Anzahl der Bewertungen: 0

Das Angebot: Ubisoft hatte in seine deutsche Zentrale nach Düsseldorf geladen. Die Mission: Eine Vorabversion von Tom Clancys H.A.W.X. (High Altitude Warfare – Experimental Squadron) anspielen. Sowohl PS3, Xbox 360 als auch PC-Version hatte uns Ubisoft bereitgestellt und wir warteten nur darauf, endlich ins Cockpit zu steigen. Leider war die PC-Version noch sehr verbugt, so dass wir unsere Rundflüge mit der PS3- und Xbox 360-Version unternahmen.
In der nahen Zukunft
Tom Clancys H.A.W.X. beginnt im Jahre 2012. Die Kriegsführung unterläuft einer radikalen Änderung und immer mehr Nationen werden immer abhängiger von sogenannten PMCs (Private Military Companies). Dazu wird das Abkommen von Reykjavik ratifiziert, welches es von nun an erlaubt, in jede militärische Operation eingreifen zu dürfen.
Für eben eine solche Organisation sind wir tätig, genau genommen übernimmt der Spieler die Rolle eines Kampfpiloten, der für Artemis Securities in den Kampf zieht. Konkretere Angaben zum Verlauf der Story während des Spiels können wir noch nicht machen. Zwar waren in der uns vorgelegten Vorabversion mehrere Missionen spielbar, doch waren diese nur einzeln anwählbar und offensichtlich nicht in chronologischer Reihenfolge. Eine Tutorialmission war beispielsweise erst an dritter Stelle. Mit absoluter Sicherheit können wir das noch nicht sagen, denn im gesamten Spiel waren überall noch diverse Platzhalter (z.B. für Beschreibungen) vorhanden.
PS3- und Xbox 360-Version inhaltlich noch nicht identisch
Das war übrigens eines der ersten Dinge, die uns auffielen: Die Xbox 360-Version schien in der Entwicklung deutlich weiter vorangeschritten zu sein. Die ganze Menü-Struktur war sehr viel komfortabler und übersichtlicher als bei der von uns gespielten PS3-Fassung. Zum Glück standen beide Geräte direkt gegenüber, so dass wir die Unterschiede gut überprüfen konnten.
Die Missionsauswahl auf der PS3 war beispielsweise eine plumpe Auflistung, ebenso die Auswahl des Flugzeugs. Auf der Xbox 360 ein ganz anderes Bild: Die Missionen kann man anhand einer Schiene aussuchen und es wird einem ein kleines Vorschaubildchen gezeigt und auch bei den Flugzeugen gibt es vor der Auswahl ein Bildchen jedes verfügbaren Jets.
Rund 60 moderne Kampfflugzeuge, unterteilt in verschiedene Klassen (Luft-Überlegenheit, Bodenunterstützung, Multifunktional), soll es im fertigen Spiel geben, leider waren noch nicht alle in der Preview-Version verfügbar. Dennoch entschieden wir uns für die F22 Raptor und mussten entsetzt feststellen, dass selbst das Menü bei der Ansicht des Flugzeuges auf der PS3 zu ruckeln beginnt. Darüber hinaus wird die PS3-Fassung von wirklich heftiger Kantenbildung geplagt, die sehr unschön aussieht. Auf der Xbox 360 ist davon nichts zu sehen, alles läuft butterweich und von Kantenbildung keine Spur.
Auf in den Kampf!
Dann ging es in die erste Mission (zumindest die erste in der Liste), in der wir eine Ölraffinerie in der Wüste vor Angreifern aus der Luft wie vom Boden verteidigen mussten. Dabei stellt sich die Steuerung als anspruchsvoll, aber sinnvoll belegt heraus. Mit der rechten unteren Schultertaste aktiviert ihr den Nachbrenner, auf der linken Seite nimmt die untere Schultertaste den Schub weg. Die oberen Schultertasten steuern das Seitenruder, während ihr das Flugzeug mit dem linken Analogstick neigen bzw. rollen könnt. Durch das Zusammenspiel von Neigung und Nachbrenner lässt sich das fliegende Ungetüm realistisch, aber immer noch kontrollierbar durch die Luft bewegen.
Durch Drücken des rechten Analog-Sticks schaltet ihr die Kameraperspektiven durch, von denen es insgesamt drei gab.
Dazu gehörte eine Außenansicht, eine Cockpit-Perspektive, in der man alle Anzeigen und Geräte erkennen kann, sowie eine Cockpit-Perspektive einzig mit Zieleinblendung. Mit Kreis/B feuert ihr eure Bordkanone ab, X/A schießt die jeweils ausgewählten Raketen ab (kann vor Missionsbeginn ausgewählt werden) und mit Dreieck/Y können Ziele anvisiert werden. Bleibt noch das Enhanced Reality System (E.R.S.), das über Viereck/X aktiviert werden kann. E.R.S. unterstützt euch im Kampf, indem es beispielsweise Flugbahnberechnungen anstellt. Das bedeutet im Klartext, dass es zum Beispiel zwischen Häusern versteckte Ziele gibt, die nur schwer zu treffen sind. Über das E.R.S. könnt ihr eine Flugbahn einblenden lassen, über die ihr das Ziel direkt in euer Zielsystem bekommt. Ähnliches gilt für Raketenbeschuss. Werdet ihr von einer Rakete erfasst, könnt ihr eine Flugbahn einblenden lassen, über die ihr der Rakete ausweichen könnt.
Dann gibt es da noch den Assistance Mode, den man durch zweimaliges Betätigen des Nachbrenners oder der Schubwegnahme aktivieren bzw. deaktivieren kann. In diesem Modus wird der Fokus auf die Dogfights und Flugmanöver gelegt. Die Kamera schaltet in eine Art Replay-Perspektive und ihr seht euer Flugzeug aus der 3rd-Person-Perspektive aus einiger Entfernung, was natürlich entsprechend spektakulär aussieht, aber auch nicht ganz so leicht zu steuern ist. Das ist eben der Nachteil eines spielbaren Replays, wie man dieses Feature wohl am treffendsten beschreiben kann.
Fesselndes Gameplay
Über einen ziemlich gut gesprochenen Funkverkehr (Lippensynchron ist dies mit der Einblendung eures Vorgesetzten jedoch nicht) erhaltet ihr während der Mission eure Ziele. Diese können variieren, beispielsweise bestimmte Ort verteidigen, bestimmte Gegner ausschalten, Luftraum sichern oder Bodenbedrohungen wie Panzer ausschalten. Unterstützung erhaltet ihr dabei zumindest ein wenig von euren K.I. Kollegen, die ihr über das digitale Steuerkreuz befehligen und auf einzelne Gegner ansetzten könnt. Darüber hinaus scheinen eure Wingman aber alleine kaum die Initiative zu ergreifen. Auf der sogenannten Tecmap erhaltet ihr wenigstens einen Überblick über euer Missionsgebiet, Missionsziele und Gegner, die euch gefährlich werden.
Du musst in My GP eingeloggt sein, um Comments eintragen zu können.