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Von Meistern des Handlings…
Bei all der Kritik ist an dieser Stelle auch mal ein mehr als verdientes Lob fällig.
So schaffen es die Mannen von EA immer wieder, ein noch so breit gefächertes Interaktionssortiment auf die wenigen Knöpflein eines Controllers zu streuen.
Zudem schwamm man bei der Entwicklung vom neuen NFS mit dem aktuellen Trend, Gas und Bremse auf die Schultertasten zu verlegen.
Des weiteren – und DAS ist wirklich neu – ist nun im Prinzip zwischen drei Getriebearten zu wählen.
Die Bequemen unter uns begnügen sich mit Gaspedal, dem Lenkrad und zuweilen auch mal mit den massiven Bremsscheiben des Supersportlers. Im fortgeschrittenen Bereich jedoch ist zu wählen zwischen einem herkömmlichen Schaltgetriebe, zu dessen Vorantreiben es gilt, lediglich zum richtigen Zeitpunkt den nächsthöheren oder eben –tieferen Gang reinzukloppen, und einem Schaltgetriebe mit manueller Kupplung. So dient die L1-Taste auf Sonys Controller zum Ein- und Auskuppeln vor und nach dem Einlegen des Ganges.
Dies steigert nicht nur den Schwierigkeitsgrad sondern bietet angesichts des sonst recht faden Rennerlebnisses eine echte Herausforderung – auch für die alteingesessenen Flitzer unter uns.
…und schulmäßiger Technik.
Gaming der so genannten „Next Generation“ ist also das Stichwort.
Grafik als Actionpusher, fotorealistische Boliden, die in einem Affenzahn den Highway runterheizen – Natürlich ging diese Entwicklung auch nicht an EA vorbei, und so zauberte man einen grafischen Leckerbissen in die Händlerregale.
ProStreet kommt erstaunlich detailverliebt daher – Ob Verkehr, der Brücken in der Ferne kreuzt, Heißluftballons am blauen Sommerhimmel oder ähnliches: Wenngleich PS3-Exklusivtitel Ridge Racer 7 in dieser Hinsicht bereits schier unübertreffbare Maßstäbe setzte, ist dies dennoch sehr gelungen und ansehnlich.
Auch die Hauptakteure des Titels, die Autos sind hier in voller Pracht inszeniert. EA hat gelernt, Reflexionen auf blank poliertem Autolack etwas dosierter einzusetzen als noch bei den Vorgängern, vor allem aber den Underground-Titeln.
Schade nur, dass sich die Entwickler ihr wahrhaftiges Grafikschätzchen im selben Atemzug wieder kaputt machen: Das Spiel ruckelt auf der Xbox 360 wie auf Sonys PlayStation 3 – ja, die Kombination aus immenser Rechenleistung beider Systeme und jahrelanger Erfahrung der Entwickler lässt dies wie einen schlechten Witz klingen, aber ja, das Spiel RUCKELT!
Also, noch mal kurz zum Verständnis: Ein Spiel, dessen Inhalt es ist, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 250 km/h über virtuelle Pisten zu jagen, überzeugt durch wunderschöne Standbildgrafik, ruckelt aber in der Bewegung und bremst den Spielfluss immens ab. Klingt komisch, ist aber so.
Zu guter Letzt wäre da noch die chronische Krankheit, die so ziemlich jedes Spiel vom Marktführer in sich trägt: Der Kommentar aus der Konserve.
Nervige Kommentatoren, die durch ein scheinbar veraltetes Triggersystem ausgelöst werden und infolgedessen völlig situationsfremd Bericht erstatten - oder ist es etwa "verdammt knapp", wenn der führende Wagen mit einem Vorsprung von 17 Sekunden auf den direkten Verfolger über die Ziellinie donnert?
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