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All diese Hilfen unterstützen euch bei der Beendigung der Missionen und wenn man die Steuerung erstmal verinnerlicht hat (was nur wenige Minuten dauert), dann macht H.A.W.X. richtig Spaß. Natürlich muss man ein wenig Affinität für Flugzeuge besitzen, doch dann ertappt man sich regelmäßig, wie man im Sessel hin und her rutscht und sich über verrückte Flugmanöver freut oder total in die spannenden Dogfights vertieft ist.
Für den normalen Modus haben die Entwickler auch dank Enhanced Reality Systems die perfekte Mischung aus Realität und Spielbarkeit gefunden, so dass der Spielspaß nicht unter zu hoher Komplexität leidet. Für Profis bietet das Spiel dann den Expertenmodus, bei dem man auf viele Details achten muss, um mit dem Flugzeug zurechtzukommen, etwa muss auf einen Strömungsabriss geachtet werden und auch das Manövrieren geht nicht mehr ganz so leicht von der Hand. Doch Ubisoft will hier eine breite Palette an Flugzeug-Fans ansprechen und das ist mit Hilfe des E.R.S. sicherlich gelungen, das es Einsteigern leicht macht und diese Vereinfachung sogar noch visualisiert. Anfänger wie Fortgeschrittene kommen im normalen Modus mit E.R.S. und Assistance Mode bestens klar, Profis suchen dagegen im Expertenmodus eine Herausforderung. Somit dürfte jeder einen Kampfjet in der Luft halten können.
PS3-Version noch deutlich hinter der Xbox 360-Version
Eine erschreckend große Diskrepanz zwischen PS3- und Xbox 360-Version weist die Grafik auf. Auf der Xbox 360 macht Tom Clancys H.A.W.X. eine sehr überzeugende Figur. Die Framerate ist flüssig, die Kanten sind butterweich, die Flugzeugmodelle sind detailliert, die Weitsicht durchaus beachtlich und Spezialeffekte wie das Sonnenlicht oder die Wolken sehen sehr schick aus. Auf dem Boden finden sich diverse 3D-Objekte wie Häuser, Bäume oder Berge, die natürlich weniger Details als die Flugzeuge aufweisen und die Bodentexturen wirken bei genauer Betrachtung etwas matschig, was aber aus der Luft nicht so auffällt.
Die 120 KM² großen Maps, die wir in der Vorabfassung anspielen konnten, wurden mit Hilfe der besten verfügbaren Satelliten-Daten erstellt (besser sind nur noch militärische Satelitten-Bilder) und waren optisch sehr abwechslungsreich. Mal ist unter einem die Wüste zu sehen, mal tropische Inseln und sogar über dem Strand von Rio de Janeiro, inklusive der weltberühmten Jesus-Statur, muss gekämpft werden. Am Ende jeder Mission bekommt ihr dann ein Replay eures Einsatzes zusehen, mitsamt verschiedener Kameraperspektiven und Slow Motion- Abschnitten.
Doch was ist mit der PS3-Version los? Wie Eingangs erwähnt scheint diese weniger weit fortgeschritten zu sein (wir wissen nicht von wann die Preview-Build war), dennoch bereitet uns der Zustand dieser Version gehörige Sorgen. Das Ziel der Entwickler sind konstante 60 Frames pro Sekunde bei 4x Anti-Alaising. Davon ist anders als bei der Xbox 360-Fassung auf der PS3 bisher nichts zu erkennen. Kantenbildung ist ein wirklich massives Problem, das letzte Spiel in meiner Erinnerung, bei dem mir ähnlich viel Alaising auffiel war GTA: San Andreas. Trotzdem hat die Engine auf der PS3 mit der Framerate zu kämpfen. Schon das Auswahlmenü der Flugzeuge kommt ins Stocken, obwohl lediglich das Flugzeugmodell angezeigt wird, im Spiel selbst ist es dann nicht ganz so schlimm. Größtenteils läuft auch die PS3-Fassung flüssig, bei schnellen und ruckartigen Richtungsänderungen kommt es aber doch zu Slow Downs. Die Spezialeffekte wirken weniger überzeugend als auf der Xbox 360 und die Bodentexturen sind auf der PS3 noch matschiger als auf der Microsoft-Konsole.
Zugegeben: Wir haben eine Vorabversion gespielt und sicherlich darf man noch einige Verbesserungen erwarten, doch glauben wir ehrlich gesagt nicht mehr, dass dieser grafische Unterschied bis zum Release noch abgestellt werden kann. Nichts desto trotz macht die PS3-Version genauso viel Spaß wie die Xbox 360-Fassung, aber PS3-Besitzer haben wohl ein Anrecht auf eine gleichwertige Optik, denn genug Leistung hat die PS3 ganz gewiss.
Tom Clancys H.A.W.X. könnte das Genre revolutionieren
Zum ersten bei Luftkampf-Spielen soll es möglich sein, die gesamte Solo-Kampagne im kooperativen Vier-Spieler-Modus zu spielen, während im VS.-Modus bis zu 15 Piloten in die Luftkämpfe eingreifen können. Leider war der Multiplayer-Modus in der Version, die uns Ubisoft zeigte, noch nicht spielbar, doch ausgehend von den Solo-Missionen können wir uns gut vorstellen, dass Tom Clancys H.A.W.X. auch im Koop- und Wettkampf-Modus mit mehreren Spielern jede Menge Spaß macht, sofern die technische Umsetzung stimmt und beispielsweise keine Lags auftreten. Wenn am Ende jedes Rädchen ineinandergreift, dann könnte H.A.W.X. mit seinem Multiplayer-Modus das Genre revolutionieren.
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