XCOM: Enemy Unknown
XCOM: Enemy Unknown
Hilfe die Alien kommen! Alarm auf der Erde!
24.11.12 um 13:52 von Lucas
Bewerte diesen Artikel:
Anzahl der Bewertungen: 0
Game-Recycling ist äußert beliebt. Neuauflagen alter Kracher, zeitgemäß in HD-Optik aufpoliert, um wieder zum (teilweise) Vollpreis verkauft zu werden. Nostalgie ist eine Goldgrube, aus der mehr schlechte als rechte Neuauflagen gnadenlos schöpfen.
XCOM: Enemy Unknown ist ein Remake des 1994 veröffentlichten UFO: Enemy Unknown. Der rundenbasierte Taktik-Shooter erfreute sich in den 90er Jahren hoher Beliebtheit und gehörte neben Jagged Alliance zu den bekanntesten Vertretern dieses Genres. Da wundert es auch nicht, dass in den folgenden Jahren eine Menge Fortsetzungen produziert wurden. Doch abgesehen von wechselnden Settings - mal ein Unterwasser-Setting in XCOM: Terror from the Deep von 1995, mal auf der zerstörten Erde wie in XCOM: Apocalypse in 1997, mal im Weltraum wie in XCOM: Interceptor von 1998 - blieben Spielprinzip und -Mechanik im Grunde gleich. Durch XCOM: E-Mail-Games (1999), das als Online-Brettspiel daher kam, versank die Strategie-Reihe endgültig im Niemandsland. Der Third-Person-Shooter XCOM: Enforcer von 2001 wirkte dabei wie ein Verzweiflungsakt, die Serie in das neue Jahrtausend zu transferieren. Nachdem dies gescheitert war, wurde es sehr ruhig um die Entwickler von Mythos Games bis sich Firaxis Games, die Spieleschmiede von Sid Meier, der Sache annahmen. Also wurde XCOM unter dem Talent eines Studios, das sich hervorragend auf Strategiespiele versteht, und Publisher 2K Games mit dem aktuellen Titel XCOM: Enemy Unknown neues Leben eingehaucht. Ob das XCOM-Remake, anders als die Neuauflage von Jagged Alliance, den Taktik-Shooter in eine neue Ära stößt, lest ihr jetzt!

Wettrüsten mit den Außerirdischen
XCOM: Enemy Unknown beginnt klassisch. Aliens greifen die Erde an, es wird schnell eine militärische Forschungseinheit gegründet und der Kampf gegen die Invasoren kann beginnen. Rund um seine Basis baut man nach und nach Labore, Werkstätten, Kasernen und Energieträger, um eine allumfassende Verteidigungsfront gegen die feindlichen Aliens zu errichten. Es steht dem Spieler dabei komplett frei, ob er mehr in taktische Forschung oder mehr in geballte Feuerkraft investiert. XCOM nimmt einen nicht wie ein kleines Kind an die Hand und sagt "Mach dieses und du bekommst jenen Vorteil, es birgt jedoch Nachteil XY". XCOM schubst einen einfach in das Geschehen und man muss auf das Geratewohl hinaus entscheiden.
Direkt zu Beginn muss man so bestimmen, wo die Basis gebaut wird. Das XCOM-Projekt unterliegt einem Rat von Repräsentanten jedes Kontinents der Erde. Baut man die Basis in Nordamerika, beschert einem dies einen finanziellen Bonus, aber schon breitet sich Panik in den anderen Kontinenten aus. Oft genug brennt es - im wahrsten Sinne des Wortes - an vielen Orten der Erde gleichzeitig. Alien-Angriffe in Tokyo, Hamburg und Moskau, aber man kann seinen Trupp nur an einen Ort schicken. Mit der Rettung gibt es verschiedene Boni wie zusätzliche Techniker, mehr Geld oder einen neuen Soldaten, doch egal wie zuckersüß die Belohnung ist, die Konsequenz der Entscheidung ist jedes Mal ein Stück bitterer.
Schickt man seine Einheit los, um Tokyo zu retten, breitet sich Panik in Deutschland und Russland aus. Wird der Panikbarometer rot, steigt das jeweilige Land aus dem XCOM-Projekt aus. Russland hat bei uns beispielsweise das Projekt verlassen, weil wir ihnen nicht geholfen haben und unsere Mittel zu begrenzt waren, um Überwachungssatelliten über Europa und Asien zu positionieren. In solchen Lagen bekommt man keine Unterstützung mehr vom jeweiligen Land, sollten weitere Länder austreten, kann es sogar soweit kommen, dass das gesamte XCOM-Projekt scheitert und das Spiel damit vorbei ist.
Erst nach einer Zeit schafft man es, alle Bälle halbwegs oben zu halten. Im Luftraum kümmert man sich um Satelliten, die die entsprechenden Länder nach Alien-Angriffen scannen. Des Weiteren muss man sich um die Wartung und Aufrüstung von Abfangjägern kümmern, die bei UFO-Angriffen zum Einsatz kommen. Innerhalb seiner Einrichtung baut, forscht, und rekrutiert der Spieler und verhandelt mit dem Rat über das Wohl der Menschheit.

