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Wer beim Fahren selbst keine ansprechenden Strecken zum Speichern findet, der kann im Internet auf der offiziellen Seite aber auch auf vielen Fan-Sites Dutzende Strecken saugen. Leider sieht die Fahrphysik der Gegenspieler mehr als merkwürdig aus, da alle anderen Wagen nämlich etwas über der Straße zu schweben scheinen, oder aber teilweise in der Straße versinken. Auch hier gibt es kein Kollisionssystem, so dass man den Gegner nicht aus dem Weg rammen kann. Ein weiteres Problem ist die Streckenbegrenzung, die man zwar sehr leicht nach außen überqueren kann, man aber so leicht nicht mehr zurück auf die Strecke kommt. Dazu muss man sich leider zurück zum letzten Checkpoint setzen lassen, was logischerweise ziemlich viel Zeit kostet. Das ist im Multiplayer-Modus besonders nervig, da man nach einem Fehler schnell erkennt, dass man die Runde abhaken kann, man aber leider noch bis zum Ende fahren muss für einen neuen Anlauf.
Getunt oder was?
Optisch liegt dem Spiel eine recht nette, aber nicht wirklich beeindruckende Engine zu Grunde. An Genrekollegen wie Colin McRae Rally oder Ähnliches kommt TrackMania leider nicht heran, trotzdem werden dem Spieler einige nette Effekte, wie herabrieselndes Laub, nette Wassereffekte oder eine extreme Weitsicht, geboten. Aber wie sagt man so schön: „Es komm nicht auf die Grafik an, sondern der Spielspass zählt!“ Und für diesen Spruch ist TrackMania wohl der beste Beweiß. Des Weiteren ist TrackMania auch mit seinen Anforderungen recht human. Mindestens 450 Mhz und eine 3D Grafikkarte verlangt der Hersteller. Aber damit wenigstens etwas für das Auge rauskitzelt sollte es schon ein Rechner mit etwas mehr Power sein. Die Fahrphysik wirkt zwar etwas kantig, ist aber auch vollkommen auf Arcade ausgerichtet und hat keineswegs die Ambitionen eine Simulation zu sein. Akustisch ist das Spiel etwas mau ausgefallen. Lediglich ein Soundfile liegt pro Landschafts-Typ bereit, was schon nach kurzer Zeit sehr eintönig wirkt. Auch die Clippingfehler im Multiplayer-Modus sind nicht mehr zeitgemäß.
Konkurrenzfähig?
Unter dem Strich bleibt aber ein mehr als amüsantes Spiel, das alleine mit seinem Streckeneditor Stunden fesseln kann. Und im Internet macht das Spielprinzip noch mehr Spaß. Den Namen TrackMania trägt das Spiel nicht zu unrecht. Gerade hier liegt der Reiz, denn die Flut an neuen Strecken wird auf diese Weise wohl nicht so schnell enden. Ärgerlich sind aber so Details, dass man im Editor zum Beispiel nicht mit einem Controller arbeiten kann. Das hat ein unnötiges Wechseln von Tastatur und Controller zur Folge, die man sich hätte sparen können. Auch so kleine Spaßbremsen wie das Zurücksetzen zu einem Checkpoint hätten zwar nicht sein müssen, mindern den Gesamtspaß aber nur unwesentlich. Auch die dürftige Musikkulisse hätte man überholen müssen, ganze drei Songs sind eindeutig zu wenig. Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass ich einen Kopierschutz zwar für angebracht halte, man aber zumindest das Spiel sollte installieren können. Ohne erkennbaren Grund verweigerte unsere Testversion anfänglich die CD-Überprüfung, StarForce 3 sei dank. Doch wer das Spiel mal zum laufen bekommt, dem bietet TrackMania eigentlich viel Spaß, trotz des einfachen Spielprinzips.
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