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Wie lange haben wir auf diesen Moment gewartet? Nach über vier Jahren Entwicklungszeit hat es Grafik-Gott John Carmack mit seinem Team von id Software endlich geschafft, eines der – wenn nicht DAS – meist erwartete Spiel der Geschichte fertig zu stellen. Die Rede ist natürlich von Doom III, das seit dem 3. August in den amerikanischen Läden steht. Auch einige deutsche Spieler haben sich bereits ihre US-Version unter den Nagel gerissen, Doom III soll die größte Auslieferung in der Firmengeschichte von Activision werden.
Schon bei der Ankündigung war die Welt begeistert, nie zuvor hatte man solch eine Grafikpracht auf einem Home-PC zu sehen bekommen, die Arbeiter bei der NASA haben vielleicht nur müde gelacht, der 08/15 Zocker bekam den Mund nicht mehr zu.
Worum geht es?
Was folgte war leider ein Release Debakel, wie man es nur von Duke Nukem 4 Ever kennt. Dass die Atmosphäre des Spiels was ganz Besonderes und Bedrängendes werden sollte, konnte man sich denken. Diesen Eindruck vermittelt schon die Verpackung des Spiels, denn „The Gateway to Hell is open!“ klingt nicht sehr gemütlich oder einladend.
Aber das Spiel beginnt nicht gleich so beängstlich, sondern zunächst ruhig, ähnlich wie Half Life. Ihr erreicht im Jahre 2145 als strafversetzter Marine das Forschungslabor der Union Aerospace Corpartion (nachfolgend kurz UAC) auf dem roten Planten Mars. An der Rezeption erhaltet ihr einen PDA, was soviel wie euer mobiles Kommunikationszentrum ist, denn auf dem PDA könnt ihr Videobotschaften ansehen Emails lesen oder andere Informationen nachlesen, die zum Weiterkommen dringend benötigt werden. Nach eurer Anmeldung sollt ihr euch zuerst mal bei eurem Chef, dem „Sarge“ melden.
Auf dem Weg dorthin belauscht ihr Gespräche unter den Angestellten, unter denen zahlreiche Gerüchte umgehen. Irgendwas scheint in der Forschungsstation nicht zu stimmen. Die Arbeiter spekulieren über Experimente mit Super-Soldaten oder einer geheimen Wache.
Was an den Gerüchten dran ist, wisst ihr natürlich selber nicht, bekommt aber dafür euren ersten Auftrag. Ihr sollt einen vermissten Wissenschaftler finden, und so macht ihr euch gemäß eures Befehls auch auf den Weg. Nach Beendigung eurer Suche steht ihr dem Vermissten gegenüber, der etwas in Panik verfällt. Dummerweise hat er mit seinen Experimenten soeben das Tor zur Hölle geöffnet, was natürlich den Besuch fieser Gestalten aus der Hölle zur Folge hat. Die Lichter geben größtenteils den Geist auf und bis auf wenige Ausnahmen sind alle Angestellten der UAC in Zombies und Monster verwandelt worden. Also Taschenlampe an und sehen wie wir da wieder rauskommen Der Nerventerror kann beginnen...
Höllischer Wahnsinn!
Ab sofort werdet ihr keine ruhige Minute mehr erleben, die Gänge sind dunkel und eng und aus jedem Winkel können ein oder mehrere Monster springen. Euer Ziel ist es zunächst mal den Weg zurück ins Hauptquartier zu finden. Dabei seid ihr am Anfang mal nur mit euren Fäusten, der Taschenlampe (mit der man auch schlagen kann) und einer einfachen Pistole bewaffnet, die aber nun ihren wahren Zweck offenbaren, denn die Monster, Zombies und andere schlechtgelaunte Gestalten aus der Hölle stellen sich euch in den Weg und wollen von dem Mars gepustet werden.
Auch wenn wir bis hierher nur wenige Minuten gespielt haben, so hat uns die schockierende und gruselige Atmosphäre von Doom III bereits eingeholt. Besonders zu Beginn des Spiels haben sich die Jungs um John Carmack in kleine Details verliebt. Überall passieren gescriptete Events, wie beispielsweise Zombies, die von anderen Zombies verspeist werden oder durch eine seltsame Macht, quasi wie durch Geisterhand, durch die Räume und Gänge der UAC fliegen.
In Räumen, in denen ihr Computer Systeme aktivieren oder auch Türen öffnen müsst, klettern plötzlich irgendwelche Gestalten an der Scheibe hoch, von denen man meist nur Schatten erkennt oder wieder andere Monster lassen Körperteile aus den Lüftungsschächten purzeln.
Zumindest kündigen sich einige Gegner durch ein lautes Kreischen an, dann dreht ihr euch voller Panik um, drückt den virtuellen Abzug, bis das Ungetüm am Boden liegt und zu Staub zerfällt. Danach drückt ihr die Pause-Taste um euch den Schweiß aus dem Gesicht zu wischen. Der Titel „Horror-Shooter“ passt zu Doom III wie die Faust aufs Auge, soviel kann man definitiv verraten.
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