Battlefield 2
Battlefield 2
Der König ist tot, es lebe der König! Der Multiplayer-Hit im Test!
29.08.05 um 17:07 von Stefan
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Wenn man im Jahre 2005 über Krieg redet, muss man gewaltig aufpassen. Der Krieg in Afghanistan und im Irak sind nur zwei der jüngsten Beispiele, weitere Auseinandersetzungen wie mit dem Iran drohen, da der Iran ganz offen ein Atomprogramm betreibt, was den USA überhaupt nicht schmeckt.
Mit dieser Problematik im Rücken einen sehr realistischen Kriegsshooter zu entwickeln und anschließend unter die Lupe zu nehmen kann weitere Probleme nach sich ziehen. Nicht viele Publisher trauen sich noch größere Summen in solche Produkte zu investieren, denn schnell hat es die Öffentlichkeit wieder auf die Spieleindustrie abgesehen, Computerspieler werden für Amokläufer erklärt und eben jene Kriegsspiele verantwortlich gemacht, da diese eben immer realistischer werden.

Zu diesen gefährdeten Spielen zählt auch die Battlefield-Reihe und besonders der vor kurzem veröffentlichte Ableger Battlefield 2. Begonnen hat alles mit Battlefield 1942, ein Multiplayer-Shooter, der schnell Millionen Spieler begeisterte, man konnte diverse Fahrzeuge und Flugvehikel aus dem zweiten Weltkrieg steuern. Doch an den Realismus eines Battlefield 2 kam Battlefield 1942 noch nicht heran. Das verbesserte sich mit dem Nachfolger Vietnam, der aber größtenteils nur leichte grafische Verbesserungen mit sich brachte. Nun steht aber Battlefield 2 in den Läden und glaubt es oder nicht, aber dieses Spiel bietet die realitätsnächste Kriegsaction, die es zurzeit unter den Multiplayer-Shootern gibt.

Und endlich spendieren die schwedischen Entwickler von DICE auch zahlreiche Erneuerungen, die dem Spielablauf von Battlefield 2 ohne Zweifel sehr gut tun und die Realitätsnähe weiter vorantreiben.
Wer bereits einen Battlefield-Teil gespielt hat, findet sich schnell zu Recht. Am Anfang einer Spielrunde hat man die Karte vor sich, darauf verzeichnet sind die eroberten Einstiegspunkte des eigenen Teams. Am linken Bildschirmrand kann die bevorzugte Kämpferklasse ausgewählt werden.

Sieben Kameraden müsst ihr sein
Ehe die Kugeln durch die Luft fliegen und Artillerie- sowie Panzer- und Flugzeuggeschütze ihren Krach verbreiten, gilt es sich einen von sieben Soldaten auszusuchen, die bereits zum Verkaufsstart allesamt nahezu perfekt ausbalanciert sind. Zur Auswahl steht zunächst der Sturmsoldat. Dieser ist ausgerüstet mit Maschinenpistole und Granatwerferaufsatz. Diese Klasse ist also mehr für die Aufgaben zuständig, die ein wenig Durchschlagskraft erfordern. Für die ganz großen Aufgaben, wie Panzer, ist der Panzerabwehrschütze zuständig. Seine Maschinenpistole ist etwas schwächer, dafür besitzt er einen Raketenwerfer mit lenkbaren Geschützen.
Für den Hinterhalt ist die Special Forces-Einheit hervorragend geeignet. Mit seinem Gewehr kann man zum einen leicht zoomen, am gefährlichsten ist aber wohl sein anheftbarer C4-Sprengstoff. Leicht kann man sich so hinter einen Panzer schleichen, dort C4 platzieren und aus sicherer Entfernung per Funk detonieren lassen. Auch Brücken lassen sich so schnell zerstören, die Gegner müssen dann eventuell gehörige Umwege zum Ziel in Kauf nehmen. Wer jedoch einen Pionier in seinem Team hat kann sich freuen, denn diese Klasse kann Brücken, Fahrzeuge oder andere Dinge reparieren.
Der Sanitäter, der in Battlefield Vietnam leider fehlte, rettet verwundete Kollegen. Er kann Medipacks verteilen, denn Medizinschränke gibt es in Battlefield 2 genau wie Munitionsschränke nicht mehr. Munition erhalten die Spieler durch Versorgungskisten, die der Commander abwerfen kann. Wenn ein Kamerad bereits gefallen ist, kann der Sanitäter während der Respawnzeit den Defibrillator auspacken und den Mitspieler so zurück in die Partie holen. Nebenbei kann der Defibrillator aber auch als Waffe eingesetzt werden. Lebende Spieler erhalten bei Kontakt mit diesem Gerät nämlich Schaden.
Was der Scharfschütze macht, dürfte klar sein. Mit seinem Präzisionsgewehr räumt er die Gegner aus vermeintlich sicherer Entfernung aus dem Weg. Da die Nachladedauer seines Einsatzgerätes relativ lang dauert, hat der Scharfschütze zur besseren Verteidigung eine zusätzliche Handfeuerwaffe, ausgestattet mit Schalldämpfer, um nicht sofort aufzufallen.
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 Facts
Name: Battlefield 2
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Digital Illusions
Genre: First Person Shooter
Spieler: 1-64
HDTV bis zu: -
Speicher: 2,3 GB
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Teamspieler
Release:23.06.05
 Pro + Cons
 PRO:
+ Fesselnde Mehrspielerschlachten
+ Gut ausbalanciert
+ Abwechslungsreicher Fuhrpark
+ Hervorragende Grafik
+ Sehr realistische Geräuschkulisse
+ Commander-Modus
+ Viele Statistiken
+ Ranglisten-System
+ Schnell zu erlernende Steuerung
+ Relativ gute Bot-K.I.
+ Belohnung für Teamplay
+ Versteckte Waffen
+ Sieben Charakterklassen
 CONTRA:
- Unfassbar übertriebene Hardwareanforderungen
- Einige Texturen leicht verwaschen
- Extreme Ladezeiten
- Noch einige Bugs enthalten
- Absturzgefährdet
- Nerviger Ingame-Serverbrowser
- Für Solospieler uninteressant
- Nur wenige neue Features
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