Es wird immer abstruser: Der angeklagte Gründer der Online-Speicherplattform "Megaupload", der als Kim Schmitz geborene Deutsche Kim Dotcom, stieg vor seiner Verhaftung zuerst zur weltweiten Nummer 1 beim Shooter Call of Duty: Modern Warfare 3 auf (wir berichteten), machte einen Abstecher ins Gefängnis in Neuseeland und will nun ein Musikalbum aufnehmen. Einen entsprechenden Antrag genehmigte jetzt ein Gericht in Neuseeland. Außerdem darf er das Internet benutzen, um seine Verteidigung vorzubereiten, und jeden Tag 90 Minuten ohne Fußfessel schwimmen gehen.
Bei dem Album, das in einem Musikstudio in Auckland entsteht, soll es sich um eine Kooperation mit internationalen Künstlern, die teilweise aus den USA eingeflogen werden, handeln. Bereits beim "Megaupload-Song" hatte Kim Dotcom sein Talent für Werbezwecke unter Beweis gestellt. Im dazu gehörigen Video waren Künstler wie Will.i.am von den Black Eyed Peas und weitere US-Stars zu sehen und zu hören. Auch bei seinem Album schreibe Dotcom unter anderem an den Liedtexten mit.
Dotcom war im Januar nach einer Anklage aus den USA in Neuseeland festgenommen worden. Ihm wird ein verursachter Schaden in Mrd.-Höhe vorgeworfen, weil man auf "Megaupload" theoretisch einfach Dateien tauschen konnte. "Megaupload" wurde vom F.B.I. abgeschaltet. Dotcom war zunächst in Haft, wurde aber gegen Kaution mit Auflagen freigelassen und gab anschließend direkt ein TV-Interview (wir berichteten). Seine Anhörung findet im August statt.
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