XCOM: Enemy Unknown
XCOM: Enemy Unknown
Hilfe die Alien kommen! Alarm auf der Erde!
24.11.12 um 13:52 von Lucas
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Die Soldaten kommen in verschiedenen Klassen daher. Sie können im Sturm an vorderster Front eingesetzt werden oder schwere Raketenwerfer im Gepäck tragen, als Unterstützer heilen sie und als Scharfschützen - klar - agieren sie als treffsichere Heckenschützen. Jeder Soldat kann innerhalb seiner Klasse entsprechend vom einfachen Soldaten bis hin zum Major aufgelevelt werden. Auch sonst lassen sich die Soldaten ganz individuell verändern. Damit ist es kein Problem, einen bunten Trupp aus Yoko Ono, Umpa Lumpa, KFC Colonel Sanders und Fidel Castro zu erstellen. Mit jedem gelungenen Einsatz werden die Attribute der Soldaten verbessert und neue Fähigkeiten kommen hinzu. Das Aufleveln ist sogar eine solche Bereicherung für die kommenden Kämpfe, dass man sich bei jeder Beförderung freut wie ein kleines Schulmädchen. XCOM sorgt wirklich mit aller Macht dafür, dass einem die eigenen Soldaten nicht nur wichtig sind, sondern emotional ans Herz wachsen. Man fühlt sich als begleite man seine Kämpfer beim Großwerden und bangt um sie, wenn sie nur ganz knapp und schwer verwundet aus einem Gefecht zurückkehren.

Kollateralschäden mit Kollateral-Tränen
Und genau DAS will XCOM! Der Spieler soll sich so sehr an die Soldaten binden, dass man irgendwann sogar die vom Spiel generierten Spitznamen jedes Einzelnen auswendig kennt. Es soll weh tun und regelrecht schmerzen, wenn KFC Colonel "SMASH" Sanders stirbt. Wenn er im Gefecht stirbt, ist er tot! So richtig! Ist er aus dem Spiel verschwunden und kehrt nicht zurück. Für immer weg. Sein Name ziert dann nur noch eine Gedenktafel.
Ab einem gewissen Punkt im Spiel, spätestens sobald die ersten Soldaten am Major-Rang kratzen, fängt man aufgrund dieser knallharten Bedingungen an, permanent zu speichern. Wir selbst ertappten uns zeitweise mit vier Speicherplätzen gleichzeitig - nur für die Kämpfe. Einen Save vor dem Einsatz, bei dem wir unsere Teamaufstellung und Aufrüstung noch ändern können. Den nächsten Save direkt am Anfang des Gefechts, sobald der Schauplatz klar ist. Einen weiteren Save innerhalb des Kampfes (solange alles glatt gelaufen ist) und den letzten Save legten wir unmittelbar nach dem Sieg an.

Extraterrestrial Combat Force
XCOM kann nicht nur ein schweres, sondern auch ein hartes Spiel sein und genau darin liegt der Reiz. In einer Zeit, in der man Erfolge und Trophäen für das Absolvieren von Tutorials bekommt, in denen einen "unendliche Entscheidungsfreiheit" suggeriert wird, aber man doch komplett an der Hand geführt durch die Spielewelt gezogen wird, ist XCOM genau die Art von radikaler Old-Schoolness, die ein Spiel wieder zu einer Herausforderung werden lässt.
Aber es bleibt dabei nicht fehlerfrei. Eben die harten außerirdischen Gegner, die vielen blutjungen Soldaten das Leben genommen haben, sind immer für eine nervige Überraschung gut. Viele laufen ziellos umher und besonders bei den Missionen, in denen man alle Außerirdischen töten muss, wird das Ganze zu einem ausgedehnten Suchspiel. Die fliegenden Einheiten verhalten sich wie nervige Fliegen und surren einem ständig um den Kopf herum, wodurch sie sich genau im Schussfeld unserer Soldaten befinden. Die sonst sehr gelungene Übersicht des Spiels bricht bei den Höhenunterschieden der fliegenden Gegner übrigens ein. Es kommt zu Rucklern und grafischen Hängern und man übersieht oft kleinere Drohnen am Himmel. Auch die Trefferwahrscheinlichkeit auf gegnerische Einheiten wirkte manchmal wie ausgewürfelt. Wieso zum Teufel sollte Major Yoko Ono einen Gegner verfehlen, der direkt vor ihr steht!? Auch in Sachen Missionsvielfalt hält sich XCOM eher bedeckt. Aufträge wie die Rettung von Zivilisten oder das Entschärfen von Bomben spielen sich genau wie jede andere der insgesamt 70 Mission, was schade ist. Sobald sich das Chaos auf der Erde erhöht und Einsatz auf Einsatz folgt, sehnt man sich ab und an in seine Basis zurück, um dort in Ruhe zu forschen und zu bauen. Gegen Ende des Spiels hat das Ausbauen der XCOM-Station und die Entwicklung neuer Technologie mehr Spaß gemacht als die Einsätze, denn diese hatten nur noch den Zweck, die Forschung voranzutreiben. Das sollte doch eigentlich umgekehrt sein, oder? Aber bevor man sich an diesem Kritikpunkt zu sehr überschlägt, wirft einem XCOM das nächste Zuckerstück hin, nämlich in Form von Psy-Fähigkeiten für die Soldaten. Weil diese erst im späten Verlauf des Spiels möglich sind, wollen wir euch nicht mehr vorwegnehmen. Spielt es selbst! Es lohnt sich!
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 Facts
Name: XCOM: Enemy Unknown
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Firaxis Games/2K Games
Genre: Strategie
Spieler: 1-2 (online)
HDTV bis zu: 1080p
PS Network: Onlinespiele/Ranglisten/Content-Download
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Anhänger rundenbasierter Strategie.
Release:12.10.12
 Pro + Cons
 PRO:
+ Sehr gutes Remake eines Klassikers
+ Über 30 Stunden Spielzeit
+ Rund 70 Missionen
+ Individuelles Spielerlebnis
+ Knallharte Konsequenzen
+ Intuitive Spielmechanik
+ Extrem emotionale Bindung zum Soldatentrupp
+ Forschen im wahrsten Sinne des Wortes
+ Anspruchsvoller Schwierigkeitsgrad
+ Belohnende Spielmechanik
+ Motivierend
+ Rundenbasierte Strategie hat Existenzberechtigung
 CONTRA:
- Zum Teil merkwürdig agierende Gegner-K.I.
- Teils Grafik-Aussetzer bei höheren Ebenen
- Anspruchsvoll, aber manchmal auch sehr schwer
- Monotone Missionen
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