DOOM
Doom III
Doom III hat es tatsächlich in die Läden geschafft. Lohnenswert?
12.8.2004 um 21:41 von Stefan
Bewerte diesen Artikel:
Anzahl der Bewertungen: 0
Waaargh…!
Aber nicht nur die plötzlich aus allen dunklen Ecken des Raumes strömenden Gegner-Horden versetzen den eigenen Puls in den Bereich jenseits der 180, auch wenn ihr einen Raum von Gegnern befreit habt, heisst das nicht, dass ihr euch eine Verschnaufpause gönnen könnt. Denn hinter den hydraulischen Türen kann schon mal des Öfteren ein Gegner warten, der euch an anspringt, bevor die Tür überhaupt komplett geöffnet ist.
ihr seht also, dass Doom III eine unglaubliche Atmosphäre voller Schockeffekte aufbaut, weshalb ihr das Spiel auch unbedingt im dunklen Zimmer daddeln solltet, natürlich nicht vergessen eine Pampers überzustreifen.

Göttliches Spiel von Carmack?
Aus den amerikanischen Reviews ging hervor, dass das Gameplay von Doom III der größte Kritikpunkt sei. Der Ablauf des Spiels sei mit der Zeit viel zu eintönig und vor allem zu linear. In gewissem Maße können wir dem zustimmen, aber das Spiel trägt auch den Namen Doom: Das Gameplay muss genau so wie es ist! Die erste Zeit ist man sehr geflashed von dem Shooter und seiner Atmosphäre, nach einiger Spielzeit lässt dies jedoch etwas nach und man weiß meistens schon, dass im nächsten Raum irgendetwas geschehen wird. Man kann sich eben im gewissen Grad auf den Ablauf des Spiels einstellen.

Und doch muss man sich fragen, was die amerikanischen Kollegen von dem Spiel erwartet haben. Als Käufer von einem Doom-Spiel sollte einem doch klar sein, dass einem mit diesem Programm kein textlastiges Adventure unterkommt. Man will eben einfach nur Action, Dialoge und ähnliches rücken doch zu recht und völlig gewollt in den Hintergrund. Shooter sind nun mal auf Action ausgelegt, kein Spieler will in einem Shooter nur Rätsel lösen, dafür gibt es Adventure.
Deshalb solltet ihr, wenn ihr Doom III spielt, nicht erwarten, dass ihr euer Gehirn zu Höchstleistungen treiben müsst. Schnappt euch die Pumpgun, die Plasma-Rifle oder was das Waffen-Arsenal sonst noch hergibt und pustet euch den Weg frei. Für Spieler der ersten beiden Doom-Teile kommen ganz besondere Gefühle hoch, denn alle Gegnertypen der Vorgänger kommen wieder vor und alle Waffen der Prequels werden auch in Doom III zur Terminierung der Gegner eingesetzt.
Dennoch bemerkt man auch, dass sich das Enwicklungsteam weitere Gedanken gemacht hat, um den heutigen Ansprüchen an Shootern gerecht zu werden. Dies merkt man vor allem daran, wie man beispielsweise an Terminals interagieren kann. Kommt man auf eine bestimmte Distanz an den Computer ran, ändert sich das Fadenkreuz in einen Mauszeiger und ihr könnt auf dem Bildschirm wie auf eurem richtigen Computer durch die Menüs browsen.

Fans kommen die Tränen! Oder doch nicht?
Trotz vieler Erinnerungen der Spieler muss man auch als Fan früher oder später feststellen, dass sich das Leveldesign so gut wie nicht verändern. Nahezu alle Gänge sehen annähernd gleich aus, lediglich der Verlauf der Gänge scheint sich zu ändern. Da kommt ein wenig Abwechslung durch die Außenlevel auf dem Mars natürlich gelegen, wobei man festhalten muss, dass es sich bei den vermeintlichen Außenlevel genau genommen auch um „Innenlevel“ handelt, da das Gebiet durch Felsen, Gebäude oder fette Pipelines abgegrenzt wird. Die Engine ist eben für geschlossene Areale programmiert worden.
Eine solch beeindruckende Weitsicht, wie Far Cry sie auf den Bildschirm zaubert, bringt Doom III nicht annähernd zu Stande. Des Weiteren hält man sich in den Levelabschnitten außerhalb des UAC Komplexes nur in begrenzter Dauer auf, da man in der Mars-Atmosphäre nicht atmen kann und der Sauerstoff-Kanister nur für wenige Sekunden frische Luft zum Atmen spendet.

Technischer Überflieger!
Prunkstück des neusten carmackschen Titels ist ohne jeden Zweifel die Technik und die Präsentation. Bei dem ersten Anblick der Grafikengine in Bewegung fliegen einem auch fast die Augen aus dem Schädel. Was die Screenshots zuvor vermitteln wollten, konnte man zunächst nicht glauben, doch wenn man das Spiel einmal selbst gespielt hat, dann bemerkt man erst, wie beeindruckend die Engine die heutigen PC's an ihre Grenzen bringt.
Auch wenn man sich zumeist in wenig- oder unbeleuchteten Räumen aufhält, so sind die Level doch mit jeder Menge Details übersäht, extrem scharfe Texturen (Bump-Maps wo man hinsieht) und vor allem Lichteffekte wie man sie noch nicht gesehen hat, kennzeichnen den Shooter. Denn auch das Licht wird an entsprechenden Materialien reflektiert oder gebrochen, was alles physikalisch korrekt abläuft.

Voraussetzung ist natürlich ein entsprechender Rechner, den heute wohl nur die wenigsten besitzen dürften. Für die Detailstufe „Ultra“ benötigt man wohl einen Rechner der NASA oder Ähnliches, doch mit Erstaunen muss man feststellen, dass die Jungs von id Software wahrlich meisterliches vollbracht haben.
Auch auf schwächeren System kann man Doom III gut zum Laufen bringen, was erwartungsgemäß eine sichtbare Änderung der Grafikqualität mit sich bringt, doch auch dann noch sieht Doom III einfach nur bombastisch aus, wenn es auch an einigen Stellen etwas eckig wirkt.
 Screenshots
 Comments

Du bist nicht eingeloggt!
Du musst in My GP eingeloggt sein, um Comments eintragen zu können.
 Facts
Name: Doom III
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: id Software / Activision
Genre: Action / Shooter
Spieler: 1-4
HDTV bis zu: -
Speicher: Keine Angabe
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Sprache/Texte: englisch / englisch
Geeignet für: Fans göttlich inszenierter Action
Release:12.08.04
 Pro + Cons
 PRO:
+ Einfacher Baller-Spass
+ Geniale Atmosphäre
+ Zahlreiche Schockeffekte
+ Überall Bump-Maps
+ Genialste Grafik
+ Super Taschenlampen-Effekt
+ Tolles Level und Gegner-Design
+ Flüssige Animationen
+ Unerreichte Lichteffekte
+ Alle alten Monster und Waffen
+ Saubere, englische Synchronisation
+ Ungeschnitten in Deutschland
+ Relativ lange Spielzeit
 CONTRA:
- Zu hohe Hardware - Anforderungen
- Wenig Abwechslung
- Lineare Level
- Keine Außenlevel
- Mäßige Gegner-K.I.
- Multiplayer nur Nebensache
- Nur fünf MP-Maps
- Kein CoOp-Modus
1
 Verwandte Artikel