Der Herr der Ringe: Die Eroberung
Der Herr der Ringe: Die Eroberung
Frodo ist gescheitert? EA macht es möglich! Der Test für PS3 und Xbox 360.
21.01.09 um 14:27 von Thomas M.
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Welcher Fan der Trilogie hat nicht schon davon geträumt an der Seite von Aragorn, Legolas und Gandalf den Herrscharen aus Isengard und Mordor auf dem Schlachtfeld entgegen zu treten? Aber auf der anderen Seite: Wer hat nicht davon geträumt, dem Frauenschwarm Legolas mal gepflegt eins auf die Mütze zu geben oder Frodo den Ring über den Kopf zu halten und zu sehen wie hoch er springen kann?
Nach über 120 Millionen verkauften Exemplaren der drei Der Herr der Ringe-Bücher, drei hervorragenden Filmen aus den Jahren 2001 bis 2003, folgt hier nun ein weiteres Franchise zur Saga. Der Herr der Ringe: Die Eroberung soll die Herzen der Fans erneut in seinen Bann ziehen und die Story durch neue Ansätze auch für Fans interessant machen, die nicht nur die ohnehin bekannte Handlung nachspielen wollen.
Das Konzept ist zugegebenermassen nicht neu und wurde bereits mit dem Überraschungs-Hit Star Wars: Battlefront von Pandemic vor einigen Jahren erfolgreich vermarktet. Auch muss man allgemein sagen, dass die Spiele zum Film in den vergangen Jahren immer mehr zu einer profitorientierten Farce ausarten. Nachdem sowohl Pandemic als auch die Herr der Ringe-Lizenz mittlerweile unter der Schirmherrschaft von Electronic Arts stehen, war der Schritt zu diesem Spiel wohl recht naheliegend...

Wir entscheiden über das Schicksal von Mittelerde
Alle Fans des Herrn der Ringe wissen vom Entschluss von Frodo Beutlin, den einen Ring der Macht in die Flammen des Schicksalsberges zu werfen und so die Welt von Mittelerde auf ewig vor den Klauen des bösen Herrschers Sauron zu befreien. Aber was wäre passiert, wenn die Gemeinschaft des Ringes versagt hätte? Was wäre, wenn Sauron den Ring bekommen hätte und die freien Völker Mittelerdes bezwungen hätte?
In Der Herr der Ringe: Die Eroberung schlüpfen wir in die Rolle der bekannten Helden, wie dem Waldläufer und König von Gondor Aragorn, Legolas aus dem Waldlandreich oder Gandalf dem Weißen. Wir müssen der Gemeinschaft helfen, Helms Klamm zu halten, den Hexenkönig zu besiegen und die bösen Mächte vor Minas Tirith zurückschlagen.
Und wenn sich der dunkle Schatten von Mordor unserer Seele bemächtigt, wenn wir dem Ring der Macht verfallen, erhören wir den Ruf des dunklen Herrschers und bringen ihm seinen Meisterring zurück. Wir schlagen uns auf die Seite des Hexenkönig, der Orks, der Uruk Hais oder des dunklen Herrschers und bringen in seinem Namen Tod und Zerstörung an den Orten, die wir als Kenner der Herr der Ringe-Saga als längst befreit glaubten.
So oder zumindest so ähnlich präsentiert sich die Story laut Electronic Arts. Wer sich jetzt auf ein absolut vollkommenes Spiel freut, wird enttäuscht. Wer auf ein gutes Spiel hofft leider auch...

Planlos in Mittelerde
Im Einzelspieler-Modus haben wir die Wahl zwischen den Kampagnen "Ringkrieg" und "Saurons Aufstieg", wobei wir letztere durch Vervollständigen der ersten Kampagne noch freispielen müssen. Wer sich einfach nur in die nächste Schlacht stürzen will, der kann über "Sofortaktion" direkt in eine Schlacht (Team Deathmatch, Eroberung oder Finde den Ring) einsteigen. Grundsätzlich ist dieser Titel wohl primär auf (Online-) Multiplayerspiele ausgelegt, aber dazu später.
Allem voran können wir mit dem Trainings-Modus die verschiedenen Charakter-Klassen und ihre Fähigkeiten kennenlernen. Hier lernen wir in der Schlacht des letzten Bündnisses aus der Vorgeschichte des Herrn der Ringe unser Head-Up-Display, die verschiedenen Spielmodi und vor allem unsere Charakter-Klassen kennen.
Wir befinden uns in der Rolle eines Schwertkämpfers, Spähers, Magiers oder Bogenschützen. Während der Späher und der Schwertkämpfer sich mit Schwertern, Messern und Äxten im Nahkampf profilieren, hat man mit dem Bogenschützen und dem Magier nur aus der Entfernung größere Chancen, das Gefecht mit Feuer-und Giftpfeilen oder Blitzzaubern zu überleben. Die Kameraführung erlaubt es den Gegnern immer wieder, ungesehen anzugreifen und uns so ungehindert zu erledigen. Je mehr Orks und Uruks im Gefecht erlegt werden, desto öfter können die Spezialfähigkeiten wie das flammende Schwert, Wirbelattacken oder Heilzauber ausgeführt werden. Alles in allem hält sich der Schwierigkeitsgrad stark in Grenzen.
An bestimmten Stellen im Spiel ist es immer wieder möglich, in die Rollen der bekannten Filmhelden zu schlüpfen.Diese sind zwar stärker als die normalen Charakter-Klassen, zeichnen sich aber letztenendes durch die gleichen Fähigkeiten aus. So kommt einfach kein Herr der Ringe-Feeling auf!
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 Facts
Name: Der Herr der Ringe: Die Eroberung
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Pandemic/Electronic Arts
Genre: Action
Spieler: 1-16 (online)
HDTV bis zu: 720p
PS Network: Onlinespiele/Ranglisten/Content Download
Altersfreigabe: Freigegeben ab 16 Jahren
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: knallharte Herr der Ringe-Fetischisten.
Release:15.01.09
 Pro + Cons
 PRO:
+ Helden wiedererkennbar
+ Guter Soundtrack
+ Einfache Steuerung
+ Singleplayer im Koop-Modus
+ Online-Modus
 CONTRA:
- Helden spielen sich wie normale Charaktere
- Schlechte Kameraführung
- Sprach-Samples wiederholen sich zu oft
- Altbackene Grafik und schwache Texturen
- Schlechte Atmosphäre
- Chaotischer Spielablauf
- K.I. reagiert z.T. nicht
- Schauplätze kaum wierderzuerkennen
- Altes Konzept, keine Innovationen
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