Voodoo Dice
Voodoo Dice
Dieser Würfel ist besonders... Das Spiel selbst auch? Lest es nach!
21.07.10 um 01:16 von Thomas
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Rätselspiele gibt es sicherlich wie Sandkörner am Meer. Das Problem des Genres ist allerdings, dass sich viele Titel aus dem Rätsel- und Knobelbereich mitunter sehr ähnlich spielen und nur ganz selten echte Innovation aufblitzt. Besonders schön sind jene Emporkömmlinge, die gewisse Genres und Ideen miteinander zu vermischen wissen, beispielsweise das Auffinden des Levelausgangs durch geschicktes Setzen von Portalen aus der Ego-Perspektive.
Ebenso in Erinnerung bleibt das Bauen von Brücken in einem bis heute fesselnden Mini-Spielchen, das sich trotz der simplen Grafik zu einem wahren Kultspiel mauserte. Bei all den guten Beispielen zum Vorbild versucht sich Exkee, das französische Studio hinter dem Wii-Puzzler ColorZ, mit Unterstützung von Ubisoft an einem Knobeltitel, der zumindest mal mit einer äußerst interessanten Idee aufwartet. Doch ob die Anregung der Gehirnzellen auch in der Praxis überzeugen kann? Wir haben es für euch in Erfahrung gebracht.

Von schwarzer Magie und gefallenen Würfeln
Das neuste Werk von Exkee und Ubisoft kommt mit dem recht spannenden Namen Voodoo Dice daher, was nun schnell darauf schließen lässt, dass es der Spieler mit einem ganz besonderen Würfel zu tun bekommt. In der Tat kommt dies der Sache schon ziemlich nahe, genau genommen schlüpft der Spieler sogar in die Rolle eines Zauberwürfels, der neben seiner bekannten Würfelbewegung eine spezielle Fähigkeit besitzt. Immer dann, wenn die oben auf unserem Würfel präsentierte Augenzahl gleich der des neben uns stehenden Würfels ist, verschwindet jener Nachbarwürfel, so dass ds Hindernis verschwindet und unser "Voodoo Dice" seinen Weg bis zum Levelausgang nehmen kann. Zugegeben: Ein außerordentlich spektakulärer Zauberspruch ist das nicht, was der gute Würfel so kann, aber entstehen dadurch natürlich interessante Rätsel in den eigentlich ziemlich gut konzipierten Levels.
Neben der Fähigkeit, die Würfel mit gleicher Augenzahl verschwinden zu lassen, warten weitere Hindernisse auf euch und später müssen zum Beispiel Schalter aktiviert oder Steine verschoben werden und auch ein Zeitlimit macht euch das Leben schwer. Viele weitere kleine Dinge werden nach und nach vorgestellt, finden aber zu selten Anwendung. Es geht im Prinzip nur darum, mit dem Würfel-Ego vier große Spielwelten zu durchqueren, in denen es jeweils sehr viele weitere Levels gibt. Man beginnt stets mit dem ersten Level und erhält bei Abschluss einen Smaragd, welchen man beim nächsten Pförtnerhäuschen auf der Weltkarte schon wieder abgibt, jedoch nur, um zum nächsten Level zu gelangen. Dies führt sich dann konsequent fort, so dass irgendwann zum Beispiel drei Smaragde verlangt werden und zuvor logischerweise auch drei Level abgeschlossen werden mussten.

Einfache Steuerung und frustrierende Rätsel
Selten erlebt man es, dass eine derart große Diskrepanz zwischen der wirklich mehr als simplen Steuerung und den frustrierenden Levelpassagen besteht. Die Steuerung lässt sich super leicht handhaben, denn die jeweiligen Coursortasten werden einfach in jene Richtung gedrückt, in die der Würfel purzeln soll. So weit, so gut. Obwohl die verschiedenen Level im Grunde nicht schlecht gestaltet sind und wirklich gute Rätselaufgaben bieten, zeigt sich in der Praxis leider viel zu oft, wie stark der Spielspaß im Verhältnis zur unscheinbaren ESC-Taste steht.
Ist euch nämlich ein Fehler unterlaufen und ihr befindet euch förmlich in einer Sackkasse, so "hilft" gratis und exklusiv ein Druck auf die eben genannte ESC-Taste, um ein Level komplett neu zu beginnen. Um den Fehler an der gleichen Stelle nicht zu wiederholen, hastet man dann schnell durch das Level, nur um genau jenen verfluchten Fehler an einer anderer Stelle abermals zu begehen, was erneut zum Druck auf die besagte Taste (linke Hand weiter oben auf der Tastatur) verleitet. Prinzipiell ist ein Restart eine gute Funktion, müsste man diese nicht ähnlich regelmäßig anwenden wie das Zwinkern mit dem Augenlid.

Ein Knobelspiel eben
Voodoo Dice ist ein kleines Spiel und will natürlich kein Crysis sein, weshalb man sich von Amtswegen schon mit einer zweckmäßigen und weniger glamourösen Optik zufrieden gibt. Bei längerem Spielgenuss fällt dann unschwer ins Auge, wie eintönig die Grafik mitunter sein kann und dass diese über längere Zeit schier langweilig wirkt.
Obwohl jede Spielwelt sein eigenes Thema besitzt, ähneln sich diese ziemlich stark und auch die kantigen Spielfelder machen den grafischen Eindruck nicht wirklich rund. Zugestehen muss man Voodoo Dice jedoch, dass es insgesamt eine zweckmäßige Präsentation hinlegt, die eben durch einen größeren Facettenreichtum oder durch zusätzliche Grafikeffekte hätte mehr ausgeschmückt werden können. Was bleibt, das ist eine schlichte Grafik, die für das Spielprinzip im Grunde ausreicht.
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 Facts
Name: Voodoo Dice
Systeme:PC
Hersteller:Exkee/Ubisoft
Genre: Puzzle/Knobel
Spieler: 1
HDTV bis zu: -
Speicher: min. 100MB Festplattenspeicher
Altersfreigabe: Ohne Altersbeschränkung gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Liebhaber von Denksportaufgaben, Casual Gamer.
Release:11.07.10
 Pro + Cons
 PRO:
+ Etwas andere Spielidee
+ Diverse Gimmicks
+ Fordernde Level
+ Umfangreiche Levelanzahl (60 St.)
+ Leicht zu lernendes Spielprinzip
+ Sehr einfache Steuerung
 CONTRA:
- Sehr simple und schlichte Präsentation
- Hoher Frustfaktor
- Fehler bedeuten häufig Neustart
- Kein Multiplayermodus
- Keine Hintergrundhandlung
- Gimmicks finden zu selten Anwendung
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