Spellforce 2 - Shadow Wars
SpellForce 2 - Shadow Wars
Gemischte Gefühle beim Genremix? Der SpellForce Nachfolger im Test.
22.05.06 um 18:41 von Thomas
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Vor fast 3 Jahren – im Jahre 2003 um genau zu sein – veröffentlichte der deutsche Entwickler Phenomic mit SpellForce den ersten Titel, der das Genre Echtzeitstrategie mit dem des Rollenspiels in einer noch nie da gewesenen Symbiose miteinander kreuzte. Im ersten Teil schlüpfte der Spieler in die Rolle eines mächtigen Avatars, der in einer epischen Fantasy-Welt die bösen Vorzeichen des Krieges völlig aus der Welt schaffen sollte. Damals völlig neu war, dass ein Aufbaupart alá Die Siedler gut mit einer Charakterentwicklung kombiniert wurde, die sonst nur in Rollenspielen zu finden war. SpellForce erntete damals von Fans und Kritikern reichlich Lob, wofür sich Phenomic und JoWood mit zwei weiteren Addons bedankten. Doch wo Licht ist, da fällt auch Schatten und so war trotz des großes Lobes nicht alles am Spiel so, wie es sich einige erhofft hatten, Mängel, die dieses Spiel in die allerhöchsten Wertungsklassen hätten katapultieren können. In diesem Jahr ist es nun endlich soweit und der zweite Teil steht in den Läden und selbstverständlich versprachen die Entwickler im Vorfeld viele Mängel des Vorgängers auszumerzen. Ob dies geschafft wurde, durften wir durch intensives Testen der Vollversion von SpellForce 2 überprüfen.

Der Angriff des Schattens
Die Geschichte beginnt damit, dass ihr der Dunkelelfin Schattenlied begegnet und diese euch von einem Angriff des Schattens berichtet, der das ganze Land mit Krieg belegen werde und nun auf dem Vormarsch ist, die Welt Eo zu unterjochen. Die Geschichte gewinnt schnell an Fahrt und bald wird klar, dass die einzige Chance die Schatten aufzuhalten darin besteht, die Allianz der Menschen, Elfen und Zwerge zu vereinen und gemeinsam in den Krieg zu führen. Der Haken an der Sache ist jedoch, dass diese Allianz seit langem in Vergessenheit geraten ist und es an dem Spieler liegt, diese Waffenbrüderschaft zu erneuern. Euer Weg führt dabei über insgesamt 20 verschiedene Inseln, wo eine gewaltige Anzahl an großen und kleinen Abenteuern auf euch warten, allesamt mit dem Ziel, endgültig den Vormarsch des Schattens zu stoppen.

Einstieg leicht gemacht
Dank eines ausführlichen Tutorials findet sich der Spieler schnell in der Welt von Eo zurechtfinden. Gerade Fans des ersten Teils werden mit der im Grunde unveränderten Steuerung keine Probleme bekommen. Auch dieses Mal ist die Spieleinführung ein Ingame-Tuorial, also mit der ersten Mission verbunden, sodass das Lernen der Steuerung auch gleichzeitig der Startschuss ins epische Abenteuer einleitet. Angenehm ist dabei, dass das gesamte Tutorial an jeder Stelle ganz einfach weiter zuklicken ist und nicht jeder Kleinigkeit des Sprechers gelauscht werden muss. Für ganz ungeduldige besteht zudem die Möglichkeit, die gesamte Einführung im Spielmenü auszuschalten und gleich mit vorausgesetzten Steuerungskenntnissen in die Kampagne entlassen zu werden.
Ein großes Lob muss allerdings wieder der tadellosen Steuerung gemacht werden, die es selbst im großen Schlachtgetümmel erlaubt, mit einer präzisen Handhabung den Überblick zu behalten. Wird eine Einheit anvisiert, so erscheinen unter dem Portrait des jeweiligen Helden alle seine Fähigkeiten, die er auf diese Einheit anwenden kann.
Dies sind z.B. Vernichtungszaubersprüche, bei befreundeten Truppen Heilungssprüche oder Segnungen. Ein lästiges Mikromanagement, bei dem man erst immer die zu zaubernde und dann die Zieleinheit anklicken muss entfällt nahezu völlig. Ein bequemer Klick genügt bei SpellForce 2 – Shadow Wars in fast jeder Situation. Genauso praktisch ist der Hotkey für das Anvisieren des nächsten Gegners in der Nähe. Pixelgenaues klicken mit der Maus entfällt also auch hier und Unannehmlichkeiten mit schlecht gewählten Perspektiven können so auch umgangen werden.

Rollenspielpart als Schwergewicht
Wie schon im Vorgänger bleibt SpellForce 2 seiner Linie treu und kommt mit einem umfangreichen Rollenspielanteil daher. Mit einer Truppe, bestehend aus maximal sechs Leuten, durchquert ihr die Lande, löst durchgehend irgendwelche Haupt- oder Nebenquest und erbeutet die Schätze gefallener Monster oder hebt versteckte Schatztruhen aus, um durch das erlangte Gold immer bessere Ausrüstungen zu erlangen.
Wer bestimmte Aufgaben erfüllt, der wird selbstverständlich auch seltene und magische Waffen sowie Rüstungen erhalten. Doch neben dem Rüsten steht auch das harte Training eines Helden auf dem Tagesplan und durch gesammelt Erfahrung im Kampf steigt das Level des Charakters im Laufe der Geschichte stetig an.
Beim Levelaufstieg offenbart sich auch schon die erste Neuerung im Rollenspielpart, denn die Charakterentwicklung ist deutlich komplexer und vielfältiger geworden. Am ehesten scheint diese von Vorbildern wie Diablo 2 inspiriert worden zu sein. In einem Skilltree werden erst Fähigkeitspunkte auf mindere Fähigkeiten verteilt, doch je mehr Punkte man im Skilltree verteilt hat und je höher die Stufe des Helden ist, desto besser werden dessen Fähigkeiten, die er zusätzlich erwerben kann. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten seinen Helden zu spezialisieren: Zum einen entscheidet die Wahl des Kämpfers oder des Magiers.
Wer will, der kann auch einen Avater basteln, der sowohl Kämpfer als auch Magier ist. In der jeweiligen Klasse lassen sich dann nochmals die Fähigkeiten auf bestimmte Gebiete des Kampfes oder der Magie spezialisieren, sodass vom Elementarzauberer bis zum Illusionisten oder Beschwörer so ziemlich alles vorhanden ist.
 Screenshots
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 Facts
Name: SpellForce 2 - Shadow Wars
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Deep Silver/JoWood
Genre: Echtzeit-Strategie/RPG
Spieler: 6
HDTV bis zu: -
Speicher: Keine Angabe
Altersfreigabe: 12
Sprache/Texte: Deutsch/Deutsch
Geeignet für: Fantasy, RPG und RTS Fans.
Release:07.04.06
 Pro + Cons
 PRO:
+ Epischer Singleplayer
+ Großes Einheitensortiment
+ Ausgereifte Charakterentwicklung
+ Große Anzahl an Zaubersprüchen & Fähigkeiten
+ ...und Gegenständen
+ Durchdachte Steuerung
+ Mehrspielermodus auch Kooperativ möglich
+ Gute Auswahl an Mehrspielerkarten
+ Durchdachter Genremix
+ Phantastische Präsentation
 CONTRA:
- Wahrer Hardwarefresser
- Überzogene Anlehnungen an die HdR Verfilmung
- Immernoch lange Laufwege
- Mehrspielermodus mit leichten Bugs
- Schwankener Schwierigkeitsgrad
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