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Vom ersten Trailer an waren alle gespannt, wie sich der zweite Reiter der Apokalypse im neuen Darksiders-Titel von Vigil Games präsentieren wird. Werden die nach dem ersten Teil sehr hohen Erwartungen enttäuscht oder hat es Vigil Games geschafft, eine gigantische Fortsetzung zu entwickeln, die sich vor dem Original nicht verstecken muss?
Darksiders geht jedenfalls in die zweite Runde... Nicht ganz, wenn wir ehrlich sind, denn genau genommen haben wir hier einen parallelen Handlungsstrang zu den Ereignissen, die der erste apokalyptische Reiter Krieg (War) im ersten Teil von Darksiders durchlebt. Wieso Darksiders II trotz der vom Vorgänger hoch angelegten Messlatte ein Must-Have-Titel für jeden Genre-Fan geworden ist und diese sogar noch höher legt, erklärt euch unser Test!
Was geschah im ersten Teil?
Für all diejenigen, die den tollen ersten Teil noch nicht gespielt haben, folgt eine Kurzzusammenfassung von dem, was ihr vom Vorgänger wissen solltet. Aber keine Angst, wir werden die Handlung nicht vorwegnehmen, denn ein Durchspielen von Teil 1 vor dem Starten von Darksiders II möchten wir an dieser Stelle wärmstens empfehlen. Ich persönlich habe Darksiders damals selbst erst nach ausdrücklichen und mehrfachen Hinweisen der Redaktionskollegen in die Konsole geworfen und war dann völlig gefesselt und begeistert!
Im ersten Teil von Darksiders schlüpfen wir also in die Rolle von einem der insgesamt vier apokalyptische Reiter, der auf den Namen Krieg hört und der sich auf der Erde in der Schlacht zwischen Himmel und Hölle wiederfindet. Auf der Erde angekommen geht Krieg nämlich davon aus, wie angedacht seiner Pflicht nachkommen zu müssen und diese lautet: Bringe die Apokalypse! Nur wenn die sieben Siegel gebrochen wurden, kann er zur Erde kommen, also scheint für Krieg alles eindeutig zu sein. Kurzerhand wird er jedoch vom Feurigen Rat beschuldigt, sich auf die Seite der Unterwelt geschlagen zu haben und so verantwortlich für den Weltuntergang zu sein, der noch gar nicht einsetzen sollte. Die apokalyptischen Reiter als Eingreiftruppe des hohen Rates sind zur Stelle, um das Gleichgewicht der Mächte zu bewahren, doch die Siegel scheinen nach wie vor intakt und so steht Krieg vor einer Verschwörung oder der Frage, ob er ohne es zu wissen doch die Schuld an allem trägt.
Zur Rettung seiner Ehre schwört Krieg die Hintergründe aufzudecken oder bei dem Versuch zu sterben. Dafür bindet der Rat einen dämonischen Beobachter an Krieg, der diesen unterwerfen und unter Kontrolle halten soll. Als Marionette des Rates sucht Krieg anfänglich beinahe ohne jede Macht wieder die zerstöre Erde auf, um seinen Schwur zu erfüllen. Mittlerweile sind 100 Jahre vergangen, die Menschheit hat diese Zeit nicht überstanden. Im postapokalyptischen New York startet Krieg somit seinen Rachefeldzug auf der Suche nach Vergeltung, auf der sich auch schnell herausstellt, dass er einen großen Dämon nur dann besiegen kann, wenn er es mit vielen kleineren Dämonen und den Wächtern des Himmels zugleich aufnimmt und zudem seine Kraft zurückgewinnt.
Na? Schon mundwässerig? Viel mehr wollen wir hier gar nicht erzählen, denn dies ist gerade mal der Anfang zu einem der storytechnisch besten Spiele in diesem Genre, dessen Spielzeit und RPG-Elemente jedoch leider etwas dünn ausgefallen sind. Darksiders II soll daher nun einspringen und nahezu alles besser machen...
Der Tod als Retter des Krieges
Während Krieg am Rande seiner Verdammnis steht und darum kämpft, seine Unschuld zu beweisen, versucht sein Bruder Tod die Menschheit zu retten und den Namen von Krieg wieder rein zu waschen. Also übernimmt der Spieler in Darksiders II die Kontrolle von Tod und sucht zunächst den Meister der Geheimnisse auf, der Tod nach einem Kampf in die Welt der Erschaffer führt. Dort angekommen findet Tod einige Erschaffer, die unter dem Verderben leiden, welches jene Welt in das Dunkel gestürzt hat.
Getreu dem Motto "Eine Hand wäscht die andere" hilft Tod den Erschaffern, die alte Schmiede der Erschaffer mit neuem Feuer wieder in Gang zu bringen. Diese wollen sich dafür revanchieren, indem sie ihm den Weg zum Baum des Lebens ebnen, den er als vermeintliches Ziel seiner Reise sieht. Doch weit gefehlt, denn der Baum dient lediglich als Portal in andere Teile der Welt von Darksiders II.
Nach einigen Stunden im Spiel wird dieser Weg zum Baum des Lebens endlich frei, doch beginnt unsere Reise dort erst so richtig. Das Ziel ist ein Weg und der Baum des Lebens unser Portal zwischen den verschiedenen Welten und Ebenen, aus denen Darksiders II besteht. Auch der Rückweg lohnt sich bei Darksiders II jederzeit, um versteckte Bereiche zu betreten.
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