genug. Um nicht einfach eine einfache 1:1 Umsetzung nach über einem Jahr anzubieten, haben es sich die Jungs von den Lionhead Studios zusammen mit den Big Blue Box Studios nicht nehmen lassen weitere Extrafeatures in das Spiel zu integrieren und die Geschichte des Hauptspiels noch ein wenig weiter zu spinnen. Heraus gekommen ist Fable – The Lost Chapters, das vielleicht sogar genug Anreiz bietet, um bereits gestandene Helden wieder zurück in die Phantasiewelt Albions zu holen.
Geschichte mit viel Entscheidungsfreiraum
Das Geschehen beginnt in der Kindheit des Hauptprotagonisten. Am Tage des Geburtstages seiner Schwester erinnert ihn der Vater nicht wieder ohne Geschenk da zu stehen. Er erteilt ihm die Aufgabe gute Taten im Dorf zu erledigen, für die es je ein Goldstück für gutes und gewissenhaftes Bestehen einzuheimsen gibt. Wie jedoch genau die Möglichkeiten genutzt werden diese einzelnen Goldstücke zu bekommen, das liegt frei in der Hand des Spielers. Ähnlich wie bei der Göttersimulation Black & White steht einem die Wahl größtenteils offen, ob Aufgaben Gut oder Böse gelöst werden.
Kleines Beispiel: Gleich in der Nachbarschaft erwischen sie einen Mann der seine Frau mit einem anderen vollbusigen Weib betrügt. Der Mann fordert euch auf, für ein Goldstück seiner Frau nichts von diesem Intermezzo zu verraten. Somit ist im Grunde die Aufgabe Gut gelöst, doch jene, die böse Hintergedanken nicht verwehren, werden nicht bei moralischen Dogmen verharren und trotz des eingesteckten Goldstückes den Mann dessen ungeachtet bei seiner Frau verraten. Derartige Möglichkeiten, eine Aufgaben auf verschiedenen Wegen zu lösen, werden euch im Spiel stetig offen bleiben, womit auch gleichzeitig die Wahl eines engelsguten oder teufelsbösen Spielverlaufs besteht.
Gleich nachdem das Problem mit dem Geburtstagsgeschenk gelöst ist, wird während der Geschenkübergabe das Heimatdorf von brutalen Banditen in Schutt und Asche gelegt. Als einziger Überlebender, so glaubt ihr zumindest, müsst ihr mit ansehen, wie alle Dorfbewohner und eure Familie grausam ermordet werden und alles in sämtliche Windrichtungen verstreut wiird, so dass ihr gleich zu Beginn als Vollwaise da steht.
Alles scheint verloren, wäre da nicht ein mächtiger Zauberer namens Maze, der euch aus eurem Heimatdorf rettet und in die Heldengilde verfrachtet, dem Ort an dem eure Ausbildung erst richtig beginnen kann und der zudem der Anfang zu einer großartigen Geschichte darstellen wird.
Der Weg ist dein Ziel
Gleich von Anfang an steht es ihnen offen, wie ihr Weg genau aussehen wird. Wie bereits erwähnt, liegt die Wahl zwischen einem gutem oder bösen Weg einzig bei euch. Nahezu alle Aufgaben haben sowohl ihren guten wie auch bösen Lösungsweg. Werden im Spielverlauf jegliche Entscheidungen ehrenvoll gemeistert, wird ihr Alter-Ego als weis leuchtende Persönlichkeit, einem Engel gleich, von Schmetterlingen umgeben, über die Welt Albions wandeln und fremde Menschen auf den Strassen werden mit Freude und Liebe eure Präsenz bejubeln. Im anderen Extrem, der bösen Vorgehensweise, wird der Anblick eures Charakters dunkler und mystischer erscheinen. Reisende und Dorfbewohner werden aufgrund eures Rufes schreiend das Weite suchen wollen oder ehrfürchtig und angstgeknickt in die Knie sinken. Ganz gemeine Buben werden sogar mit Hörnern auf ihren Haupt für die verrichteten Taten gekennzeichnet.
Doch nicht nur die Art der Gesinnung wird ihr Äußeres ändern, sondern ebenso wird die Auslese der Klasse ihnen zu Gesicht stehen. Die Möglichkeiten liegen darin entweder als kraftstrotzender Krieger, als Pfeilschneller Bogenschütze oder als mächtiger Zauberer in der Welt aufzutreten. Wo hingegen der Kämpfer als Muskelbepacktes Paket seine Gegner in Zaun hält, wird der Pfeilschütze als wieselflinker und dürrer Schlacks über die Strassen huschen. Der Magier wird im äußersten Fall dünne, glühende Glieder vorweisen können die charakteristisch für seine Fähigkeiten sein werden. Die Wahl der Klasse muss dabei nicht zu Spielbeginn getätigt werden, je nach Verhaltensweise verändert sich euer Charakter über die Zeit.
Zudem werden äußere Einflüsse der Umwelt, sei es die heiße brennende Sonne oder die gefährlichen Klingen der Banditen, das Aussehen wie die Haut spürbar beeinflussen. Nach vielen Schwertkämpfen weist die Körper des Helden unzählige, so manches Mal sogar große hässliche Narben aus. Die Wahl ihrer Persönlichkeit ist somit abhängig von der Art eures Vorgehens. Der Weg bleibt das Ziel.
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