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Racing statt Tuning
Wie beim ersten Teil erwarten euch wieder drei Szenarien mit drei dazugehörigen Boliden. Der schnellste Wagen fährt auf der „Insel“, dem sonnigen und paradisischen Abschnitt des Spiels, der aber auch nicht mit Sprungschanzen und Tacho-sprengenden Geschwindigkeiten von über 500 Km/h geizt. An der „Küste“ werden euch mediterrane Hintergründe und enge kurvige Straßen geboten. Hier ist die Kontrolle wichtig, denn der Roadster steuert sich sehr simulationslastig. In der „Bucht“ schließlich fahrt ihr einen gut gefederten Jeep. Die von Hochhäusern umgebenen Strecken bieten viele Möglichkeiten zum Springen. Einfach verrückt und waghalsig! Auf den drei Szenarien gibt es aber verschiedene Tageszeiten und viele verschiedene Strecken, so dass auch da eine große Abwechslung geboten ist. Um die dringende Frage zu beantworten für diejenigen, die Trackmania noch nie im Laufwerk hatten: Nein, es gibt nicht mehr als drei Wagen und nein, ihr könnt sie nicht tunen, lediglich den Lack ändern, Aufkleber draufkleben und „airbrushen“, um dem Auto den persönlichen Touch zu verliehen. Das ist aber auch gar nicht wichtig - Trackmania Sunrise hat seinen Schwerpunkt jenseits der Autos.
Neues Spiel sucht alten Rechner?!
Die Hardwareanforderungen für Trackmania Sunrise sind bei näherem Betrachten wirklich lächerlich (niedrig). Nur 1 Ghz, 64 MB Ram und eine 32 MB Grafikkarte werden minimal gefordert. Wie das Spiel auf so einem Rechner läuft, wissen wir nicht. Fakt ist aber, dass das Spiel auf einem Mittelklasse Rechner flüssig läuft wie Wasser und zwar ganz ohne Ruckler und nachträgliche Ladezeiten etc.. Und das bei der Geschwindigkeit! Besonders erfreuen die wunderschönen Wagenmodelle, die auf mit Verwischeffekt ausgerüsteten Strecken ihr Bestes geben, gesäumt mit Reflektionen, tollen Lichteffekten, Echtzeitschatten und Spiegelungen auf eurer Karosserie. Am Anfang wird einmal länger geladen, danach habt ihr einige Zeit Ruhe. Bestes Beispiel ist der Puzzle-Modus. Bis der ganze Editor geladen ist, vergeht eine Minute, wenn’s hochkommt. Sobald ihr dann die Checkpoints miteinander verbunden habt, drückt ihr Enter und ohne Wenn und Aber zoomt die Kamera zum Startpunkt, der Countdown zähl von drei auf null und schon seid ihr im Geschehen. Dieser Effekt hat es mir am meisten angetan, denn von der Übersicht auf die detaillierte Spielgrafik zu zoomen ohne Ladezeit oder Ähnliches ist der Wahnsinn. Das ist ungefähr so, als würdet ihr erst eine Waffenfabrik in einem Strategiespiel bauen und dann selbst das Steuer eines Soldaten zu übernehmen. Bei den Effekten wurde immer noch an einem Schadensmodell und zerstörbarer Umgebung gespart, was dem Spielspaß aber keinen Abbruch tut.
Der Soundtrack des Spiels ist ebenfalls durchweg überzeugend, wenn auch schnell wiederholend. Hier werden euch typisch rockige aber ebenso fröhliche und funkige Musikstücke vorgespielt. Die Qualität der Motoren- und Umgebungsgeräusche hält sich jedoch nach wie vor in Grenzen.
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