Darksiders II
Darksiders II
Jetzt tritt der zweite Reiter der Apokalypse in Aktion! Der Test!
30.08.12 um 16:54 von Thomas M.
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Von den Schmiedelanden, in denen man den ersten großen Teil des Spiels verbringt, geht es also weiter in das Reich der Toten und auch auf der Erde und in der Elfenbeinzitadelle wird Tod mitsamt seiner Sense aktiv bis es zu guter Letzt am Quell der Seelen zum bombastischen Endkampf gegen das Verderben in Persona geht.
Im Gegensatz zum Vorgänger werden bei Darksiders II die Hintergründe der apokalyptischen Reiter viel detaillierter vorgestellt. Die Reiter entstammen nämlich den Nephlim, haben sich jedoch gegen Ihresgleichen gestellt und durch den Feurigen Rat die Macht erhalten, die Nephlim zu bezwingen. Als Brudermörder hat Tod einen Großteil seines Stammes getötet, aber die Seelen der Nephlim fanden den Weg in das Reich der Toten...
Ihr könnt euch bei Darksiders II somit je nach Spielweise auf eine umfangreiche Geschichte mit deutlich über 20 Stunden Spielspaß und mehr freuen! Das Spiel ist nämlich auch mit zahlreichen Sammelgegenständen und vielen, vielen Neben-Quests gespickt, die zusätzlich bis zu zehn weitere Stunden mit sich bringen, um den Weg zu den 100 Prozent Spielfortschritt zu ebnen.

Neben dem Story-Modus bietet Darksiders II einen Arena-Modus, in dem ihr einer Reihe von Angriffswellen widerstehen müsst. Regelmäßig gibt es dabei seltene Gegenstände, die ihr bei einem Weiterspielen jedoch wieder verlieren könnt. Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass ihr euren Charakter dabei weiter aufleveln dürft.
Auch ein New Game+-Modus ist mit an Bord, durch den ihr nach dem Beenden der Story mit all euren Mächten und Fähigkeiten, die ihr am Ende des ersten Durchspielens mit Tod erreicht habt, einen neuen Durchlauf starten könnt. Das gute Checkpoint-System kompensiert übrigens nicht nur dann fehlende Speichervorgänge sehr gut, denn ab und an schmiert das Spiel auch mal ab. Im Arena-Modus nützt euch dies jedoch wenig.

Die Welt von Darksiders II
Die Welt von Darksiders II ist nicht groß, sondern schlichtweg gewaltig. Ohne sein Pferd würde Tod enorm viel Zeit auf den Wegen zwischen den einzelnen Gebieten und Dungeons verbringen, was aber auch durch die Funktion "Schnelle Reise" etwas vereinfacht wird, mit der wir auf der Karte bereits gefundene Orte schnell erreichen können. Die Welt wird visuell in bombastischer Form präsentiert und muss sich vor kaum einem Top-Titel verstecken. Lediglich stellenweise auftretende Texturen, die etwas unscharf wirken, sind ein kleiner Wehmutstropfen. Zur genialen Optik gesellt sich dann noch eine sehr direkte und brutale Sound-Kulisse, die unbedingt auf einer Surround-Anlage genossen werden will!
Beim Laden eines Spielstandes wird die Ladezeit im Übrigen durch eine Kurzzusammenfassung der zuletzt absolvierten Ereignisse verkürzt, was die gefühlte Wartezeit ein wenig verringert.

Die Welt von Darksiders II überzeugt also sowohl mit ihrem Ausmaß wie auch durch optische Reize. Leider sind die Dungeons der einzelnen Welten recht linear und die Rätsel wiederholen sich immer öfter, so dass die Motivation zur Beendigung des nächsten Dungeons zum Teil etwas abfällt und Darksiders II zwischendurch ein wenig langatmig werden kann. Nichtsdestotrotz sind in der Welt eine ganze Reihe Sammelobjekte in Form von Truhen, Seiten aus dem Buch des Todes und weitere Neben-Quests zu finden, die auf dem Weg zur Weiterentwicklung des Charakters fleißig eingesammelt werden wollen. Wer bei dieser großen Welt oder in den Dungeons mal die Übersicht verliert, der kann durch Drücken und Halten der linken Analog-Stick-Taste auch den Raben Asche losschicken, der als treuer Begleiter - weder lebendig noch tot - genau weiß, wo es als nächstes entlang geht.

