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Verbesserungen im Detail
Der seit Assassins Creed: Brotherhood zur Serie gehörige Mehrspieler-Modus steht natürlich auch wieder in Assassins Creed III zur Verfügung. Mit dabei sind bekannte Modi wie Deathmatch oder eine Abwandlung von Capture the Flag in jeweiligen Jeder-gegen-Jeden- und Team-geprägten Ausführungen. Neu sind im Vergleich zum Vorgänger zwei kooperative Alternativen mit den Bezeichnungen "Wolfsrudel" und "Dominanz".
In "Wolfsrudel" geht es darum, im Team innerhalb eines knapp bemessenen Zeitfensters eine bestimmte Anzahl von Zielpersonen zu meucheln. In "Dominanz" ist es das Ziel, im Team um die Besetzung eines vorgegebenen Sektors gegenüber dem gegnerischen Team zu kämpfen und diesen zu halten. Im Ganzen ergänzen die beiden Modi den ohnehin schon recht umfangreichen Mehrspieler-Modus um sinnvolle, wenn auch nicht spektakuläre, Elemente.
Cool präsentieren sind die neuen und individuellen Anpassungsmöglichkeiten der insgesamt 16 wählbaren Charaktere. Jeder von ihnen, ohnehin mit etwaigen Vor- und Nachteilen ausgestattet, kann außerdem aus 14 verschiedenen Fähigkeiten und nochmals zehn Spezialfähigkeiten auswählen. Der Tischler etwa, der grob und brutal mit seinem bulligen Hammer um sich schlägt, ist mit seiner Durchschlagskraft keineswegs der Wendigste. Während die normalen Fähigkeiten des Öfteren innerhalb einer Partie genutzt werden können, müssen die Spezialfähigkeiten gleich zu Beginn gewählt werden und halten für das gesamte Match. So ist vorweg ein gewisser Hang zum Ausprobieren und später zum Taktieren geboten, was den Mehrspieler-Modus im Gesamtumfang inklusiver seiner Modi zu einer längerfristigen Beschäftigung macht.
Die Anvil Next-Engine bei der Arbeit
Mit Assassins Creed III geht Ubisoft nicht nur neue Wege hinsichtlich des Hauptdarstellers oder der Zeitepoche, sondern trumpft auch mit seiner aktuellsten Grafik-Engine mit dem Namen Anvil Next auf. Schon die Vorgänger sahen beeindruckend aus, doch Assassins Creed III wird mit der Anvil Next-Engine zu einem technisch beeindruckenden Leckerbissen. Das Spiel sieht exzellent aus und die Engine ermöglicht noch lebensechtere Animationen via Motion Capturing, so dass für die Bewegungen der Charaktere im Spiel reelle Schauspieler Pate standen oder vielmehr ihre Bewegungen zur Verfügung stellten, statt zu herumzustehen.
Die Umgebungen sind sehr detailliert und lebendig in Szene gesetzt worden, die Architektur der Gebäude und die Wildnis angenehm komplex. Innerhalb der Städte überträgt sich durch die Geschehnisse auf dem Bildschirm tatsächlich das Gefühl, sich in einer pulsierenden und belebten Stadt aufzuhalten. Viele Kleinigkeiten wie herumtollende Kinder, von einem Handelskarren fallendes und von einem vorbeilaufenden Dieb aufgenommenes Obst oder betrunkene und herumpöbelnde Passaten sind nur einige von vielen sehr gut animierte Szenen, die ein großes Lob verdienen. Dem stehen die großen Gefechte natürlich in nichts nach und die krachenden Kriegsschauplätze sind nicht nur hinsichtlich des Sounds eine wahre Wonne, sondern ebenso in Sachen Detailreichtum. Hin und wieder kann es aber mal zu kleinen Slow-Downs kommen, doch den Spielspaß trüben diese in keinster Weise.
Wie die Optik muss sich auch die Soundkulisse und musikalische Untermalung vor anderen großen Blockbustern nicht verstecken und so sorgt der gut abgemischte Bombastsound samt des stets richtigen musikalischen Themas für das i-Tüpfelchen der rundum exzellenten Präsentation.
Selbst bei der deutschen Sprachausgabe gibt es nichts zu meckern, auch wenn sich die Lippen nicht immer synchron zu dem Gesprochenen bewegen - in seltenen Fällen sogar überhaupt nicht.
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