Fable
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Fable ist fabelhaft! Oder doch nicht? Unser Test bringt Klarheit.
08.11.2004 um 18:35 von Stefan
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Deine Handlungen bestimmen den Weg
ihr entscheidet somit, wie sich euer Charakter entwickelt, ob ihr auf der guten Seite spielen wollt, auf der Bösen, oder ob ihr einen Mittelweg einschlagt. Es kann nämlich in jeder Situation entschieden werden, ob ihr böse oder gut reagiert. Dies zieht sich durch das gesamte Spiel, so trefft ihr zum Beispiel während einer eurer Erkundungstouren einen Haufen Banditen, die einen Wegezoll verlangen. Nun könnt ihr brav die Kohle rausrücken, oder ihr räumt mal kurz auf und schafft die Banditen aus dem Weg.

ihr merkt schon, Entscheidungsfreiheit gibt es bei Fable zu genüge, ganz konsequent wurde diese Idee aber nicht verfolgt. Wer etwa glaubt, man könne die Wälder in dem Umfang erkunden, wie dies bei Morrowind der Fall war, ist schief gewickelt. Die Welt von Albion ist zwar sehr groß, leider wurde die Welt aber in unzählige kleinere Level unterteilt. So besteht ein Level dann aus einem kleinen Waldstück, das dafür aber sehr übersichtlich ist. Was die Größenordnung angeht, kann man ein einziges Level meist in unter einer Minute durchqueren, die Wege sind größtenteils vorgegeben. Oft verhindern Zäune, dichter Baumwuchs, undurchquerbares Gestrüpp, Steinmauern oder Bergkuppen das Ausbrechen aus den vorgegebenen Pfaden.

Sich zu verirren ist deshalb recht schwer, denn zudem zeigt euch eine Minimap, wo euer Missionsziel liegt. Habt ihr euren Bestimmungsort erreicht, solltet ihr schon mal die Waffen zücken, bei Fable enden die Quests nämlich häufig mit Action. Dörfer wollen beschützt werden, Kinder aus Höhlen befreit oder ein Picknickplatz von aggressiven Insekten befreit werden.
Das in Echtzeit ablaufende Kampfsystem unterstützt den Spieler aber mit seiner Einfachheit, sodass ihr auch in hektischen Situationen nie die Kontrolle verliert. Alle Gegner werden zudem auf der Minimap angezeigt, die dann mit der L-Taste automatisch eingeloggt werden können. Nun stellt sich nur noch die Frage, welche Waffe es sein soll. Auf der schwarzen- bzw. weißen Taste habt ihr sowohl eine Nahkampfwaffe, als auch eine Fernkampfwaffe wie Pfeil und Bogen. Ordentliche Zauber dürfen natürlich auch nicht fehlen: Im Laufe des Spiels stehen bis zu 16 gewaltige Zaubersprüche zur Verfügung. Hierfür betätigt man die R-Taste und erhält dann eine Anzeige mit drei Zaubersprüchen, die den Controllertasten zugeordnet werden. Über die Y-Taste könnt ihr alle 16 Zauber durchschalten und diese praktisch auf den Controllertasten weiter schieben. Überhaupt sollten mehr Spiele eine derartige Anzeige ausweisen, denn so erkennt der Spieler schnell und einfach, welche Aktion die jeweilige Taste hervorruft. Das geht natürlich nur, wenn nicht jeder Button statisch belegt wird, sondern Situationsabhängig die Funktionen wechseln.

Kenn ich doch...
Vom Missionsdesign her bietet Fable also wenig neues im Genre. Banditen abschlachten oder irgendwelche Leute beschützen kennt man auch aus anderen Spielen, auch die Idee von Gut und Böse gab es beispielsweise schon in Knights of the Old Repulic. Man muss allerdings zugeben, dass Fable wirklich Detailverliebt ist. Ertappt man sich doch immer wieder dabei, dass man die ein oder andere verrückte Idee ausprobiert. Bis hierhin hebt sich Fable noch nicht so ganz von der Masse der Rollenspiele ab, doch ein Molyneux-Spiel wäre kein Molyneux-Spiel, hätte der gute alte Peter nicht noch ein Ass im Ärmel:

Ein Rollenspiel setzt gewöhnlich auf die Entwicklung eines Charakters, doch gerade bei diesem Punkt hebt sich das Rollenspiel des Black & White-Schöpfers, das zusammen mit den Gebrüder Simon und Dene Carter von Big Blue Box entwickelt wurde, von allen bisher bekannten Rollenspielen ab. Wie bereits eingangs erwähnt, sammelt ihr durch eure Taten, ähnlich wie in Knights of the Old Republic, Punkte für gute oder böse Taten. Es zählen aber nicht nur die Handlungen, auch das äußere muss stimmen. Hellere Kleidung wirkt gleich viel sympathischer, wer den fiesen Schurken mimen will, sollte sich dunkle und bedrohliche Kleidung zulegen. Ebenso verändert sich aber auch das Aussehen eures Helden, nicht nur die Kleidung. Der gute Charakter bekommt blaue Augen, helle Haare, kleine Schmetterlinge umkreisen den Helden.
Der böse Charakter bekommt dunkle Augen, bis diese irgendwann sogar rot leuchten und ihm wachsen Hörner, wie vom Teufel gestohlen.
Allein durch euer Aussehen, schlagt ihr so schon den ein oder anderen Gegner, aber auch Dorfbewohner, in die Flucht. Die Menschen von Albion folgen nämlich einem eigenen Gesellschaftsleben. Sie gehen nachts schlafen, schließen ihre Geschäfte und marschieren am nächsten Tag wieder über Marktplatz, um dort ihre Waren anzubieten und um die Familie zu ernähren, die Kinder gehen sogar zur Schule.
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 Facts
Name: Fable
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Lionhead
Genre: Rollenspiel
Spieler: 1
HDTV bis zu: -
Xbox Live: Content - Download
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Sprache/Texte: Deutsch/Deutsch
Geeignet für: Aufstrebende Helden
Release:08.10.04
 Pro + Cons
 PRO:
+ Grandiose Atmosphäre
+ Viel Freiheit
+ Gut-Böse Prinzip
+ Große Welt
+ Unerreichte Charakter - Entwicklung
+ Viel zum ausprobieren
+ Viel zu entdecken
+ Immer mehrere Lösungswege
+ Gut inszenierte Kämpfe
+ Leichte Steuerung
+ Zahlreiche Nebenquests
+ Atmosphärische Sequenzen
+ Gute deutsche Synchronisation
+ Feiner Humor
 CONTRA:
- Häufiges Nachladen
- Level alle unterteilt
- Bewegung außerhalb der Wege stark eingeschränkt
- Sehr lineare Story
- Inkonsequentes "Handung folgt Konsequenz" Prinzip
- (Einige versprochene Features fehlen)
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