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Kunterbuntes Leveldesign
Besonders hervorzuheben ist der große Facettenreichtum, den die unterschiedlichen Welten und Level zu bieten haben. Zwar sind die Welten über die üblichen Themen wie Wüste, Eiswelt, Wald usw. definiert, dennoch hat jedes Level seinen ganz eigenen Stil und erfordert vom Spieler eine andere Art zu spielen. So gibt es neben den üblichen Hüpfeinlagen eine Vielzahl an Verwandlungsformen, etwa die eines Delphins, eines Maulwurfs, eines Feuerwehrwagens mitsamt Löschschlauch und auch UFO, Surfer, Rennbuggy und weitere Formen sind mit dabei. Dies sorgt für eine ausgewogene Abwechslung und lässt den Spieler dabei nicht davon abkommen, dass es in jedem Level viel zu entdecken gibt.
So sind stets drei unterschiedliche Schätze versteckt, die es erst einmal zu finden gilt. Jene Schätze unterteilen sich wiederum in je zwei Gegenstandsobjekte und eine Musik-CD. Während die CDs eher der Sammellust gelten und benötigt werden, um 100 Prozent des Spielfortschritts zu erlangen, werden die Gegenstandsobjekte dafür benötigt, um im Hotel von Filzingen die Zimmer einzurichten. Hat man dies nämlich erfolgreich und mit den richtigen Gegenständen geschafft, so zieht ein Mieter in die Wohnung, der einem gänzlich neue Aufgaben für bereits geschaffte Level stellt, beispielsweise fünf Wesen innerhalb einer vorgegebenen Zeit zu finden oder eine bestimmte Anzahl an Perlen zu suchen. Schafft man auch das, erhält man zur Belohnung gleich den nächsten Gegenstand.
Will man Kirby vollkommen durchgespielt und sein Savegame auf 100 Prozent gebracht haben, benötigt man natürlich eine Weile, aber geübte Spieler sollten diese Aufgabe innerhalb von 12 bis 13 Stunden gemeistert haben.
Einige Kritikpunkte zum Schluss
Kirbys lang ersehnter Auftritt auf einer der großen Konsolen ist sicherlich ein mehr als gelungenes Comeback, dennoch kann dem Ganzen aus unterschiedlichen Gründen nicht ganz das Niveau moderner Klassiker wie Mario Galaxy 1 & 2 zugesprochen werden. Das mag zum einen daran liegen, dass der Schwierigkeitsgrad - mit Verlaub gesagt - nicht nur viel zu einfach ist, sondern quasi kaum vorgefunden werden kann. Mühelos absolviert man so ein Level nach dem anderen. Dank seines sehr kinderfreundlichen Settings ist es dem rosa Saugmaul nicht möglich, auch nur ansatzweise zu sterben bzw. der Versuchung zu unterliegen, ein Level wiederholen zu müssen. Das befreit zwar von Frust während des Spielerlebnisses, ist aber für geübtere Spieler fast schon langweilig. Die einzige Herausforderung besteht also wirklich darin, das Spiel mit all seinen Geheimnissen zu entdecken und die 100 Prozent zu erreichen.
Des Weiteren ist der Umfang des gesamten Spiels geringer als beim einige Wochen zuvor ebenfalls von Nintendo veröffentlichten Donkey Kong Country Returns. Sechs Welten sind zwar noch in Ordnung, aber vielleicht nach so langer Wartezeit für viele Spieler doch zu wenig und hart an der Grenze.
Mehrspielermodus mit Prinz Plüsch
Als besonderes Gimmick ist es in Kirby und das epische Garn möglich, das Kirby-Abenteuer mit einem Freund oder einer Freundin zu spielen und zwar mit Hilfe des im Stoffland beheimaten Prinz Plüsch.
Dieser ist im Vergleich zu Kirbys Charakter eher gegensätzlich gepolt. Nicht hell, freudig und rosa zeigt sich Prinz Plüsch, sondern blau, etwas ernster und weniger lustig, dafür jedoch genauso zielstrebig wie Kirby, wenn es um die Rettung des Königreiches geht. Gespielt wird durch die Levels dann zeitgleich und möglichst kooperativ und da die gesamte Kampagne ohnehin dafür ausgelegt ist, alleine durchgespielt zu werden, ist es zwar zum Aufspüren von bestimmten Schätzen nicht notwendig einen Begleiter dabei zu haben, lustige Unterhaltung ist aber auf alle Fälle garantiert. Erfreulich ist außerdem, dass das gemeinsame Jump 'n' Run-Erlebnis nicht in die chaotische Richtung abdriftet wie es noch beispielsweise bei New Super Mario Bros. Wii passieren konnte, dessen Mehrspielermodus für Gelegenheitsspieler zu einem unübersichtlichen Figurenbrei verkommen konnte. Kirby und das epische Garn bleibt daher auch zu zweit stets angenehm spielbar und mindestens genauso unterhaltsam wie alleine.
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