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Ach waren das noch Zeiten als man mit seinem Spielzeug Cowboy und Indianer gespielt hat, aber mit der Zeit wurde das hölzerne und konventionelle Spielzeug dann immer mehr gegen das elektronische ausgetauscht und der kindliche Homo Ludens mutierte immer mehr zum Homo Ludens Electronicu. Aber genug der lateinischen und fachchinesischen Ausdrücke und rüber zum Kinofilms Toy Story, der natürlich Grundlage für Toy Story Mania ist.
Seiner Zeit einer der ersten großen Animationsfilme aus dem Hause Disney Pixar, begeisterte der Streifen viele Kinobesucher. Im Jahre 2010 ist es wieder soweit und bald flimmert das mittlerweile dritte Abenteuer rund um Woody und Buzz Lightyear über die Leinwände. Anlass genug, um auch hier ein Spiel zum Film auf den Markt zu bringen – könnte man denken… Dass bald Toy Story 3 in die Kinos kommt, hat Disney geschickt ausgenutzt und veröffentlicht im Juli nicht nur Toy Story 3: Das Videospiel, sondern zuvor auch noch Toy Story Mania, das natürlich vom Kinofilm profitiert. Dabei handelt es sich also nicht um die Umsetzung des dritten Films, sondern um eine Sammlung von diversen Mini-Games, die sich stark an die jüngere Zielgruppe richten. Unsere Redaktion hat daher das Kind in sich wieder entdeckt, um euch sagen zu können, ob Toy Story Mania für die jüngeren Zocker auch wirklich etwas taugt.
Szenario jenseits der Filme
Toy Story Mania hat rein gar nichts mit der Filmhandlung des dritten Teils zu tun. Eine Story ist genau genommen nicht mal vorhanden und es wird schnell klar, dass die beiden Hauptcharaktere aus dem Film mit dem Spieler eine Reihe von Spielchen planen, denen wir uns natürlich stellen.
So basiert das Szenario auf den aktuellen Disneyland-Attraktionen, wobei alle Figuren aus den bekannten Toy Story-Filmen ihren Platz im Spiel gefunden haben. Der Spieler bekommt also 28 verschiedene Mini-Games vorgesetzt, die tatsächlich nur für die sehr jungen Spieler geeignet sind. Schon junge Jugendliche werden schnell unterfordert sein und sich gelangweilt fühlen, für Kinder ist das Niveau aber meist gut gewählt und wird den Kleinen sicherlich auch aufgrund der Toy Story-Lizenz gut gefallen.
Die Mini-Games der Toy Story Mania
Denkbar einfach ist - wie bereits erwähnt – die Spielmechanik des Spiels: Entweder man spielt die "Geschichte" und schaltet auf diese Weise die einzelnen Elemente frei, von denen insgesamt fünf auf den Spieler warten, oder man versucht sich im freien Modus und übt die einzelnen Mini-Games ein wenig wie es einem am liebsten ist, um sich darin zu verbessern.
Die Minispielchen an sich sind ziemlich unterschiedlich, denn mal geht es um das simple Treffen einer beweglichen Zielscheibe, mal müssen bestimmte Missionsziele wie zum Beispiel das Abschießen von fünf Äpfeln erledigt werden. Während der Spiele werden die Fähigkeiten des Spielers in den Bereichen Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Genauigkeit gefordert, doch wie eingangs erwähnt, bewegt sich das Niveau auf einem einfachen und Kind-gerechten Level.
Einzig die miese Steuerung, die Nintendos bewegungsempfindliche Wii-Remote mit der Maussteuerung imitiert, wurde ziemlich schlecht gelöst. So muss an gewissen Stellen der Maus-Zeiger zum Beispiel mit gedrückter Maustaste schnell bewegt werden, um ein Missionsziel zu schaffen, was in der Praxis allerdings kaum zufriedenstellend funktioniert und zu vielen Ungenauigkeiten führt, daher für Kinder auch etwas frustrierend sein kann.
Grafik okay, passt, wackelt und hat Luft nach oben…
Die Grafik ist für Wii-Portierungen gewohnt gewöhnlich. Natürlich wird längst keine HiEnd-Grafikkarte vorausgesetzt und laut Hersteller läuft Toy Story Mania sogar auf für heute Verhältnisse "verkümmerten" Rechnern mit 128MB Videospeicher auf der Grafikkarte, was bei einer maximalen Auflösung von 1280 x 960 Pixel aber auch nicht verwunderlich ist. Bestimmte Level können mit einfachen 3D-Brillen sogar in 3D gespielt werden, doch der Effekt ist nur schwach und nicht mit dem Effekt im Kino vergleichbar und deshalb entsteht daraus auch kein wirklicher Pluspunkt. Und so geht die Optik für die niedrigen Ansprüche, die man an Kind-gerechte Spiele für gewöhnlich stellt, insgesamt in Ordnung und der Spaß für die Kids wird durch die schlichte visuelle Präsentation sicherlich nicht negativ beeinflusst.
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