Darksiders II
Darksiders II
Jetzt tritt der zweite Reiter der Apokalypse in Aktion! Der Test!
30.08.12 um 16:54 von Thomas M.
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Die Charakter-Eigenschaften von Tod gliedern sich in verschiedene Attribute (Stufe, Erfahrung, Gesundheit, Kraft, Verteidigung, Magie, Widerstand, Hauptwaffe, Zweitwaffe). Je nach ausgerüsteter Waffe und Bekleidung (Schulterschutz, Rüstung, Handschuhe/Armschutz, Stiefel, Talismane und Quest-spezifische Gegenstände), werden entsprechende Attribute positiv verstärkt, so dass wir beispielsweise durch das Töten mit einer speziellen Axt mehr Zorn erhalten, welcher als magische Energie für den Einsatz der Fähigkeiten genutzt werden kann.
Das Inventar des Charakters erstreckt sich über verschiedene Kategorien der genannten Waffen bis zu den Kleidungsstücken, die außerdem auch das Aussehen des Protagonisten verändern. Natürlich können diese in der Umgebung gefunden oder bei entsprechenden Händlern gekauft werden oder aber werden Tod an entsprechenden Stellen vor der nächsten Quest in die Hand gedrückt.

Die Vielzahl der Elemente sind auch für nicht RPG-Erfahrene Spieler relativ einfach zu erlernen und da in den diversen Kämpfen auch im härtesten Schwierigkeitsgrad "Apokalyptisch" oft ein Button-Mashing für den Erfolg reicht, werden viele Action- und Arcade-Spieler hier ebenfalls auf ihre Kosten kommen.
Für die Boss-Fights mit kleinen und riesigen Gegnern reicht ein einfaches Button-Mashing definitiv nicht mehr aus. Nach und nach ist die Strategie des Gegners zu erlernen und eine entsprechende Angriffsstrategie zu erarbeiten, um die bis zu 15 Minuten langen Kämpfe erfolgreich zu bestehen. Wichtig ist es dabei, einen kühlen Kopf zu bewahren und den als erfolgreich erkannten Weg durchzuziehen.
Einmal durchschaut, sind auch diese Kämpfe relativ einfach zu meistern. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass Tod sich nicht mit Themen wie Blocken auseinandersetzt. Es gibt keine Taste, die diese Funktion erfüllen könnte. Im Gegenteil: Als agiler Kämpfer muss Tod immer wieder abrollen und ausweichen, kann aber auch direkte Konterangriffe ausführen, wenn man mit dem richtigen Timing agiert.

Vigil Games liefert einen Zombie-Shooter?
Das einfache Durchspielen eines Hack 'n' Slay-Action-Adventure-RPGs hat Vigil Games wohl nicht gereicht. In einer der späteren Passagen des Spiels findet sich Tod auf der Erde wieder und spielt mit den himmlischen Pendants zum Maschinen-Gewehr oder Granatwerfer. In sehr cooler Action-Manier sind wir so aus der Third-Person-Ansicht mit den Waffen auf der Jagd nach Mitgliedern des Schwarms. Dies sind Zombie-ähnliche Wesen, die Tod in großen Angriffswellen zusetzen wollen. Zwar hätte man jederzeit die Option, die Waffen wegzulegen und die gleichen Spiel-Abschnitte mit der Sense zu spielen, aber erstens ist es mit der Waffe deutlich einfacher und zweitens macht es einen Höllen-Spaß!
Jene Gameplay-Mechanik in Darksiders II, die man so in einem Hack 'n' Slay-Action-Adventure-RPG mit diesem Setting zunächst nicht erwartet, hätte sogar das Potential für die Basis eines grundsoliden Standalone-Shooters, der ohne große Probleme ein sehr gute Wertung abgreifen könnte. Vigil Games sollte vielleicht über eine neue Shooter-Marke auf dieser Basis nachdenken.

Zu Fuß, zu Pferd, im Wasser und an der Wand ein Held
Insgesamt lässt sich die Charakter-Steuerung bei Darksiders II als 3rd-Person-typisch bezeichnen. Der linke Analog-Stick dient zur Bewegung, der rechte Analog-Stick ist für die Kamerajustierung zuständig, X (PS3) oder A (Xbox 360) zum Springen, Quadrat (PS3) oder X (Xbox 360) und Dreieck (PS3) oder Y (Xbox 360) für normale und harte Angriffe und die Kreistaste (PS3) oder B (Xbox 360) zum Fallenlassen, wenn man an Kanten hängt oder selbige hinabklettert.
Da es sich bei Tod um einen sehr agilen Charakter handelt, ist es mit ihm möglich, in den Dungeons diverse Moves zu vollbringen, die unweigerlich an den Prinzen aus Persien erinnern. Wallruns, schnelles Entlanghangeln, eine Art Enterhaken oder diverse Wand-zu-Wand-Sprünge reichern die Mannigfaltigkeit der Bewegungsmöglichkeiten an. Eine solche Bewegungsfreiheit birgt aber damit auch das Risiko, geheime Areale schnell mal zu übersehen. Die Steuerung ist insgesamt sehr direkt, fordert jedoch eine filigrane Bedienung der Analog-Sticks, um an der Wand beispielsweise nicht nach rechts, sondern nach oben zu springen. So kommt es leider doch ab und an vor, dass Sprünge misslingen.

Zum Glück sind wir ja bereits Tod und daher macht uns beispielweise ein misslungener Sprung wenig aus. In der Action gestorben, wird der letzte Checkpoint, der fair und kurzfristig gesetzt wurde, geladen und es kann wieder losgehen. Bei fehlgeschlagenen Sprüngen in Abgründe oder Lava-Seen verwandelt sich Tod in seine Super-Gestalt und fliegt kurzerhand auf den letzten sicheren Posten zurück.
Auch im Wasser fühlt sich Tod sichtlich wohl. Schwimmen und Tauchen gehen locker von der Hand und daher können wir auch so manche Unterwasser-Szene miterleben.
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 Facts
Name: Darksiders II
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Vigil Games/THQ
Genre: Hack 'n' Slay-Action-Adventure-RPG
Spieler: 1
HDTV bis zu: 1080p
PS Network: Ranglisten/Content-Download
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Liebhaber des Vorgängers und alle Genre-Fans.
Release:17.08.12
 Pro + Cons
 PRO:
+ Großartige Kombination vieler Elemente
+ Viele Anpassungsmöglichkeiten
+ Gewaltiger Umfang
+ Faire Rätsel
+ Coole Sprung- und Klettereinlagen
+ Gute Synchronsprecher
+ Tolle Atmosphäre
+ Genial gestaltete Umgebungen und Kulissen
+ Sehr direkte Steuerung
+ Stimmiger und konsequenter Grafik-Stil
+ Wuchtige Musik-Untermalung
+ Faires Checkpoint-System
+ Dezent auftauchender Humor
+ Umfangreiche Story-Kampagne
+ Monster erfordern unterschiedliche Taktiken
+ Waffen-Upgrades
+ Arena-Modus
+ New Game+-Modus
 CONTRA:
- Story stellenweise in die Länge gezogen
- Steuerung fordert manchmal filigranen Umgang
- Keine coolen Finishing-Moves
- Polygon-Armut
- Teilweise unscharfe Texturen
- Gelegentliche Kamera-Probleme
- Ab und an weite Strecken zu überbrücken
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