Ein Großteil der Rätsel zielt darauf ab, den jeweiligen Weg zum gerade zu erreichenden Quest-Ziel freizuräumen, also Sperren vor Türen zu entfernen, Blockaden zu überwinden oder aber Brücken herzustellen. Die Lösungsmöglichkeiten werden nicht vorgegeben, so dass man nach dem "Try & Error"-Prinzip an das Ganze herangehen muss, falls die Lösung nicht doch zu offensichtlich ist.
Da mangels Fähigkeiten nicht alle Sammelobjekte vom Start an zu erreichen sind, ist auch ein späteres Backtracking zu den bekannten Bereichen möglich und durchaus auch empfehlenswert, um selbst die letzten Verstecke der Welt auszumachen.

Viel mehr Rollenspiel
In Darksiders II werden typische Rollenspiel-Elemente wie ein Erfahrungssystem in viel umfangreichere Form verwendet. Durch die Erfahrungspunkte kann man den Charakter Tod bis auf Level 30 bringen. Neben der Haupthandlung werden wir durch einzelne Charaktere auch mit Neben-Quests beauftragt, die die Spielzeit verlängern und ebenfalls anspruchsvolle Aufgaben enthalten. Bei jedem Stufenaufstieg kann ein neuer Punkt in die Spezialfähigkeiten der Kategorien Todesbote (martialische Moves zum Töten der Gegner) oder Nekromant (Beschwörung von Ghouls, Krähen und Untoten) investiert werden, um im Kampf noch gewaltiger aufzutreten.
In verschiedenen Dungeons finden wir auf unseren Wegen zudem eine Vielzahl verschiedener Primärwaffen wie Sensen und diverse Sekundärwaffen wie Äxte, Hämmer oder Krallen-Handschuhe, die zum Teil ebenfalls verbessert werden können. Viele der Quests bestehen aus dem Einsammeln verschiedener Items, wie etwa den Seelen von Verdammten. Wenn dabei beispielsweise drei Seelen zu sammeln sind, ist die Suche nach den ersten beiden Seelen deutlich länger als die nach der dritten. Hier wird eindeutig gegen die Eintönigkeit der immer gleich gestalteten Dungeons gekämpft, indem man diese Aufgaben gegen Ende schlichtweg verkürzt hat.
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 Facts
Name: Darksiders II
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Vigil Games/THQ
Genre: Hack 'n' Slay-Action-Adventure-RPG
Spieler: 1
HDTV bis zu: 1080p
Xbox Live: Ranglisten/Content-Download
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Liebhaber des Vorgängers und alle Genre-Fans.
Release:17.08.12
 Pro + Cons
 PRO:
+ Großartige Kombination vieler Elemente
+ Viele Anpassungsmöglichkeiten
+ Gewaltiger Umfang
+ Faire Rätsel
+ Coole Sprung- und Klettereinlagen
+ Gute Synchronsprecher
+ Tolle Atmosphäre
+ Genial gestaltete Umgebungen und Kulissen
+ Sehr direkte Steuerung
+ Stimmiger und konsequenter Grafik-Stil
+ Wuchtige Musik-Untermalung
+ Faires Checkpoint-System
+ Dezent auftauchender Humor
+ Umfangreiche Story-Kampagne
+ Monster erfordern unterschiedliche Taktiken
+ Waffen-Upgrades
+ Arena-Modus
+ New Game+-Modus
 CONTRA:
- Story stellenweise in die Länge gezogen
- Steuerung fordert manchmal filigranen Umgang
- Keine coolen Finishing-Moves
- Polygon-Armut
- Teilweise unscharfe Texturen
- Gelegentliche Kamera-Probleme
- Ab und an weite Strecken zu überbrücken
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