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Lange Zeit war es still um den kleinen von den HAL Laboratory erdachten und durch Nintendo zur Kultfigur gewachsenen Nimmersatt Kirby. Seit seinem ersten großen Abenteuer im Dream Land bzw. auf dem Gameboy 1993 und einigen Nachfolgern auf dem Gameboy sowie auf dem NES und SNES war sein letzter Auftritt auf einer Heimkonsole auf dem N64 schon vor über 10 Jahren.
Was folgte, waren einige Abstecher auf Handhelds wie dem Gameboy Advance und dem Nintendo DS. Nun endlich meldet sich Kirby auf der aktuellen Konsolen Generation zurück und trumpft auf der Wii mit einem äußerst niedlichen Konzept auf.
Dream Land wieder in Gefahr
Was wären Traumländer, wenn sie nicht gelegentlich einer riesigen Bedrohung gegenüber stehen würden. Wieder mal passiert dies auch dem Dream Land, dem Zuhause von Kirby, doch dieses Mal scheint die Bedrohung eine ganz Außergewöhnliche zu sein.
Als Kirby eines Tages nämlich wiedermal auf seinen Spaziergängen durch das Traumland daher schlendert, sieht er eine besonders lecker aussehende Metamomate - Kirbys Lieblingsspeise.
In seiner Gier konnte unser rosa Nimmersatt nicht an sich halten und wollte die Metamomate mit einem Happen verschlingen, jedoch ohne zu bedenken, dass er mit seinem riesigen Saugatem zugleich die magische Socke vom bösen Magier Grimgarn zu sich ziehen würde. Bevor Kirby bemerkte, wie ihm geschah, zog ihn die magische Socke in die Welt des Garns, wo er vorerst gefangen war. Ohne Kirby konnte der böse Zauberer Grimgarn nun seinem dunklen Plan nachgehen und Dream Land nach und nach für sich unterjochen, um aus ihr eine Stricklandschaft zu machen.
Zugegeben: Wirklich ernst nimmt sich die Hintergrundgeschichte nicht und klar wird auch, dass die ganze Geschichte stark für Kinder ausgelegt ist, denn mehr als das plakative Gut gegen Böse kann man auch hier nicht finden, allerdings sehr niedlich inszeniert.
Verflixt und zugenäht
Der eigentliche Clou an Kirby und das epische Gran ist die grafische Darstellung, die zudem auch noch geschickt neue Spielelemente integriert. So spielt sich alles in der Welt der magischen Socke ab - einer Welt aus Fäden, Garn, Filz und Stoff. Selbst Kirby mit seinen sonst stets vorhandenen Knopfaugen ist zu einem rosa Bindfaden mutiert, so dass ihm seine Fähigkeit, Dinge einzusaugen, nicht mehr so wirklich gelingen mag. Aus diesem Grund schwingt Kirby nun einen Teil seines sonst so massiven Körpers als eine Art peitschenden Faden, um Gegner einzuwickeln und so als Knäuel zu werfen oder eben um andere Objekte in der Spielwelt zu greifen und zu manipulieren.
So kann sich der rundliche Held nicht nur an Gegenständen entlang hangeln, sondern auch Objekte wie Reißverschlüsse greifen, um auf diese Weise die Gesamtspielwelt zu öffnen, Teile der Welt heranzuziehen bzw. bestimmte Levelabschnitte gänzlich zu verändern. Einige Rätsel sind erneut, wie in Nintendo Jump ’n’ Runs durchaus üblich, darauf ausgelegt, versteckte Gegenstände in den unterschiedlichen Level zu finden. Durch das Manipulieren der bunten Fadenwelt können Areale dann begehbar gemacht werden, die zuvor gänzlich verschlossen blieben.
Dabei sind die Rätsel, genau wie die Grafik, immens auf niedlich getrimmt worden. Beispielsweise geht es darum, einem Teddybär das kaputte Bein zu nähen. Gesagt, getan! Kaum zu genäht, verschwinden die Tränen des Bären und er hebt seine Hand, die fortan als Plattform genutzt werden kann. An anderer Stelle wiederum müssen Gegner zusammengeschnürt werden, um damit bestimmte Blöcke aus dem Weg räumen zu können. Dahinter nämlich versteckt sich eine als Ausrufezeichen getarnte Stofflasche, die sich schwebend an anderer Stelle verewigt, um durch diese im Anschluss eine relativ große Fläche Stoff vom Level abziehen zu können. Dahinter offenbart sich dann nicht selten eine Tür, die zu ganz anderen Arealen führt. Kirby und das epische Garn weiss also geschickt seine grafische Präsentation mit der Spielmechanik zusammenzunähen, um an dieser Stelle auch sprachlich beim Thema zu bleiben.
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