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„Hühnerschreck“? Klingt das nach einem geeigneten Namen für einen wahren Helden? Wahrlich nicht! Es wird höchste Zeit sich in der Welt von Albion einen neuen Namen zu machen, denn die Hintergrundgeschichte stellt schließlich ein Kernstück in Fable dar. Also ein neuer Name… Säbelschwinger wäre zum Beispiel noch frei. Doch einen Heldentitel muss man sich auch erstmal verdienen.
Die Geschichte unseres namenlosen Helden beginnt in dem kleinen Dorf Oakvale. Noch in den zarten Kindesjahren toben wir uns dort zusammen mit der eigenen Schwester und anderen Kindern aus und sammeln durch gute Taten Geld, damit wir unserer Schwester zum Geburtstag eine Freude machen können. Als wir uns endlich die Schokolade leisten können und der Schwester das Geschenk überreicht haben, bemerken wir schließlich wie Banditen das unschuldige Dorf stürmen und alle Dorfbewohnen „einen Kopf kürzer“ machen.
Wir verstecken uns während dieses Massakers in einem Gebüsch etwas außerhalb des Dorfes. Wie wir abends völlig verängstigt nach Hause kommen, sind alle tot und die Häuser stehen in Flammen. Auch unsere eigene Familie ist tot, unsere Schwester verschwunden… Fast werden wir von hinten noch von einem verbliebenen Räuber geschlachtet, doch der Lehrmeister „Maze“ aus der Heldengilde nimmt uns auf und schlägt den Räuber in die Flucht. Von nun an trainieren wir auf dem Gelände der Heldengilde und reifen so zum Jugendlichen heran, der sein kämpferisches wie magisches Handwerk zwar schon sehr gut versteht, jedoch noch viel zu lernen hat.
Ich will ein Held werden
Die Jahre in der Heldengilde dienen so zu sagen als kleines Tutorial, denn hier lernt ihr die wichtigsten Features der Steuerung, sowie das Kampf- und Zaubersystem kennen, um den Feinden später nicht als gefundenes Fressen zu dienen. Habt ihr das 18. Lebensjahr abgeschlossen, erhaltet ihr von der Gilde das Siegel. Damit dürft ihr nun offiziell als Held durch das Land ziehen und die Bewohner beschützen oder andere Taten verbringen. Dies tut ihr auch, bis Maze euch eines Tages erzählt, er habe Gerüchte vernommen, dass eure Schwester noch lebt. Von hier an beginnt nun die wahre Geschichte von Fable, die sehr schön erzählt wird. Teilweise durch Sequenzen in In-Game-Grafik, teilweise auch als gezeichnete Bilder, zu denen ein Sprecher weitere Details erläutert. Ihr beginnt also nach der Schwester zu suchen…
Bis Ihr das Ende von Fable seht, gilt es aber zunächst einige Quests zu absolvieren. Ihr seid zwar von der Heldengilde ausgebildet worden, doch diese Tatsache zwingt euch noch lange nicht die Grundsätze auch einzuhalten. Denn Fable ist bekannt dafür, dem Spieler sehr große Freiheiten zu lassen. An fast jeder Ecke erlebt man irgendwelche Ereignisse und kann auf diese je nach Lust und Laune reagieren. Lauft Ihr zum Beispiel durch ein Dorf und begegnet Hühnern, so können diese mit einem kräftigen Tritt weckkatapultiert werden. Oder aber Ihr sollt auf die Ware eines Händlers aufpassen, während dieser kurz Besorgungen macht. Hier habt Ihr erneut die Wahl, ob Ihr den Händler ausraubt, oder ob Ihr wirklich auf die Ware Acht gebt.
Das gleiche gilt für den Handel. Wollt Ihr neue Kleidung haben, die euch jedoch zu teuer ist? Kein Problem, einfach ein wenig Geld in Bier investieren und den Händler damit abfüllen, schon wird es kein Problem mehr geben, Ihr könnt das Item einfach einstecken. So kann man sich die Zeit vertreiben, wenn Ihr jedoch die wichtigen Quests annehmen wollt, müsst Ihr zurück zur Heldengilde. Um dem Spieler lange Laufwege zu ersparen, gibt es an jedem wichtigen Ort einen Teleporter, sodass man schnell von Ort zu Ort reisen kann.
In der Heldengilde angekommen, könnt Ihr euch am Questtisch einfach eine neue Mission abholen. Um richtig anzugeben, könnt Ihr vor den Bewohnern Albions zuvor noch richtig protzen und zum Beispiel angeben, dass Ihr das folgende Quest ohne einen Gegentreffer beenden werdet, schafft Ihr dies dann auch, erwartet euch ein schickes neues Item oder euer Ansehen bei der Bevölkerung steigt. Das von Peter Molyneux, dem Vater des Spiels, sehr bevorzugten „Gut – Böse“-Prinzip funktioniert natürlich auch bei Fable. Für gute Taten bekommt Ihr - wie nicht anders zu erwarten - Punkte, so wie böse Taten Abzüge bedeuten. Je nachdem wie viel gute oder böse Punkte auf eurem Konto sind, ändert sich auch der Respekt der Leute in der Welt. Solltet Ihr viele gute Taten vollbracht haben, bewundern euch die Menschen, die Kinder wollen später genauso werden wie Ihr und die Frauen fallen bei eurem Anblick in Ohnmacht.
Es geht aber auch anders: Wer extrem böse und brutal durch das Land metzelt oder sich nicht um die Menschen sorgt, bekommt ganz andere Aufmerksamkeit. Die Menschen empfinden mehr Angst als Bewunderung, laufen weg wenn Ihr euch nähert, oder schließen sich in den Häusern ein.
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