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Wenn man in puncto Innovation nochmals sämtliche Videospiele der letzten Monate Revue passieren lässt, sticht ein Titel ganz besonders hervor.
Mit Eye Toy revolutionierte die englische Spielschmiede London Studio im Jahre 2003 die Zockergemeinschaft derart, dass daraus ein letztendlich so großer Erfolg resultierte, wie man ihn vorerst noch nicht so recht hochanzustecken vermochte.
Von einer Kamera auf den Fernsehbildschirm übertragen, nehmt ihr durch eigene Körperbewegungen Einfluss auf die zusätzlich auf dem Bildschirm angezeigte virtuelle Spielwelt.
Besonders hierzulande musste Eye Toy den Erfolg nicht lange suchen - im Gegenteil. Mit insgesamt 2 Millionen verkauften Einheiten stellt Deutschland das weltweit Eye Toy-verrückteste Land dar.
Doch auch im fernen Osten erfreut sich das Kamera+Spiel–Bundle großer Beliebtheit. Ende 2004 sollte somit das zweite Eye Toy-Spiel auf den Markt kommen. Sega schickt Sega Superstars ins Rennen.
Die Qual der Wahl
Vorrausgesetzt, ihr habt eine Eye-Toy-Kamera an eure Playstation 2 angeschlossen und euren Raum reichlich erhellt, reicht das Einschieben der DVD und schon geht es los. Hier sei besonders erwähnt, dass Sega Superstars nicht mit Kamera erhältlich ist, da diese Sony vorbehalten ist, dementsprechend beläuft sich der Preis auf knappe 40 Euro.
Das Spiel setzt, der Name lässt es verlauten, auf Spiele, die sich allesamt auf Spieltitel mit Protagonisten aus eigenem Hause beziehen. Ein Treffen mit Sonic, Akiro, Ulala, Aiai oder anderen altbekannten Helden ist also garantiert.
Als Ergebnis resultiert daraus eine Zahl von insgesamt satten 11 Minispielen, die allesamt von Anfang an anwählbar sind.
Hier ein Überblick:
Sonic – The Hedgehog
Dass Sonic schnell ist, wissen wir. In Sonic – The Hedgehog rennt er mit Höchstgeschwindigkeiten durch eine Art Rohr. Ihr könnt dabei die Richtung per Hand verändern, denn dieser folgt Sonic, sobald ihr sie bewegt.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Einsammeln von Ringen, die über die ganze Strecke verteilt sind. Vorsicht ist allerdings geboten, sogenannte Spike balls scheuen nicht, sich mal ganz dreist in den Weg zu stellen, was zum Abzug von Ringen führt, wenn ihr sie berühren solltet.
Fazit: An sich ein zugleich simples und spaßiges Spiel, allerdings kann man Sonic teilweise nur ungenau kontrollieren, was einen zur Weißglut treiben kann.
Wenn man den Dreh raus hat, macht es aber vor Allem aufgrund der Geschwindigkeit viel Spaß.
Crazy Taxi
Crazy Taxi hat rein gameplaytechnisch herzlich wenig mit dem Original zutun, hier spielt ihr nämlich nicht den Fahrer, sondern den, der gerne von ihm abgeholt werden will.
Wollt ihr das tun, müsst ihr euch so auffällig wie möglich verhalten, also zum Beispiel durch starke Hand- und Körperbewegungen. Dadurch lädt sich eine Leiste auf, wenn sie voll ist, hält das Taxi und ihr bekommt die Punkte.
Neu ist hierbei, dass ihr euch auch durch Schreien und Rufen auffällig machen könnt, denn Eye Toy kann ja bekanntlich auch Töne aufnehmen.
Fazit: Lustiges, gerade durch die Sprachfunktion innovatives Spiel, dem für einen Dauerbrenner aber der Kick fehlt.
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