Rundenbasierte Ballerei mit geballter emotionaler Bindung
Letztlich haben alle Entscheidungen nur ein Ziel: Die Vernichtung der Aliens. Und diese findet auf dem Schlachtfeld statt. Mit einem Trupp aus anfangs vier, später sechs, Soldaten bekämpft man die Invasoren. Jeder Soldat hat dabei zwei Züge pro Runde zur Verfügung. Läuft er ein paar Schritte bis zu einer Deckung, ist ein Zug weg. Sprintet er eine größere Entfernung, sind beide Züge weg. Schießt er auf einen Gegner, ist ein Zug weg. Muss er sich heilen oder nachladen oder in Abwehrhaltung gehen, ist ein Zug weg. Stumpfes nach vorne Brettern und Stürmen führt mit absoluter Sicherheit zum Scheitern der Mission. So heißt es also, seine minimalen Ressourcen optimal einzusetzen. Nur gut durchdachte Züge führen daher zum Sieg.
 Screenshots
 Comments

Du bist nicht eingeloggt!
Du musst in My GP eingeloggt sein, um Comments eintragen zu können.
 Facts
Name: XCOM: Enemy Unknown
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Firaxis Games/2K Games
Genre: Strategie
Spieler: 1-2 (online)
HDTV bis zu: 1080p
PS Network: Onlinespiele/Ranglisten/Content-Download
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Anhänger rundenbasierter Strategie.
Release:12.10.12
 Pro + Cons
 PRO:
+ Sehr gutes Remake eines Klassikers
+ Über 30 Stunden Spielzeit
+ Rund 70 Missionen
+ Individuelles Spielerlebnis
+ Knallharte Konsequenzen
+ Intuitive Spielmechanik
+ Extrem emotionale Bindung zum Soldatentrupp
+ Forschen im wahrsten Sinne des Wortes
+ Anspruchsvoller Schwierigkeitsgrad
+ Belohnende Spielmechanik
+ Motivierend
+ Rundenbasierte Strategie hat Existenzberechtigung
 CONTRA:
- Zum Teil merkwürdig agierende Gegner-K.I.
- Teils Grafik-Aussetzer bei höheren Ebenen
- Anspruchsvoll, aber manchmal auch sehr schwer
- Monotone Missionen
1
 Verwandte Artikel
NEWS:
Bisher leider kein Eintrag
FIRST FACTS:
Bisher leider kein Eintrag
PREVIEWS:
Bisher leider kein Eintrag
ARTIKEL:
Bisher leider kein Eintrag
SPECIALS:
Bisher leider kein Eintrag