TrackMania Sunrise
Trackmania Sunrise
„Nach 200m rechts abbiegen. Vorsicht! Looping kreuzt die Fahrbahn.“ Fliegen im Flugzeug war gestern.
17.06.05 um 21:14 von Nils
Bewerte diesen Artikel:
Anzahl der Bewertungen: 0
Man programmiere ein Rennspiel mit waghalsigen, Schwerkraft trotzenden, selbst Dummies Angst einjagenden Strecken, nehme ein paar Autos, motze sie auf 500 Km/h auf und lasse sie darauf fahren. Das ist und war das Erfolgsgeheimnis von Trackmania, das in seiner ersten Version im Frühling 2004 bereits einen Geheimtipp darstellte. Nun kommt der Nachfolger Trackmania Sunrise, der der technisierten Adrenalin-Spritze noch eins draufsetzen will. Wie gut den Entwicklern das gelungen ist, erfahrt ihr jetzt im Test.

Concord vs. Trackmania

Was macht Trackmania Sunrise? Geht es zurück zu den Wurzeln oder zurück in die Zukunft? „Sunrise“ tut beides. Einerseits werdet ihr komplett von unnötigem Tuning-Schnickschnack befreit und müsst eure Augen auf wichtigere Dinge wie Fahrspaß richten, andererseits ist der neue Trackmania-Ableger aber auch sicher nicht altmodisch, sondern sehr futuristisch und setzt mit seiner Geschwindigkeit und seinen abstrusen Strecken sicher neue Maßstäbe. Das Spiel kann man nicht so einfach messen, da es auf seine Weise etwas noch nie dagewesenes im Genre darstellt.

Das Spielprinzip ist einfach: Schnell fahren, Gold holen. Im normalen Rennmodus vor Allem ist das oberste Priorität. Ob ihr schnell genug seid für eine Medaille, zeigen euch die anderen computergesteuerten Fahrzeuge auf der Strecke, die sich jedoch wie Ghostcars verhalten. Ihr könnt sie weder rammen, noch können sie euch stören. Ihr könnt lediglich an ihrem Erscheinungsbild messen, ob die Zeit reicht – Platzierungen gibt es nämlich nicht, nur Bronze, Silber und Gold. Das ist auch gut so, denn in einem Spiel mit Autos, die wie Düsenjets wirken, sind Auseinandersetzungen Fehl am Platze. Wenn ihr ein Rennen erfolreich abgeschlossen habt, erscheint außerdem euer eigenes waschechtes Ghostcar des letzten Rennens. Vielleicht könnt ihr dann ja beim nächsten Versuch mehr reißen, denn euer weißes Ebenbild auf dem Asphalt lässt euch sicherlich bereitwilliger aufs Gaspedal treten. Wenn ihr die Bronze-Medaille abräumt, was übrigens einfach ist, da man dafür meistens nur zum Ziel kommen muss, wird euch direkt angezeigt, wieviel Zeit für Silber fehlt. Wiederholt ihr die Rennen ein paar Mal, ist das auch keine Herausforderung.

Das Antlitz der Goldmedaille wird euch jedoch größtenteils verborgen bleiben, da dafür knallharte Bedingungen gestellt werden, ja fast komplett fehlerfreies Fahren und das ist im neuen Trackmania-Teil sehr schwer. Der Schwierigkeitsgrad wurde im Vergleich zum Vorgänger nämlich ordentlich hochgeschraubt. Das liegt vor Allem am verrückteren Streckendesign. Eine längere Gerade ist für diesen Funracer eher untypisch. Viel mehr werdet ihr mit Karacho über Rampen und durch Loopings geschossen. Das Auto dabei immer unter Kontrolle zu halten, ist wahrhaft ein Kunststück.

Abseits der Routine

Natürlich ist es mit dem normalen Rennmodus noch nicht getan. Trackmania Sunrise besitzt nämlich neben dem üblichen Ablauf noch viele andere Möglichkeiten. Ganz oben wäre da der Puzzle-Modus. Hier gilt es, wie schon beim Vorgänger, 35 Aufgaben zu lösen. Zu sehen bekommt ihr dabei die Start- und Ziellinie, sowie einige Checkpoints. Eure Aufgabe besteht nun darin, mit den vorgegebenen und streng begrenzten Streckenteilen einen Weg zu finden, alle Checkpoints zu durchfahren und schließlich sicher das Ziel zu erreichen. Hier kommt es natürlich auch auf die Bestzeit an, was wäre es sonst für eine Herausforderung. Ihr müsst die Strecke so zusammensetzen, dass ihr am schnellsten ins Ziel gelangt und das verbreitet später richtige Kopfschmerzen. Um zumindest an Silber zu kommen, bedarf es dann schon bis zu einer halben Stunde Brainstorming. Mit diesem Modus hat Trackmania Sunrise einfach vor dem sonstigen Mainstream-Brei die Nase vorn, denn wo werden sonst so sehr eure grauen Zellen beansprucht wie hier? Das Puzzeln fesselt sicherlich am Meisten an den Bildschirm, während die Rennen sich eher für eine schnelle Fahrt „zwischendurch“ eignen.
 Screenshots
 Comments

Du bist nicht eingeloggt!
Du musst in My GP eingeloggt sein, um Comments eintragen zu können.
 Facts
Name: Trackmania Sunrise
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Deep Silver
Genre: Arcade-Racer
Spieler: > 8
HDTV bis zu: -
Speicher: 760 MB
Altersfreigabe: ohne Beschränkung
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Arcade-Fans und Adrenalin-Süchtige
Release:26.04.2005
 Pro + Cons
 PRO:
+ Innovativer und fesselnder Singleplayer-Modus
+ Noch besserer Multiplayer-Modus
+ Neue Maßstäbe im Streckendesign
+ Unfassbare Geschwindikeiten
+ Wahnsinnige Langzeitmotivation
+ Einfaches wie herausforderndes Spielprinzip
+ Tolle Szenarien
+ Präzise Steuerung
+ Super Editor
+ Vorbildliche Grafik
+ Guter Sound
 CONTRA:
- Viele Wiederholungen nötig
- Zum Teil hoher Frustfaktor
- Unzumutbare Puzzles
- Anfangs lange Ladezeit
- Ruckeln bei 10 Fahrern im Internet
1
 Verwandte Artikel