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Dungeons & Dragons Heroes
Die Helden leben wieder und schlagen sich durch unseren Test.
23.1.2004 um von Stefan
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Die fiesen Magier können schon ganz schön nerven. Vor vielen Jahren wurde eben so ein Magier vernichtet, doch dieser ist aus seinem Grab geflüchtet und bedroht nun aufs Neue das Land von Baele. So fragen sich die Bürger, wie man dieser Bedrohung entgegen wirken könnte. Schließlich kommt man zu dem Entschluss auch die vier tapferen Helden wiederzubeleben, die den Magier vor vielen Jahren vernichteten. Hier kommt Ihr ins Spiel…

Wer den ähnlichen Titel Baldurs Gate: Dark Alliance gespielt hat wird sich schnell zu recht finden. Man erkennt schon recht deutlich, dass die Entwickler von D&D Heroes die Menüs und speziell das Spielprinzip fast 1:1 übernommen haben. Doch wie heißt es? „Besser gut geklaut, als schlecht selber erfunden.“ Auch der Anfang des Spiels erinnert stark an den Titel aus dem Hause Snowblind Studios. Zu Beginn wählt Ihr euch einen der vier Charaktere aus: Ob Fernkämpfer, Dieb, Magier oder Zwerg, die Wahl bleibt euch überlassen. Auf Wunsch könnt Ihr sogar mit bis zu vier Spielern im CoOp – Modus spielen, dann übernimmt jeder einen der zu Verfügung stehenden Charaktere.
So könnt Ihr nun das erste Dungeon betreten, ob alleine oder mit 3 weiteren Freunden. Dabei stürmen wahre Gegnerhorden auf euch zu. Spinnen, Oger und sonstiges Kleinviechs wartet darauf mit euren Waffen niedergestreckt zu werden. Die Angriffe der vier Helden sind natürlich unterschiedlich. Der Zwerg ist im Nahkampf sehr stark, während sich der Magier auf vernichtende Zauber konzentriert. Der Fernkämpfer ist geübt im Umgang mit Bogen und anderen Fernwaffen, während der Dieb wiederum häufig auf seltene Gegenstände stößt. Was aber alle Charaktere explizit auszeichnet, ist das Blocken von Angriffen. So könnt Ihr euch vor Angriffen der fiesen Gegner schützen, um dann den vernichtenden Angriff selber auszuführen. Für jeden erledigten Gegner gibt es Erfahrungspunkte, mit denen Ihr eure Fertigkeiten verbessern könnt. So könnt Ihr besser Zielen, zieht mehr Energie ab oder habt selbst mehr Lebensenergie. Weitere Spezialfähigkeiten stehen im Laufe des Spiels ebenfalls zur Verfügung.
Sollte sich eure Energie mal dem Ende zuneigen, könnt Ihr wie bei Baldurs Gate auf Knopfdruck einen Heiltrank zu euch nehmen, ebenso Manatränke, die besonders für Magier wichtig sind. Beides kann man mit der kinderleichten Steuerung leicht einsetzten. Zwar ist jeder Button auf dem Xbox – Pad belegt, aber die Kontrolle über das Geschehen hat man jeder Zeit. Ein Druck auf die A – Taste löst den primären Angriff aus, die B – Taste löst die sekundäre Waffe wie Wurfmesser aus, während Heil- und Manatränke durch den weißen bzw. den schwarzen Button eingesetzt werden. Auch Geld und Waffen werden von getöteten Gegnern fallengelassen, die Ihr entweder einsetzen könnt oder Ihr sucht den nächsten Händler auf, bei dem Ihr einkauft oder die gefundenen Gegnerstände verscherbelt, falls Ihr sie nicht mehr benötigt. Ebenso könnt Ihr Truhen durchsuchen oder Fässer zerschlagen. Dort verbergen sich auch häufig noch nützliche Items. Diese werden im Menü, das wirklich sehr übersichtlich aufgebaut ist, angezeigt, dazu meist eine Erklärung, was die jeweiligen Items für eine Wirkung haben.

Optisch beeindrucken alle sieben Level auf dem Weg zur Endsequenz. Alle Details sind Echtzeit berechnet. „Gut,“ werden einige sagen „ist bei Baldurs Gate auch so.“ Das ist zwar korrekt, allerdings erlaubt es D&D: Heroes, die Kamera frei zu schwenken und zu zoomen. Im den hitzigen Gefechten bleibt für das manuelle Verstellen der Kamera aber meist keine Zeit. Auch auf Grund der Übersicht solltet Ihr ziemlich weit rauszoomen. Auf diese Weise habt Ihr anstürmende Gegner schnell erfasst. Bei der größten Zoom - Einstellung fallen einem die schönen Details in den Dungeons aber mehr ins Auge. Spinnenweben hängen in den Gängen und überall liegen Särge verstreut. So wird eine tolle Atmosphäre erzeugt. Bei Baldurs Gate war man besonders von den Wassereffekten begeistert. Auch D&D: Heroes bietet tolle Effekte, meinem Eindruck zu Folge sieht das Wasser bei Baldurs Gate aber immer noch einen Tick besser aus. Dafür sind die NPC's allerdings oft sehr eckig modelliert.
Akustisch kann man sich jedenfalls nicht beschweren. Eine sehr basslastige Abmischung in Dolby Digital lässt Besitzer der richtigen Anlage ein Glitzern in die Augen springen. Hinzugefügt werden muss aber noch die Tatsache, dass man auf jegliche deutsche Synchronisation verzichtet hat, ebenso sind alle Bildschirmtexte in Englisch belassen worden.

Wie bereits erwähnt, kann man mit drei weiteren Freunden an einer Konsole zu Metzeln beginnen, der zuerst angekündigte Xbox Live! Support hat es allerdings nicht mehr in das fertige Spiel geschafft. Dadurch dass gleich vier Helden zur Verfügung stehen, verlängert sich die Spielzeit enorm. Während Baldurs Gate: Dark Alliance in gut sieben Stunden ein Ende gefunden hatte, ist man mit D&D: Heroes mindestens 15 Stunden beschäftigt. Also beide Daumen nach oben.
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 Facts
Name: Dungeons & Dragons Heroes
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Atari
Genre: Hack 'n' Slash
Spieler: 1-4
HDTV bis zu: -
Xbox Live: -
Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
Sprache/Texte: Englisch
Geeignet für: Alle die schon BG:DA mochten
Release:Bereits erhältlich
 Pro + Cons
 PRO:
+ Frei schwenkbare Kamera
+ Vier Helden auswählbar
+ Tolle Atmosphäre
+ Schickes Leveldesign
+ CoOp - Modus
 CONTRA:
- Sehr innovationsarm
- Keine deutsche Lokalisierung
- Manchmal etwas hektisch
- Oft sehr eckige NPC - Modells
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