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Die Ultimate Fighting Championship ist der Inbegriff einer Mixed-Martial Arts Kampfkultur, die die Show neben dem eigentlichen Kampf zur Nebensache werden lässt. Verglichen mit den Wrestling-Schaukämpfen der WWE und TNA Roaster wird hier nämlich wirklich aufs Maul geschlagen. Und wer wäre besser für eine Videospielumsetung dieser Kämpfe geeignet als THQ, die bereits seit vielen Jahren erfolgreich die Games zur WWE produzieren? Um es kurz vorweg zu nehmen: Niemand!
UFC Undisputed 2010 soll die Nachfolge des Kassenschlagers aus dem Jahr 2009 antreten, dessen Verkaufszahlen über den Erwartungen lagen. Ausgestattet mit einem Online- Modus, der euch sogar Online Camps mit euren Freunden ermöglicht, neuen Spielmodi, einer erweiterten Karriere und einer ausgezeichneten Optik will THQ erneut die Fans mit einem brachialen Fighting Game begeistern.
Aller Anfang ist schwer
Wie so oft in der heutigen Zeit benötigt die PlayStation 3-Version mal wieder eine Installation, die einige Minuten in Anspruch nimmt und auch der Online-Modus muss sowohl auf der PS3 als auch auf der Xbox 360 erst über den beiliegenden Key (zumindest bei ungebrauchten Fassungen) freigeschaltet werden.
Wer eine gebrauchte Version gekauft und keinen Key aus der Originalverpackung mehr hat, kann für rund 4,- Euro einen neuen erwerben, um sich im Online-Modus zu messen und auch dort weitere Trophäen und Erfolge zu sammeln. THQ möchte eben auch bei Wiederverkäufen mitverdienen und Mitglieder der wachsenden Tauschcommunities werden genauso zur Kasse gebeten wie Freunde, die untereinander tauschen wollen. Dabei wird der Spaß beim Online-Modus durch unschöne Lags getrübt, wofür die Spieler dann gegebenenfalls auch noch bezahlen sollen.
Abgesehen vom Online-Modus stehen aber auch offline einige Modi zur Verfügung, die den Spieler bei der Stange halten. Neben der Karriere wartet zum Beispiel der Titelmodus auf euch. Hier startet man als Anfänger im Schwergewicht und kämpft um den Titel in der Meisterschaft. Ziemlich genau 8 Kämpfe und 20 Minuten später ist der Titel aber auch schon gewonnen und die erste Trophäe bzw. Erfolg freigeschaltet. Mit einem gemischten Gefühl, dass dies doch sehr einfach zu erreichen war, macht man als ehrgeiziger Gamer dennoch weiter und was im Anschluss folgt, das ist der Titelverteidigungsmodus.
Vier mal drei Kämpfe müssen nun absolviert werden und der durch den leichten Titelmodus kurz zuvor erzeugte Übermut fordert nun seinen Tribut: Unser Kämpfer kassiert den ersten K.O., darüber hinaus gibt unser Kämpfer ein ums andere Mal auf und der Modus muss neu gestartet werden. Kein Erfolg also, kurzer Frust und Unverständnis… Es wird deutlich: UFC Undisputed 2010 ist kein Button-Masher wie zum Beispiel die Arcade-Klassikreihe Tekken, sondern bietet viel Realismus und erfordert stattdessen Strategie sowie Können, aber keine zufälligen Handlungen.
Auf ins Trainingslager
Das Spiel selbst kann von quasi jedem Spieler bedient werden. Voraussetzung: Der Spieler sollte lesen können und sich das Tutorial nach und nach ansehen, um sukzessive zu lernen, was wann wie gemacht werden kann. Auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad reicht sicher noch ein wenig koordiniertes Tastengekloppe, damit der Gegner auf die Matte geschickt werden kann, doch schraubt man den Schwierigkeitsgrad hoch, ist es umso wichtiger, sich auf den Kämpfer einzulassen, seine Schläge und Steuerung kennenzulernen und sich strategisch auf den Gegner einzustellen, um nicht durch einen Lucky-Punch K.O. zu gehen oder den Kampf gefangen in einem Aufgabegriff bereits nach Sekunden zu verlieren. Man kann es also keinem verübeln, wenn das doch sehr langatmige Tutorial vom Spieler quasi aufgesaugt wird.
Auf die Details kommt es an und so erlaubt die sogenannte SWAY-Steuerung eine sehr filigrane Kontrolle über den Kämpfer, beispielsweise kann man Ausweichbewegungen entweder nur mit dem Oberkörper oder dem ganzen Körper ausführen und sich durch entsprechende Combos weiter vorkämpfen. Das Ende eines jeden Kampfes kann ganz verschieden aussehen, denn möglich ist etwa ein (technisches) K.O., die Aufgabe eines Kämpfers, der Abbruch vom Ringarzt oder auch die Richter-Entscheidung. Um einen dieser Fälle hervorzurufen, darf aus einer Vielzahl verschiedener Schlag- und Trittkombinationen gewählt werden, deren Schlagstärke und -höhen individuell bestimmt werden können. Darüber hinaus können natürlich von Zeit zu Zeit gegnerische Angriffe geblockt oder gekontert werden.
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