Toki Tori
Toki Tori
Ach du dickes Ei... oder doch besser dickes Küken? Die PC-Version im Test.
29.01.10 um 00:01 von Thomas
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Eigentlich beginnt alles schon im Jahre 2001. Damals veröffentlichte das niederländische Studio Two Tribes zusammen mit Capcom den Puzzler Toki Tori für den Gameboy Color und heimste dafür haufenweise positive Kritik ein. Seitdem hat sich die Spielidee auf weiteren Systemen ausgebreitet und ist beispielsweise auch auf dem iPhone vertreten und seit 2008 auch auf Nintendos Wii. Nun versucht sich Two Tribes zudem an einer PC-Version, die heute offiziell veröffentlicht wird und über Steam heruntergeladen werden kann.
Aus diesem Grund hat sich GamePire rechtzeitig vor dem Releasetermin die Umsetzung angeschaut und dafür die ein oder andere Schneeballschlacht im verschneiten Deutschland sausen lassen, um mit dem etwas gewöhnungsbedürftigen Helden durch viele knifflige Level zu rätseln. Ob sich das Geld auch für die PC-Umsetzung von Toki Tori lohnt? Wir klären auf…

Gelb und große Telleraugen
Dass heutige Spielehelden nicht mehr unbedingt Muskelbepackt sind und einen Cape tragen, ist längst nichts Neues und daher überrascht es kaum, dass der Spieler nun direkt aus dem Ei in die Rolle des dicken Küken Toki Tori schlüpft. Alles könnte in der Welt des kleinen Eidotteremporkömmlings wunderbar sein, wäre da nicht die leidliche Suche nach seinen Brüdern, die selbst noch alle in ihren Eiern brüten und in 80 Level erst gefunden werden wollen. Toki Tori bietet dabei im Laufe des Spiels eine hervorragende Lernkurve und was sich am Anfang noch als sehr einfach erweist, entwickelt sich in den späteren Stufen zur großen Tüftelaufgabe.
Da ein Küken allein nicht viel ausrichten kann, hat Toki Tori in seinem Repertoire eine Vielzahl sinnvoller Gadgets, mit denen sich beispielsweise zwischen Abgründen hilfreiche Brücken bauen, per Teleporter Wände durchdringen und mit einem Eisgewehr Gegner einfrieren lassen. All diese Gadgets stehen nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung und müssen aus diesem Grund in jedem Level clever und sinnvoll genutzt werden. Wer dies nicht hinbekommt, der landet beim Fortschreiten des Levelprozesses in einer Sackgasse oder erleidet ein schnelles "Game Over".

Kann die grauen Zellen in Schwung bringen
Das 2D-Gameplay mit seinen 80 Level unterteilt sich in vier Welten. Es gilt also mit den beschriebenen Gadgets unter anderem Hindernisse zu überwinden, Teleporter einzusetzen, Gegner mit Waffen wie der Freeze-o-matic aufzuhalten oder Steine in die richtige Position zu schieben, um so an die im Level verteilten Küken in ihren Eiern zu gelangen. Hat der Spieler in einer Welt die Puzzles auf dem Schwierigkeitsgrad "einfach" geschafft, darf er in weiteren und auch wesentlich schwereren Leveln in der gleichen Welt sein Glück versuchen.
Als Ausgleich gibt es einige originelle Bonuslevel, die zwar auch nicht immer einfach zu bestehen sind, aber dafür ein wenig Abwechslung bieten. Insgesamt darf der Schwierigkeitsgrad im Laufe des Spiels als durchaus anspruchsvoll angesehen werden, was aber auch ganz gut ist und der Spieler wird so nicht unterfordert, sondern motiviert. Das Design der Level hält die Puzzleeinlagen meist auf äußerst fairem Niveau, auch wenn einige Lösungswege etwas weit hergeholt wirken, was besonders in den späteren Welten im Schwierigkeitsgrad "schwer" der Fall ist. Schafft man ein Level mal nicht, so hat man pro Welt je einen Joker, der es einem erlaubt, das verhasste Level zu überspringen.

Klassisch in Gameplay und Optik!
Sicherlich gab es seit der Version für den Gameboy Color einen riesen Sprung, dennoch haut die schlichte Optik der PC-Version in HD-Auflösung keinen mehr so wirklich aus den Socken. Aber erwartet bei einem kleinen und spaßigen Knobbelspiel keiner ernsthaft eine bombastische Präsentation und im Vordergrund steht auch bei Puzzle Games noch immer der Spielspaß. Der ist bei unserem kleinen Küken Toki Tori auf jeden Fall gegeben, denn Spielspaß verbreitet die simple 2D-Mechanik definitiv, durch die nette (aber leider etwas eintönige) Darstellung aus gezeichneten Hintergründen und in 2D gerenderten Charakteren mit flüssigen Animationen wird der Spaßfaktor dazu ausreichend unterstrichen.
Der Soundtrack des Spiels sorgt im Hintergrund für nette Atmosphäre und ist passend zur jeweiligen Welt abgestimmt. Allerdings hätte es schon mehr sein dürfen, denn man hat die Lieder nicht nur schnell im Ohr, sondern die Lautsprecher auch ebenso schnell mal leiser gedreht, damit man die im Grunde nicht schlechte Musik nicht mehr so oft hören muss. Steuerungstechnisch lässt Toki Tori neben der Maus- und Tastaturbedienung auch eine Bedienung ausschließlich per Tastatur oder das Spielen mit dem Xbox 360-Controller, der über Windows an den PC angeschlossen werden kann, zu. Somit sollte das Game für jeden gut spielbar sein.
 Screenshots
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 Facts
Name: Toki Tori
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Two Tribes
Genre: Puzzle
Spieler: 1
HDTV bis zu: -
Speicher: 200MB Festplattenspeicher
Altersfreigabe: Ohne Altersbeschränkung gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: -/Deutsch
Geeignet für: Jung und Alt, Knobelfreaks, clevere Köpfe.
Release:29.01.10
 Pro + Cons
 PRO:
+ Niedlicher Grafikstil
+ 80 Level
+ Faire und fordernde Rätsel
+ Verschiedene Gadgets
+ Vier unterschiedliche Welten
+ Joker für das Lösen von extrem schweren Levels
+ Gelungene und vielschichtige Steuerung
+ Angemessener Preis von 4,49 Euro
 CONTRA:
- Eintönige Optik
- Wenig Abwechslung
- Musiktrack-Endlosschleife
- Kaum spielerische Neuheiten seit GBC-Version
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