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Für Japaner oder Amerikaner ist das Action-Rollenspiel von Atlus längst ein alter Hut, doch nun hat sich Ubisoft die Vertriebsrechte für Europa gesichert und bringt Odin Sphere im März 2008 für die PlayStation 2 auch nach Europa. Während eines Abstechers im deutschen Ubisoft Headquarter konnten wir den Titel bereits in aller Ruhe mal anspielen und verraten euch in folgenden Zeilen, worum es in Odin Sphere geht und was das Spiel so besonders macht…
Schlag das Buch auf…
Los geht es mit einem kleinen Mädchen, deren Kontrolle wir zunächst übernehmen. Es gibt keinen Ausgang und neben ihrer Katze kann man lediglich ein recht umfangreiches Buch aufheben. Also haben wir uns in den großen Sessel gesetzt und das Buch mit Namen Walküre aufgeschlagen. Darin liest sie eine Geschichte voller Krieg und Trauer.
Was das Mädchen liest ist traurig: Die Schwester der Walküre Gwendolyn stirbt nach einem tragischen Kampf, doch den Vater Odin, Fürst der Dämonen, interessiert dies wenig. Er hat es auf eine Maschinerie namens Kristallisierungskessel abgesehen, allerdings ist er nicht der einzige! Auch die Wanen sind hinter dem Kristallisierungskessel her und da Gwendolyn, deren Rolle wir fortan übernehmen, nach der Aufmerksamkeit ihres Vaters lechzt, versucht sie natürlich Odins Wunsch zu erfüllen…
Das ist ja wie früher! Retro geht immer!
Odin Sphere spielt sich sehr action-orientiert. Man steuert die Heldin Gwendolyn (später auch nacheinander vier weitere Charaktere, die sich im Laufe des Spiels auch des Öfteren begegnen) in der seitlichen 2D-Ansicht, ähnlich wie bei einem Site-Scroller. Dabei bewegt man sich stets in kleinen kreisrunden Arealen und kann hier sowohl links als auch rechts herum laufen. Doch wie soll man weiter kommen, wenn man ständig im Kreis läuft? Dafür gibt es in jedem Areal einen oder mehrere Ausgänge, vor die man sich einfach nur stellen muss. Der Ausgang führt dann in das nächste Areal, die verschiedenen Areale sind auf einer Übersichtskarte (über L1 aufrufen) miteinander verbunden. In diesen kleinen Gebieten warten natürlich jede Menge Gegner auf euch, die über ein Echtzeitkampfsystem verdroschen werden wollen. Allerdings sind eure Kontrahenten nicht sonderlich schlau, man kann locker drüber hinwegspringen, eine Runde durch das Gebiet laufen und von hinten angreifen und das ohne Probleme und Gegenwehr.
Da es von diesen kleinen Arealen richtig viele gibt, könnte es auf Dauer mit der Übersicht schwierig werden. Immerhin gibt es auf der Weltkarte von Erion verschiedene Szenarien wie Wüste, Wald oder Eislandschaft, die jeweils nochmal die wie ein Netz verflochtenen Areale beinhalten. Jeder Abschnitt wird am Ende übrigens je nach euren Leistungen bewertet.
…und dann kombinier ich das auch noch dazu und…
Natürlich bietet Odin Sphere die üblichen RPG-Elemente. Eure LP-Anzeige (Lebenspunkte) zeigt eure Energie an, die man beispielsweise mit Nahrung erhöhen kann. So lässt sich etwa ein Maubeeren-Baum pflanzen, der nach kurzer Zeit Früchte trägt, die dem Charakter wiederum LP geben. Daneben gibt es natürlich auch jede Menge Zaubertränke, um etwa Gegner zu schwächen oder sich gegen Zustandsveränderung wie Eis, Feuer oder auch Gift zu schützen. Dafür steht übrigens auch ein sehr ausgeprägtes Alchemiesystem zur Verfügung, mit dem ihr Items mixen könnt und so an weitaus mächtigere Gegenstände gelangt.
Im Mittelpunkt steht aber mehr das Kampfsystem, das auf Kombos und Spezialangriffe setzt, so dass ihr mit der Zeit richtig verheerende Angriffe ausführen könnt. Diese erfordern jedoch sogenannte Phosonen, die Seelen der besiegten Gegner, die wie in Onimusha eingesammelt werden müssen. Mit den Phosonen und den dadurch möglichen Spezialattacken habt ihr dann auch eine Chance bei zahlreichen Bossfights. So warten beispielsweise fette Drachen auf euch, die euch schon richtig zu schaffen machen können, wenn ihr nicht richtig vorbereitet seid, da diese unblockbare Angriffe ausführen.
Erfrischender Stil
Für die Hintergründe und Charaktere haben sich die Entwickler von Vanillaware einen ganz besonderen Art-Style ausgesucht, der wie ein Mix aus Öl-Gemälde und Anime wirkt, rein zufällig wurden bei Ubisoft während unseres Besuches auch Odin Sphere "Werbegemälde" aufgehängt. Das Ganze passt auch zu dem Aspekt, dass die ganze Handlung eigentlich ja nur in einem Buch stattfindet und auch die Optik wie gemalt aussieht.. Auch die sehr stimmungsvolle Musik hat uns auf Anhieb gefallen, während die Sprachausgabe wahlweise auf englisch oder im japanischen Original stattfindet. Sämtliche Ingame-Texte werden natürlich deutsch sein und die PAL-Version wird einen 60 Hz-Modus bieten.
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