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Das Leben ist eine Herausforderung. Hier und da mal die falsche Abzweigung genommen und man steht in einer Sackgasse. Doch das Ganze sei an dieser Stelle bildlich zu nehmen, denn hier und da mal die falsche Abzweigung genommen und man gerät schnell auf die schiefe Bahn.
Ähnlich erlebt es Vito Scaletta, der Protagonist aus 2K Czechs aktuellem Action-Titel Mafia II. Mitte des letzten Jahrhunderts kommt der Sohn italienischer Einwanderer nach Amerika. Was Vito dort erlebt und ob Mafia II nach dem äußerst beliebten und gefeierten Vorgänger aus dem Jahre 2002 abliefern kann? Unser Test führt euch zum Zentrum der Kriminalität in Empire Bay.
Warum schwer, wenn es auch einfach geht?
Die Scaletta-Familie hat es nicht einfach in Amerika. Vor allem Vito beginnt zusammen mit seinem Kumpanen Joe Barbaro früh, die ersten illegalen Dinger zu drehen. Doch während Joe Glück hat, wird Vito geschnappt und kann entweder in den Knast wandern oder sich beim Militär verpflichten.
Vito entscheidet sich für den zweiten Weltkrieg, wird jedoch nach einiger Zeit verletzt und kommt zurück nach Amerika, wo er mit seinen alten Kumpel Joe Papiere fälscht, um nicht wieder zurück zu müssen. Und wieder hat Vito die falsche Abzweigung genommen und den einfachen statt den legalen Weg gewählt. Das schnelle Geld, das nun winkt, ist einfach zu verlockend…
Vito kommt zunächst bei Joe unter und lernt durch ihn nach und nach zuerst Kleinkriminelle kennen, später dann diejenigen, die wirklich die Fäden in der Stadt ziehen. Und so fängt Vito wieder mit den illegalen Geschäften an und erledigt zunächst noch Botengänge oder bedeutungslose Aufträge, später dann auch die wirklich großen Coups.
Dabei nimmt sich Mafia II jedoch jede Menge Zeit, um die erstklassige Story zu erzählen. Vito erhält natürlich nicht mal eben einen Anruf und damit einen neuen Auftrag. Jeder Tag im Spiel hält eine neue Mission für euch bereit, die erzählerisch wunderbar eingeleitet wird. So werdet ihr beispielsweise in eine Bar zitiert, in der es erst mal ein ausführliches Gespräch in Form einer toll inszenierten Zwischensequenz gibt, um den Hintergrund für die Mission zu erklären. Gleichzeitig wird auch Vitos Geschichte vertieft und man erlebt während des gut 10 stündigen Spiels die Entwicklung seines Charakters.
Wo sind denn alle hin? Gibt es etwas umsonst?
Mafia II bedient natürlich so einige Mafia-Klischees und Empire Bay verbreitet hervorragend den Flair der 40er und 50er Jahre, allerdings ist man von der Lebendigkeit der Stadt schon nach kurzer Zeit nicht mehr gänzlich überzeugt. Es laufen relativ wenig Passanten über die Straßen und auch an Abwechslung mangelt es bei den Einwohnern. Oft könnte man meinen, Empire Bay sei von Klonen bevölkert, denn man sieht immer wieder die gleichen wenigen Charaktermodelle der Stadtbewohner, die keine Beschäftigung zu haben scheinen und bestenfalls mal unserem Fahrzeug ausweichen. Darüber hinaus agieren die Bewohner nicht wirklich authentisch, laufen sehr wortkarg durch die Straßen und sind sehr leicht reizbar, was den Passanten nur wenig Leben einhaucht. Ein kleiner Rempler reicht und schon befinden wir uns in einem Faustkampf.
Faustkämpfe kommen sowohl mit Passanten als auch mit Kontrahenten und anderen Ganoven vor. Dabei wird der Gegner quasi anvisiert und Vito setzt den Fokus automatisch auf seinen Faustkampfgegner.
Die Steuerung wurde an dieser Stelle einfach gehalten und somit gibt es einen Button zum Ausweichen und jeweils einen Button für leichte und schwere Schläge. Die Schläge können natürlich kombiniert werden und ist euer Gegner am Taumeln, könnt ihr kleine Finishing-Moves ausführen und dem Kampf mit einem Kniestoß beispielsweise ein endgültiges Ende machen.
Mehr Schein als Sein
Die vorhandene Missionsstruktur mit einer Mission pro Tag lässt auch die Open World-Fassade von Mafia II schnell dahin bröckeln. Ein wenig Sightseeing, Klamotten- und Waffen-Shops sowie die Möglichkeit, Kleinigkeiten an seinem Auto zu ändern (dieses zu tunen oder ein neues Nummernschild anzubringen), doch vielmehr gibt es in Empire Bay nicht zu entdecken.
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