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Interessanterweise hat jede Nation seine ganz eigenen Vorgaben zu erfüllen: Während der Preuße möchte, dass nach 192 Runden die deutschen Fürstentümer vereinigt sind, sollen die Franzosen hingegen Wien, Berlin und Moskau erobern und England führt wiederum Angriffe auf die französischen Schiffe aus.
Trotz nur eines wirklich gelungenen Feldzuges profitiert dennoch die gesamte Kampagne von den spielerischen Neuerungen. Eroberte Städte zum Bespiel dürfen entweder besetzt, ausgeplündert oder befreit werden. Letzteres erschafft ein Protektorat, das ihr als loyaler Verbündeter unterstützt und ein paar Freiwilligen-Bataillone verschenkt. Dies kann sich als sehr wertvoll erweisen, da Verluste unter den Einheiten nicht mehr einfach über Gold zurückgekauft werden können, sondern sich regenerieren müssen. Dazu werden in den Siedlungen Nachschubdepots und Bauernhöfe gebaut, was Regimenter wieder zu voller Stärke verhilft.
Sehr gelungen ist außerdem der neue Zeitfluss, denn je Runde vergeht im Spiel nur noch ein halber Monat und nicht mehr gleich ein halbes Jahr. Dies führt auch optisch zu flüssigeren Übergängen der Jahreszeiten und so schneien Alpenengpässe im Winter beispielsweise zu. Unwirtliche Territorien sind dann zwar noch begehbar, sorgen aber auch für Truppenverluste.
Der neue Mehrspieler-Modus
Endlich ist es soweit und die Total War-Reihe hat einen Mehrspieler-Modus, der seine Dienste auf Anhieb durchaus ordentlich verrichtet. Dazu zählt zum Beispiel der Modus der Drop-in-Battles: Möchte man nicht mehr im Solo-Spiel gegen die K.I. antreten, so kann einer eurer Freunde die Seite der zuvor vom Computer gesteuerten Gegner übernehmen, was wiederum nur funktioniert, wenn die Heere auf einem gleichwertigen Niveau sind. Im Test überzeugte diese Funktion nicht gänzlich, denn vor den Kämpfen kam es häufig zu langen Ladezeiten.
Ein weiterer Modus ist der, den sich die Fans schon lange gewünscht hatten und so können von nun an zwei Spieler gemeinsam eine Kampagne bestreiten. Jeder Spieler übernimmt seine eigene Fraktion und während der eine seine Einheiten ausbaut, verwaltet der andere lieber seine Städte. Kommt es doch einmal zu einem Gefecht, so übernimmt der Mitspieler in Echtzeit seine eigene Armee oder die der Computer K.I., was sich je nach Wunsch festlegen lässt. Wer das alles nicht möchte, der darf die Schlachten auch komplett auswürfeln lassen.
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